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Walter Riester: „Beamte und Abgeordnete sollen in die Rentenversicherung einzahlen“

Walter Riester sieht Reformen bei der gesetzlichen
Rentenversicherung für unumgänglich: „Es führt kein Weg vorbei an
einer verpflichtenden Rentenversicherung für alle – einschließlich
Beamte, Abgeordnete und Minister“, sagte der frühere
Bundesarbeitsminister (SPD) auf einer Podiumsdiskussion der
Initiative „pro Riester“ im Rahmen der Hauptstadtmesse der Fonds
Finanz in Berlin. Dazu seien Änderungen im Steuerverfahren hilfreich:
„Ich bin der Auffassung, die Steuerrückerstattung für die
Altersvorsorge sollte zukünftig direkt auf das Zulagenkonto des
Kunden für die Altersvorsorge überwiesen werden.“

Der ehemalige Arbeitsminister hält die nach ihm benannte
Riester-Rente mit über 16 Millionen Nutzern weiterhin für ein
Erfolgsmodell. Aber Verbesserungen seien dringend geboten, gerade bei
der bürokratischen Beantragung der Zulagen. Walter Riester wies
darauf hin, dass damals SPD-Finanzminister Hans Eichel und er eine
Erstattung über die örtlichen Finanzämter wollten. Das sei jedoch am
Widerstand des Bundesrats gescheitert. „Wenn es bei der Zulagenstelle
bleibt, ist zwingend eine Verfahrensvereinfachung nötig, um Kosten
für die Anbieter zu senken und die Akzeptanz beim Kunden zu erhöhen.“

Dr. Dirk Ulbricht, Direktor des Instituts für
Finanzdienstleistungen in Hamburg, wies in der Diskussion darauf hin,
dass gerade überschuldete Menschen oft auf eine Riesterrente
verzichten würden. „Für den Vertrieb sind 60-Euro-Verträge in armen
Haushalten nicht profitabel. Die Riesterrente kann ihr Ziel der
Armutsbekämpfung hier nicht erreichen. Ein Standardvertrag mit der
Möglichkeit, eine Alternative wahrzunehmen (opt-out), wäre eine
mögliche Lösung.“

Joachim Haid, Mitbegründer der Initiative pro Riester, sagte: „Die
Verbraucher werden durch unsachgemäße öffentliche Kritik stark
verunsichert.“ Er zeigte anhand von Beispielrechnungen auf, dass die
Kritik an angeblich wenig lukrativen Verträgen unzutreffend sei.
„Eine Riester-Kalkulation geht auch auf einem Bierdeckel.“

Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische,
forderte auf der Veranstaltung: „Wir müssen erreichen, dass alle
Menschen in Deutschland Altersvorsorge betreiben. Dazu bedarf es
Aufklärung und Beratung. Die fatale Nullzinspolitik führt
zwangsläufig dazu, dass die Beitragsgarantien bei der Riester-Rente
flexibilisiert werden müssen – und zwar jetzt.“

Pressekontakt:
Pressestelle der Unternehmensgruppe die Bayerische
für die Initiative „pro Riester“
Wolfgang Zdral, Thomas-Dehler-Straße 25, 81737 München,
Telefon (089) 6787-8258, Telefax (089) 6787-718258
E-Mail: presse@diebayerische.de, Internet: www.diebayerische.de

Original-Content von: die Bayerische, übermittelt durch news aktuell

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