Sommer, Sonne, Netzwerkwoche: Mehr als 600 Gäste beim SKZ in Würzburg

Sommer, Sonne, Netzwerkwoche: Mehr als 600 Gäste beim SKZ in Würzburg
 

Unter dem Motto „Innovationen, die die Welt verändern“ ist Ende Juni 2026 die Netzwerkwoche des Kunststoff-Zentrums SKZ erfolgreich über die Bühne gegangen. Trotz tropischer Temperaturen folgten rund 600 Gäste der Einladung nach Würzburg und nutzten die Gelegenheit, sich beim etablierten Event über aktuelle Entwicklungen, Trends und Zukunftsthemen der Kunststoffindustrie auszutauschen. In professioneller und dennoch legerer Atmosphäre bot die Veranstaltung eine ideale Plattform für fachlichen Dialog, neue Impulse und wertvolle Kontakte.

Branchentreff des Kunststoffindustrie stand ganz im Zeichen von Innovation und fachlichem Austausch

Der beliebte Branchentreff, der sich in den SKZ-Innovationstag (23. Juni), den SKZ-Netzwerktag (24. Juni) und den SKZ-Technologietag (25. Juni) unterteilt, fand auch in diesem Jahr wieder in der Modellfabrik, dem Trainingszentrum Qualität (TZQ) und diversen Technika des SKZ in Würzburg-Lengfeld statt. 

Die zahlreichen Besucher erwartete ein vielseitiges Programm:  Während sich der Innovationstag dem Thema „Circular Economy“ widmete, stand der Netzwerktag unter dem Motto „Kunststoff verbindet“. Beim Technologietag schließlich drehte sich alles um die zentralen Verfahren der Kunststoffverarbeitung. Dabei konnten die Teilnehmenden nicht nur Live-Vorführungen an den Maschinen bestaunen, sondern hatten überdies die Möglichkeit, einen umfassenden Einblick in die Technika des SKZ zu erhalten. Abgerundet wurden die Tage durch eine begleitende Fachausstellung und ein gemeinsames Barbecue. 

In seiner Begrüßungsrede zum Netzwerktag stellte SKZ-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian die Wichtigkeit von Innovationen für den Wirtschaftsstandort Deutschland in den Mittelpunkt. „Nicht Innovation ist riskant, sondern keine“, so Bastian. Dabei betonte er, dass es in Deutschland keinesfalls an guten Ideen mangele, wohl aber an deren Umsetzung. „Deutschland ist gut im Erfinden, aber nicht im Umsetzen“, so Bastian weiter. 

Innovation als wirtschaftlicher Hebel

Dies sei vor allem ein strukturelles Problem. Bastian appellierte daher auch an die Politik: Es brauche dringend verlässliche politische Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie. Denn Innovationen seien ein „realer wirtschaftlicher Hebel“, machten sie doch mit 927,2 Milliarden Euro einen Gesamtumsatz von 12,6 Prozent in Deutschland aus. „Wir brauchen Transferförderung, klare, umsetzungsorientierte Roadmaps, enges Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie bessere Rahmenbedingungen mit weniger Bürokratie und mehr Investitionen.“ Denn: Innovation sei kein „Kosten-, sondern ein Erfolgsfaktor“.

Bedeutung von Transferstärkung

Aktuell stagniere Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz 11, während China sich in den letzten 15 Jahren von Platz 29 auf Platz 10 vorgearbeitet habe. „Deutschland erfindet die Zukunft – andere verdienen dran“, mahnte Bastian. Trotz alledem stimmte Bastian auch optimistische Töne an: So ließe sich durch Transferstärkung mit wenig Aufwand einen großen Nutzen erzielen – etwa in Form von den Transfernetzwerken wie der mittelstandsnahen Zuse-Gemeinschaft, deren Präsident Bastian ist. Denn klar sei: „Innovation entsteht selten im Alleingang, sondern fast immer in einem Netzwerk.“

Dominik Uhl erhält SKZ-Nachwuchspreis

Ein Höhepunkt des Netzwerktages war wie jedes Jahr die Verleihung des SKZ-Nachwuchspreises. In diesem Jahr durfte sich Dominik Uhl über den mit 2.000 Euro dotierten Preis freuen. Die Jury des SKZ-Nachwuchspreises, bestehend aus dem SKZ-Fachbeirat, dem diesjährigen Sponsor SIMONA AG sowie Vertretern des SKZ, würdigte die Arbeit des 24-Jährigen mit dem Titel „Entwicklung von biobasierten duroplastischen Formmassen auf Basis ungesättigter Polyesterharze“ als wegweisend für die Industrie.

Hohe Resonanz trotz extremer Temperaturen

„Wir freuen uns über die vielen Gäste, die tolle Stimmung und vor allem das Durchhaltevermögen von allen bei den extremen Temperaturen“, so Andreas Bachmann, Leiter Netzwerk & Event am SKZ. „Der persönliche Austausch, neue Impulse und starke Netzwerke sind gerade in herausfordernden Zeiten wichtiger denn je.“ Die durchweg positive Resonanz der Teilnehmenden unterstreiche einmal mehr die Bedeutung der Veranstaltungreihe als festen Termin im Kalender der Kunststoffbranche. Auch im nächsten Jahr wird das SKZ mit der Netzwerkwoche Plattformen schaffen, die Innovation, Wissenstransfer sowie Vernetzung und Kooperation gezielt fördern. Der Termin steht auch bereits fest – vom 22. bis 24. Juni 2027.