Welttag des Sehens: Nach vorne schauen – neue Wege zum Augenlicht / Innovationen wie Handy-Apps für bessere Gesundheitsversorgung

36 Millionen Menschen weltweit sind blind,
217 Millionen sehbehindert. Das sind mehr als die Einwohner
Deutschlands, Spaniens, Frankreichs und Italiens zusammengerechnet.
Die meisten leben in Entwicklungsländern. 75 Prozent von ihnen haben
eine Sehschwäche, die behandelt werden könnte. Das Problem: Gerade in
den Armutsregionen der Welt fehlen Ärzte und den Betroffenen das Geld
für die Untersuchung und Behandlung. Innovationen können hier helfen.
Und mit genau solchen Technologien arbeiten das Deutsche Komitee zur
Verhütung von Blindheit (DKVB) und die Christoffel-Blindenmission
(CBM). Zum Welttag des Sehens am 10. Oktober weisen die beiden
Hilfswerke auf die Bedeutung von augenmedizinischen Neuerungen hin,
um in Entwicklungsländern Erblindungen vorzubeugen.

Schnelle Tests dank Smartphone-App

Geoffrey aus Simbabwe ist elf Jahre alt und hat nie gesehen, was
der Lehrer an die Tafel schrieb. Doch ihm konnte geholfen werden: Mit
einer Smartphone-App hat die CBM seine Sehschwäche erkannt. Mit
dieser App lassen sich Reihen-Sehtests schnell durchführen – auch von
Nicht-Medizinern. Das entlastet die wenigen vorhandenen Ärzte und
macht es möglich, dass die Menschen vor Ort untersucht werden.

Denn Geoffrey hatte zwar Probleme in der Schule, das wussten auch
seine Eltern. Sie hatten aber kein Geld für einen Arztbesuch und
keine Ahnung, wie einfach ihm geholfen werden konnte. Bei der
Reihenuntersuchung durch den lokalen Partner der CBM wurde Geoffrey
vorgetestet. Dafür musste er nur wie immer in die Schule gehen. Dort
haben Krankenschwestern mit dem Handy die klinisch validen Sehtests
durchgeführt. Auf diese Weise kann eine einzige Person bis zu 200
Menschen am Tag vortesten.

Geoffrey wurde mit seiner Sehschwäche an einen Optiker überwiesen,
der seine Augen genauer unter die Lupe nimmt. Die Neuigkeiten sind
großartig: Der Junge braucht nur eine Brille – und auch hier kann der
lokale Partner der CBM helfen. Heute erkennt der Schüler alles auf
der Tafel und kann in eine rosigere Zukunft schauen.

Deutschlandweite Aktionskampagne vom 8. bis 15. Oktober

Nach vorne schauen – neue Wege zum Augenlicht heißt auch das
Motto, unter dem das DKVB und die CBM in der Woche des Sehens aktiv
sind. Gemeinsam informieren sie über die Ursachen und die Behandlung
von Augenerkrankungen weltweit. Beide Organisationen unterstützen in
Entwicklungsländern Augenkliniken, mobile Untersuchungen und die
Ausbildung von einheimischen Ärzten.

Getragen wird die Woche des Sehens von der CBM, dem Deutschen
Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte
Deutschlands, dem DKVB, der Deutschen Ophthalmologischen
Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in
Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird
sie zudem von der Aktion Mensch und von ZEISS. Mehr unter
www.woche-des-sehens.de.

Presse-Service: Pressebilder und Pressetexte unter
www.woche-des-sehens.de/presse

Pressekontakt:
Ulrike Loos
Mail: ulrike.loos@cbm.de
Tel.: 06251 / 131-192

Original-Content von: Woche des Sehens, übermittelt durch news aktuell

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