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VKU zu Kabinettsentscheid Abwasserverordnung / Nutzung von Energiepotenzialen muss sich auch lohnen

Das Bundeskabinett hat heute einer Veränderung der
Abwasserverordnung zugestimmt. Die Verordnung enthält nun die
Vorgabe, dass kommunale Abwasseranlagen so errichtet und betrieben
werden, dass eine energieeffiziente Betriebsweise ermöglicht wird.
Eine weitere Steigerung der Energieeffizienz und damit die Reduktion
der Energiekosten sind aus Sicht der kommunalen
Wasser-/Abwasserwirtschaft anstrebenswert. Die Nutzung von
Energiepotenzialen sollte jedoch nur erfolgen, solange dies im
Einzelfall wirtschaftlich vertretbar ist.

„Wir begrüßen, dass das Bundeskabinett dies heute so aufgegriffen
hat“, so Michael Beckereit, Vizepräsident des Verbandes kommunaler
Unternehmen (VKU). Die kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorger
investieren bereits seit vielen Jahren in die Energieeffizienz: Über
90 Prozent der kommunalen Wasserwirtschaft hält die energetische
Optimierung ihrer wasserwirtschaftlichen Anlagen für wichtig oder
sehr wichtig und vor dem Hintergrund, dass Wasserver- und
Abwasserentsorgung ein bis zwei Prozent des Gesamtstromverbrauchs
unserer Städte ausmachen, auch für lohnend. „Die Ausschöpfung der
energetischen Potenziale ist ein wichtiges Ziel der kommunalen
Wasserwirtschaft. Hierfür muss jedoch auch zukünftig der Rahmen im
Erneuerbaren-Energien-Gesetz stimmen“, so Beckereit weiter.

Der VKU befürwortet ausdrücklich, dass die Bundesregierung die
ursprünglich vorgesehene gesetzliche Verpflichtung zur
Phosphorrückgewinnung aus Abwasser in der Verordnung gestrichen hat.
Beckereit: „Für die Phosphorrückgewinnung gibt es derzeit keine
wirtschaftlich einsetzbaren Techniken. Somit würde eine solche
Verpflichtung zu einer Steigerung der Kosten für die
Abwasserentsorgung und damit der Entgelte für den Verbraucher
führen.“ Notwendig ist zunächst eine öffentliche Förderung zur
Erforschung, Entwicklung und zu Beginn auch zum Betrieb von Verfahren
zur Phosphorrückgewinnung. Außerdem darf die bereits angekündigte
Klärschlammverordnung die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung nicht
wieder auf das Tablett heben.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 250.000 Beschäftigten
wurden 2011 Umsatzerlöse von rund 107 Milliarden Euro erwirtschaftet
und fast 10 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen
haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 45,9 Prozent in der
Strom-, 62,2 Prozent in der Erdgas-, 80,4 Prozent in der
Trinkwasser-, 63,1 Prozent in der Wärmeversorgung und 24,4 Prozent in
der Abwasserentsorgung.

Pressekontakt:
Geschäftsführer Kommunikation: Carsten Wagner
Fon: +49 30 58580-220
Mobil: +49 170 8580-220
Fax: +49 30 58580-107
carsten.wagner@vku.de

Pressesprecher: Stefan Luig
Fon: +49 30 58580-226
Mobil: +49 170 8580-226
Fax: +49 30 58580-107
luig@vku.de

Stv. Pressesprecherin: Elisabeth Mader
Fon: +49 30 58580-227
Mobil: +49 170 8580-227
Fax: +49 30 58580-107
mader@vku.de

Verband kommunaler Unternehmen e.V.
Invalidenstraße 91
10115 Berlin
www.vku.de

Weitere Informationen unter:
http://


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