
Selbstständige ohne Beschäftigte machen in Deutschland 3,5 Prozent aller Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren aus. Laut dem Statistischen Bundesamt gilt dieser Wert für das Jahr 2025; veröffentlicht wurde er am 23. Juli 2026 auf Basis der Arbeitskräfteerhebung im Mikrozensus. Bei Frauen liegt der Anteil bei 3,1 Prozent, bei Männern bei 3,8 Prozent. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen ordnet die Zahlen über ihr Fachportal für Kurs- und Coachingangebote ein, das unter anderem eine Gegenüberstellung von Beratung im Netz und vor Ort führt.
Als Solo-Selbstständige zählt die Behörde alle Selbstständigen, die keine Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter beschäftigen. Ein Arbeitsausfall lässt sich in dieser Konstellation nicht auffangen, und Kranken- sowie Rentenversicherung tragen die Betroffenen eigenverantwortlich.
Woran sich der Anteil im Lebensverlauf verschiebt
Die Quote steigt mit jeder Altersstufe. In der jüngsten Gruppe liegt sie bei gut einem Prozent, in der ältesten fast fünfmal so hoch. Berufserfahrung und ein eigener Kundenstamm brauchen Zeit.
Nach Altersgruppen weist die Erhebung für 2025 folgende Anteile aus:
15 bis 24 Jahre: 1,1 Prozent aller Erwerbstätigen dieser Altersgruppe
25 bis 34 Jahre: 2,2 Prozent
35 bis 44 Jahre: 3,4 Prozent
45 bis 54 Jahre: 4,0 Prozent
55 bis 64 Jahre: 5,2 Prozent
Wie sich die Selbstständigkeit insgesamt entwickelt
Der Bestand an Selbstständigen schrumpft seit Jahren. Laut der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 2. Januar 2026 sank die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger im Jahresdurchschnitt 2025 um 38.000 Personen oder 1,0 Prozent auf 3,7 Millionen. Der Abwärtstrend hält nach Angaben der Behörde seit dem Jahr 2012 an, während die Zahl aller Erwerbstätigen mit 46,0 Millionen nahezu unverändert blieb.
Das Amt verweist zugleich auf die Wirkung der Arbeitsmarktförderung. Der Anteil der Selbstständigen ohne Beschäftigte wuchs von 1991 bis 2005 kontinuierlich. Nach der Ablösung des Existenzgründerzuschusses durch den Gründungszuschuss Mitte 2006 ging er wieder leicht zurück.
„Wer allein arbeitet, verkauft keine Kapazität, sondern Verfügbarkeit. Genau deshalb entscheidet die Sichtbarkeit am Markt über die Auslastung, und nicht die Zahl der Werkzeuge im Büro“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wen die Statistik in welchen Wirtschaftsbereichen findet
Die Verteilung über die Branchen ist ungleich. Den höchsten Anteil verzeichnete 2025 laut der Erhebung die Land- und Forstwirtschaft mit 13,6 Prozent. Es folgen das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 8,7 Prozent, die Unternehmensdienstleistungen mit 7,3 Prozent sowie der Bereich Information und Kommunikation mit 5,8 Prozent.
Für Lehrende, Trainerinnen und Beratende bedeutet das einen Markt aus vielen kleinen Anbietern, in dem die Auswahl beim Auftraggeber liegt. Welche Merkmale dabei tragen und welche nur Vertrauen suggerieren, beschreibt eine Checkliste für die Auswahl einer Nachhilfekraft im selben Fachportal.
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
