Stehen wir vor der nächsten Finanzkrise? – Gerald Hörhan von der Investmentpunk Academy über Warnsignale, die Anleger jetzt kennen müssen

Rekordstände an den Börsen und die Euphorie rund um künstliche Intelligenz vermitteln Stärke. Gleichzeitig verändern hohe langfristige Zinsen die Bedingungen für Unternehmen, Immobilieninvestoren und Staaten, während manche Marktteilnehmer enorme Risiken eingehen. Für Anleger stellt sich deshalb eine entscheidende Frage: Wie stabil ist der aktuelle Aufschwung wirklich?

Auf den ersten Blick spricht wenig für eine Krise. Die Börsen notieren auf hohen Niveaus, künstliche Intelligenz verspricht enorme Produktivitätssprünge und große Techkonzerne treiben mit ihren Kursgewinnen ganze Indizes nach oben. Gerade diese Stärke kann jedoch ein trügerisches Bild erzeugen. Denn ein steigender Index bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Markt gesund ist. Wenn sich Kursgewinne auf wenige große Unternehmen konzentrieren und einzelne Techwerte gleichzeitig heftige Schwankungen zeigen, wird die Lage anfälliger. Mit jedem weiteren Rekordstand wächst zudem die Bereitschaft, höhere Bewertungen zu akzeptieren und zusätzliche Risiken einzugehen. „Wer jetzt glaubt, dass hohe Börsenstände automatisch einen stabilen Markt bedeuten, und dabei die Kombination aus hohen langfristigen Zinsen, starker Volatilität großer Techwerte, überhebelten Marktteilnehmern und steigender Staatsverschuldung ignoriert, sitzt auf einem Pulverfass und merkt es oft erst, wenn es bereits zu spät ist“, warnt Gerald Hörhan von der Investmentpunk Academy.

„Wer in dieser Marktphase blind der Euphorie folgt, spielt mit seinem Vermögen. Anleger müssen jetzt ihre Risiken kennen, Liquidität sichern und vor allem aufpassen, dass ihnen zu viel Leverage nicht zum Verhängnis wird“, betont Gerald Hörhan. Der als Investmentpunk bekannte Investor beschäftigt sich seit Jahren mit Finanzmärkten, Immobilien und unterschiedlichen Anlageklassen und bewertet aktuelle Marktrisiken aus der Perspektive eines aktiven Investors. Eine unmittelbar bevorstehende Finanzkrise betrachtet Gerald Hörhan keineswegs als Gewissheit. Entscheidend ist für ihn vielmehr, die aktuellen Warnsignale zu verstehen und das eigene Portfolio nicht auf eine Fortsetzung der Börseneuphorie auszurichten.

Hohe langfristige Zinsen setzen Märkte unter Druck

Langfristige Staatsanleihen bilden eine wichtige Referenz für Finanzierungen und Bewertungen. Genau deshalb sind Renditen von mehr als 4,7 Prozent in den USA, mehr als 3,2 Prozent in Deutschland, über 4 Prozent in Frankreich und mehr als 5 Prozent in Großbritannien aus Sicht von Gerald Hörhan so relevant. Auch bei 30-jährigen US-Staatsanleihen liegen die Renditen bei über fünf Prozent. „Das Gefährliche an den hohen langfristigen Zinsen ist, dass ihre Wirkung mit Verzögerung kommt. Sobald alte Niedrigzinsfinanzierungen auslaufen, zeigt sich, wer seine Schulden auch zu den neuen Konditionen noch tragen kann“, sagt Gerald Hörhan von der Investmentpunk Academy.

Was das konkret bedeutet, zeigt sich bei Unternehmen und Immobilieninvestoren. Müssen bestehende Finanzierungen zu den heutigen Konditionen erneuert werden, können die Zinskosten erheblich steigen. Für Unternehmen bleibt dadurch weniger Cashflow für Investitionen und Ausschüttungen. Immobilieninvestoren müssen ihre Objekte neu kalkulieren, wenn Finanzierungen in den USA rund sieben Prozent oder in Deutschland rund vier Prozent für zehn Jahre kosten. Besonders empfindlich reagieren zudem Unternehmen, deren Bewertung stark von weit in der Zukunft erwarteten Gewinnen abhängt. Hier kommt der Diskontierungszins ins Spiel, mit dem künftige Erträge auf ihren heutigen Wert umgerechnet werden. Steigt dieser Zinssatz, sinkt rechnerisch der Gegenwartswert zukünftiger Gewinne. Was während der Niedrigzinsjahre hohe Bewertungen begünstigte, kann sich dadurch umkehren.

Wenn Leverage die Volatilität verschärft

Starke Kursschwankungen großer Techwerte sind ein weiteres Warnsignal. Tagesbewegungen von sieben bis zehn Prozent bei Konzernen wie Amazon, Google, Apple oder Meta bewegen enorme Summen. Gleichzeitig kann der Gesamtindex vergleichsweise stabil wirken, weil die Entwicklung einzelner Schwergewichte Schwächen anderer Werte überdeckt. Wer nur auf die großen Indizes schaut, übersieht daher schnell, wie unruhig es unter der Oberfläche bereits geworden ist.

„Overleverage ist eine der größten Gefahren in fallenden Märkten: Zu viel Fremdkapital führt schnell zu Liquiditätsproblemen und Verkäufen zum schlechtesten Zeitpunkt“, warnt Gerald Hörhan von der Investmentpunk Academy. Besonders problematisch wird diese Volatilität für Anleger, die stark mit Fremdkapital arbeiten. Fallen die Kurse, verstärkt der Hebel ihre Verluste. Gleichzeitig schrumpft ihr finanzieller Spielraum und damit die Möglichkeit, eine schwache Marktphase auszusitzen.

Ähnliche Mechanismen spielten bereits im Vorfeld der Finanzkrise 2008 eine Rolle, als hohe Börsenstände, Probleme bei stark gehebelten Marktteilnehmern und zunehmende Volatilität zusammenkamen. Das bedeutet nicht, dass sich die Geschichte wiederholen muss. Heute kommt mit der KI-Euphorie jedoch ein zusätzlicher Faktor hinzu: Große Techkonzerne investieren enorme Summen in künstliche Intelligenz, deren künftige Erträge die heutigen Investitionen und Bewertungen erst noch rechtfertigen müssen. Bleiben die erwarteten Cashflows hinter diesen Erwartungen zurück, können gerade hoch bewertete Unternehmen entsprechend stark unter Druck geraten.

Explodierende Staatsverschuldung wird zum Langzeitrisiko

Was zunächst nach einem Problem staatlicher Haushalte klingt, kann sich langfristig auch auf das Vermögen privater Anleger auswirken. Viele Staaten müssen nicht nur hohe Defizite finanzieren, sondern zugleich Anleihen aus der Niedrigzinsphase ersetzen, deren Refinanzierung inzwischen deutlich teurer geworden ist. Bleiben die Zinsen über längere Zeit auf einem hohen Niveau, wächst damit auch der Anteil der Staatseinnahmen, der für den Schuldendienst benötigt wird. Gerald Hörhan sieht darin ein strukturelles Problem, weil sich der finanzielle Spielraum der betroffenen Staaten zunehmend verengt.

Um ihre Haushalte zu entlasten, müssten Regierungen entweder Ausgaben reduzieren, höhere Finanzierungskosten dauerhaft tragen oder andere Wege finden, den Schuldendienst beherrschbar zu halten. Harte Sparprogramme hält Gerald Hörhan politisch für schwer durchsetzbar, während ein Zahlungsausfall erhebliche wirtschaftliche Folgen hätte. Er geht deshalb davon aus, dass Notenbankkäufe wieder an Bedeutung gewinnen könnten, wenn sich hoch verschuldete Staaten langfristig nicht mehr zu tragbaren Konditionen am Kapitalmarkt finanzieren können. In Europa blickt er dabei insbesondere auf Frankreich, wo aus seiner Sicht eine hohe Verschuldung mit wirtschaftlicher Schwäche und politischen Blockaden zusammentrifft.

Für private Anleger ist diese Entwicklung vor allem deshalb relevant, weil hohe Staatsschulden nicht zwangsläufig durch einen offenen Zahlungsausfall abgebaut werden müssen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Schulden über Jahre real an Wert verlieren, weil die Inflation über den Erträgen sicherer Geldanlagen liegt. Gerald Hörhan spricht in diesem Zusammenhang von finanzieller Repression. Wer einen großen Teil seines Vermögens in Bargeld oder niedrig verzinsten Anlagen hält, verliert dann nicht plötzlich Geld auf dem Konto, kann sich davon mit der Zeit aber immer weniger kaufen.

Mit Liquidität aus der Defensive kommen

Aus den wachsenden Risiken folgt für Anleger allerdings kein Grund zum panischen Ausstieg. Entscheidend ist vielmehr, wie sie auf eine mögliche Korrektur vorbereitet sind. Wer wenig Fremdkapital nutzt und genügend Liquidität besitzt, gerät bei fallenden Märkten nicht so schnell unter Verkaufsdruck. Gleichzeitig entsteht Handlungsspielraum, wenn andere Marktteilnehmer verkaufen müssen. Besonders deutlich zeigt sich das am Immobilienmarkt: Gerät ein Eigentümer durch eine auslaufende Finanzierung oder akuten Liquiditätsbedarf unter Druck, können Objekte zu Konditionen auf den Markt kommen, die während einer Boomphase kaum denkbar wären. Bei Aktien gilt ein ähnliches Prinzip, wobei ein niedrigerer Kurs allein ein Unternehmen noch nicht attraktiv macht. Gerald Hörhan achtet deshalb auf Geschäftsmodell, Cashflow, Verschuldung und Bewertung. Erst wenn die wirtschaftliche Substanz stimmt, wird aus dem Preisrückgang eine interessante Kaufgelegenheit.

Langfristig setzt Gerald Hörhan zudem auf harte Assets wie Gold, Bitcoin, werthaltige Immobilien in guten Lagen und solide Aktien. Wie sich diese Anlageklassen entwickeln, hängt allerdings vom jeweiligen Marktumfeld ab. Gold kann bei positiven Realzinsen unter Druck geraten, bei höherer Inflation jedoch als Schutz vor Kaufkraftverlust an Bedeutung gewinnen. Bitcoin bleibt deutlich zyklischer und schwankungsanfälliger. Entscheidend ist deshalb nicht die Suche nach dem einen Krisengewinner, sondern ein Portfolio, dessen Risiken Anleger auch in turbulenten Marktphasen finanziell tragen können.

Gerald Hörhan: Vorbereitung schafft Handlungsspielraum

Niemand kann zuverlässig bestimmen, wann die nächste Finanzkrise kommt oder ob die aktuellen Warnsignale tatsächlich in eine größere Korrektur münden. Für Gerald Hörhan liegt genau darin der entscheidende Punkt: Anleger sollten ihre Strategie nicht von einer einzelnen Prognose abhängig machen.

„Der zentrale Schutz vor großen Verlusten liegt in Vorsicht, Wissen, Liquidität, Diversifikation und dem Verzicht auf übermäßigen Leverage. Wer das beherzigt, muss keine Krise fürchten, sondern kann sie als Chance begreifen“, sagt Gerald Hörhan. Die Investmentpunk Academy vermittelt Wissen zu Investments, Marktmechanismen und Risikomanagement und unterstützt Anleger dabei, eigene Entscheidungen fundierter zu treffen.

Sie möchten sich auf mögliche Turbulenzen an den Finanzmärkten vorbereiten, Risiken besser einschätzen und auch in unsicheren Marktphasen fundierte Investmententscheidungen treffen? Dann melden Sie sich jetzt bei Gerald Hörhan von der Investmentpunk Academy GmbH (https://www.investmentpunk.com/) und vereinbaren Sie einen Termin!

Pressekontakt:

Investmentpunk Academy GmbH
Gerald B. Hörhan
E-Mail: support@investmentpunk.academy
Webseite: https://www.investmentpunk.com/

Original-Content von: Investmentpunk Academy GmbH, übermittelt durch news aktuell