
Die Uhr tickt. Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) verschärft die Europäische Union die Anforderungen an Verpackungen entlang ihres gesamten Lebenszyklus. Ziel ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und mehr Transparenz über Materialeinsatz, Recyclingfähigkeit und Nachhaltigkeit zu schaffen. Unternehmen müssen künftig deutlich genauer nachweisen können, welche Materialien in ihren Verpackungen enthalten sind, wie hoch Recyclinganteile ausfallen und ob alle regulatorischen Vorgaben erfüllt werden.
Für Verpackungsverantwortliche bedeutet das eine Herausforderung, die weit über Materialsubstitution oder Recyclingquoten hinausgeht. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Kennzeichnung, Dokumentation und Nachhaltigkeitsreporting.
Doch während über Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Compliance intensiv diskutiert wird, bleibt eine entscheidende Frage oft unbeantwortet:
Woher kommen eigentlich die Informationen, die dafür benötigt werden?
In vielen Unternehmen der Verpackungs- und Prozessindustrie liegen Produktdaten, Verpackungsspezifikationen, Artwork-Dateien und regulatorische Informationen in unterschiedlichen Systemen. Verpackungsentwicklung, Marketing, Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs und externe Agenturen arbeiten mit eigenen Datenständen. Die Folge sind Medienbrüche, Doppelpflege und ein hoher Abstimmungsaufwand.
Verpackung ist längst mehr als ein Packmittel
Verpackungen sind heute multifunktionale Produkte. Sie schützen Inhalte, transportieren Markenbotschaften, erfüllen gesetzliche Kennzeichnungspflichten und beeinflussen unmittelbar Nachhaltigkeitskennzahlen, Kostenstrukturen und Supply-Chain-Prozesse.
Gleichzeitig wächst die Komplexität kontinuierlich durch folgende Aspekte:
Neue Nachhaltigkeitsanforderungen
Länderspezifische Kennzeichnungsvorgaben
Steigende Berichtspflichten
Zunehmende Variantenvielfalt
Kürzere Innovationszyklen
Wer Verpackungen heute entwickelt, verwaltet nicht mehr nur Materialien und Spezifikationen. Es entsteht ein komplexes Zusammenspiel aus Produktinformationen, Verpackungsstrukturen, Grafiken, Freigaben und Compliance-Anforderungen.
Die größte Schwachstelle ist oft die fehlende Gesamtsicht
Viele Unternehmen verfügen zwar über leistungsfähige SAP-Systeme für Produkt- und Stammdaten. Verpackungen und Artwork werden jedoch häufig in separaten Applikationen, Netzlaufwerken oder Agenturportalen verwaltet.
Dadurch entstehen kritische Fragen:
Welche Verpackungsspezifikation ist die gültige?
Welches Artwork wurde freigegeben?
Welche Materialzusammensetzung wurde tatsächlich umgesetzt?
Welche Verpackungsversion befindet sich aktuell im Markt?
Besonders im Hinblick auf PPWR können solche Informationssilos zum Risiko werden. Denn Compliance ist nur so belastbar wie die zugrunde liegenden Daten. Fehlende Transparenz erschwert nicht nur Reportings, sondern auch die Nachweispflichten gegenüber Behörden, Kunden und Handelspartnern.
Was viele unterschätzen: SAP kann Produkt und Verpackung gemeinsam abbilden
Noch immer betrachten zahlreiche Unternehmen Verpackungen als eigenständiges Thema außerhalb der Produktentwicklung. Dabei ermöglichen moderne, SAP-basierte Ansätze eine durchgängige Verwaltung von Produkt-, Verpackungs- und Artwork-Daten in einem gemeinsamen Kontext.
Mit SAP Engineering Control Center | SAP ECTR lassen sich beispielsweise Verpackungsstrukturen, Materialinformationen, technische Dokumente und Artwork-Dateien direkt mit den zugehörigen Produkten verknüpfen. Statt isolierter Datensätze entsteht ein ganzheitlicher digitaler Informationsraum.
Der Vorteil: Alle Beteiligten arbeiten auf derselben Datenbasis.
Die Verpackungsentwicklung sieht Materialien und Spezifikationen. Regulatory Affairs greift auf die relevanten Compliance-Informationen zu. Marketing arbeitet mit den freigegebenen Artwork-Versionen. Qualitätsmanagement und Produktion können Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren.
Von der Datensammlung zur „Single Source of Truth“
Gerade unter den Anforderungen der PPWR wird die zentrale Verwaltung von Verpackungsinformationen zu einem Wettbewerbsvorteil.
Wer Verpackungsdaten strukturiert und konsistent verwaltet, profitiert von folgenden Vorteilen:
Höhere Datenqualität
Weniger manuelle Abstimmungen
Geringere Fehlerrisiken
Schnellere Freigabeprozesse
Bessere Vorbereitung auf Compliance- und Nachhaltigkeitsreporting
Effizienteres Variantenmanagement
Aus isolierten Datenbeständen wird eine belastbare „Single Source of Truth“ für sämtliche verpackungsrelevanten Informationen.
Fazit: PPWR macht Transparenz zur Pflicht
Die Diskussion rund um die PPWR wird häufig auf Recyclingquoten und Verpackungsmaterialien reduziert. Tatsächlich geht es jedoch um etwas Grundlegenderes: die Fähigkeit, Verpackungen über ihren gesamten Lebenszyklus transparent zu steuern.
Dafür reicht es nicht, Verpackung, Produkt und Artwork getrennt zu betrachten. Unternehmen benötigen eine integrierte Sicht auf alle relevanten Informationen und Prozesse.
Werden Verpackungsdaten heute bereits in SAP zusammengeführt, entsteht nicht nur die Basis für Compliance. Komplexität wird reduziert, Transparenz gewonnen und Innovationsprozesse werden beschleunigt, die künftig über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden.
Der richtige Weg hängt von der Ausgangssituation ab
Genau hier setzt die DSC Software AG mit ihrem SAP-basierten Ansatz für integratives Product Lifecycle Management (PLM) an.
Denn bevor Technologien ausgewählt oder Prozesse digitalisiert werden, ist ein ganzheitlicher Blick auf die bestehende System- und Prozesslandschaft entscheidend.
Fragen wie diese bestimmen den optimalen Lösungsansatz:
Welche SAP-Systeme sind bereits im Einsatz?
Werden beispielsweise Produktdaten heute in SAP, in Drittsystemen oder dezentral verwaltet?
Wie intensiv ist die Zusammenarbeit mit externen Agenturen und Verpackungslieferanten?
Welche regulatorischen Anforderungen müssen erfüllt werden?
Ist eine On-premise-, Cloud- oder Hybrid-Strategie für das Unternehmen vorgesehen?
Auf dieser Basis entwickelt DSC gemeinsam mit Unternehmen eine Zielarchitektur für das Packaging- und Artwork-Management. Dabei geht es nicht nur um die Einführung einer Lösung, sondern um die durchgängige Verknüpfung von Produktdaten, Verpackungsstrukturen, Artwork-Prozessen und Compliance-Anforderungen innerhalb der bestehenden SAP-Landschaft.
So entsteht eine zentrale Informationsbasis, auf die Entwicklung, Packaging, Marketing, Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs gleichermaßen zugreifen können. Die nächsten Schritte werden transparent definiert – von der Analyse der Datenlandschaft über die Auswahl des passenden Betriebsmodells bis hin zur Umsetzung einer skalierbaren Plattform für nachhaltiges Verpackungsmanagement.
Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob Unternehmen ihre Verpackungsdaten digitalisieren sollten. Sondern ob sie es sich angesichts von PPWR, wachsender Variantenvielfalt und steigender Compliance-Anforderungen noch leisten können, ohne eine durchgängige Sicht auf Produkt, Verpackung und Artwork zu arbeiten.
Mehr erfahren: https://dscsag.info/packaging
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Wir bei der DSC Software AG arbeiten leidenschaftlich daran, Menschen, Prozesse und Systeme zusammenzubringen. Unser Herz schlägt für Ihre Produktdaten.
Lassen Sie sich von unserer Faszination für Integration anstecken. Innovativ, menschlich und partnerschaftlich begleiten wir Sie bei der konkreten Umsetzung Ihrer Digitalisierungsstrategie: mit SAP als zentrale digitale Datenbasis für Ihre Geschäftsprozesse, ergänzt durch passgenaue Best-Practice-Lösungen.
Mit uns als langjährigem SAP-Partner haben Sie einen exzellent vernetzten und erfahrenen Wegbegleiter an Ihrer Seite. Über 1.100 Jahre PLM-Know-How verteilen sich auf das DSC-Team, das nur ein Ziel hat: die bestmögliche Lösung für Ihre individuellen Herausforderungen zu konzipieren. Damit Sie Ihre genialen Ideen noch schneller zu smarten Produkten machen können und zukunftsfähig bleiben.