
Düsseldorf. Der Besuch des Kölner Doms soll für die Bürger aus NRW an Samstagen kostenlos bleiben – das fordert Jochen Ott, Chef der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Der Politiker hat einen Brief an den Kölner Dompropst Guido Assmann geschrieben, über den der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitagausgabe) berichtet. Der Dom sei „für viele Menschen aus NRW tatsächlich nicht allein klassisches Besuchsziel, sondern fester Bestandteil eines Familienausflugs nach Köln“, heißt es in dem Schreiben.
Der Dom sei über Jahrhunderte nicht nur die Kathedrale der Stadt Köln, sondern das geistliche Zentrum des Kurfürstentums Köln gewesen – eines Territoriums, das weite Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens umfasste. „In diesem Sinne ist der Dom ein gemeinsames kulturelles Erbe der Menschen in unserem Land. Wer in NRW lebt und den Kölner Dom besuchen möchte, ist deshalb kein Tourist, sondern Teil dieser gemeinsamen Geschichte“, sagte Ott.
Die nun eingeführte Dom-Eintrittsschranke verändere den „niedrigschwelligen Zugang spürbar“, betonte Ott. Er schlägt ein modifiziertes Vorgehen vor, das einen kostenlosen Dom-Besuch für Menschen aus NRW weiterhin ermöglichen soll: „Dies könnte beispielsweise durch einen regelmäßigen NRW-Tag pro Woche – etwa samstags – erfolgen, an dem der Eintritt grundsätzlich frei ist“, erklärte der SPD-Fraktionschef.
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