
Starmer reagierte auf neue Enthüllungen über die Verbindungen zwischen Mandelson und Epstein mit einem Schritt, der als Entlastung gedacht war, politisch jedoch kaum Wirkung entfaltete: Sein Berater und politischer Weggefährte Morgan Sweeney musste gehen. Der Versuch, die Affäre auf diese Weise einzugrenzen, trug jedoch nicht zur Beruhigung der Lage bei. Rücktrittsforderungen wurden laut – auch aus den eigenen Reihen. Die Situation spitzte sich dramatisch zu.Zwar stellte sich das Kabinett schließlich demonstrativ hinter den Premierminister und gab sich am Dienstag sogar betont optimistisch. Doch die Krise ist damit nicht beendet. Denn die offen zur Schau gestellte Solidarität sollte nicht mit gefestigtem Rückhalt verwechselt werden. (…) Ob Starmer diese Krise überwindet, wird sich nicht an Loyalitätsbekundungen messen lassen, sondern daran, ob es ihm gelingt, den Eindruck des Kontrollverlusts nachhaltig zu korrigieren. In der politischen Wahrnehmung hat sich die Debatte jedenfalls längst verschoben: Es geht aktuell nicht mehr um die Frage, ob Starmers Zeit als Premier zu Ende geht, sondern wann.
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