
Die Warenwirtschaft braucht Windows. Die Buchhaltung ebenfalls. Und die seit Jahren bewährte Branchenlösung gibt es ohnehin nur für das Microsoft-Betriebssystem. Für viele Unternehmen scheint damit auch die Entscheidung über die Arbeitsplätze gefallen: Wo diese Anwendungen benötigt werden, muss ein Windows-PC stehen.
Doch diese Schlussfolgerung lohnt eine Überprüfung. Eine Anwendung, die unter Windows ausgeführt werden muss, benötigt nicht zwangsläufig auch Windows auf dem Endgerät des Mitarbeiters. Läuft die Software auf einem zentralen Windows-System oder einem dafür vorgesehenen Firmen-PC, lässt sich der Zugriff über eine geeignete Lösung im Browser bereitstellen. Damit werden Linux-PCs, Chromebooks und MacBooks auch für Arbeitsplätze interessant, an denen Windows-Fachanwendungen zum Alltag gehören.
Für mittelständische Unternehmen eröffnet das eine praktische Möglichkeit: vorhandene Software weiterverwenden und gleichzeitig die Ausstattung der Arbeitsplätze neu gestalten.
Die laufenden Kosten entscheiden
Beim Vergleich von Arbeitsplatzrechnern fällt der Blick häufig zuerst auf den Kaufpreis. Im täglichen Betrieb entstehen jedoch weitere Kosten: Geräte müssen eingerichtet, Anwendungen installiert, Updates verteilt, Fehler untersucht und Ersatzrechner bereitgestellt werden. Je individueller die lokale Softwareausstattung ausfällt, desto größer kann der Betreuungsaufwand werden.
Ein wesentlicher Ansatzpunkt ist deshalb die Frage, welche Software tatsächlich auf jedem Endgerät installiert sein muss. Wird eine Fachanwendung zentral bereitgestellt, entfällt ihre lokale Installation auf den zugreifenden Geräten. Aktualisierungen und Konfigurationsänderungen erfolgen auf den ausführenden Systemen. Beim Austausch eines Endgeräts muss diese Anwendung dort nicht erneut eingerichtet werden.
Die Administration verschwindet dadurch nicht. Sie konzentriert sich jedoch stärker auf eine definierte Anwendungsumgebung. Am Arbeitsplatz kann eine schlankere Ausstattung ausreichen, die sich einfacher vereinheitlichen und betreuen lässt.
Linux und Chromebook machen andere Arbeitsplatzkonzepte möglich
Ein Linux-PCkann eine wirtschaftliche Alternative sein, wenn die benötigten Aufgaben mit Browseranwendungen und geeigneter lokaler Software abgedeckt werden. Unter passenden Voraussetzungen lässt sich auch vorhandene Hardware weiterverwenden. Voraussetzung für einen verlässlichen Betrieb sind unterstützte Geräte, eine gepflegte Betriebssystemumgebung und ein Dienstleister oder eine interne IT mit entsprechender Erfahrung.
Chromebooks verfolgen einen stark auf browsergestütztes Arbeiten ausgerichteten Ansatz. Für Arbeitsplätze mit klar definierten Aufgaben kann das die Bereitstellung und Betreuung vereinfachen. Verwaltungsfunktionen, Supportlaufzeiten der Geräte und gegebenenfalls erforderliche Managementlizenzen gehören dabei in die Planung.
Die bisherige Hürde ist häufig dieselbe: Eine unverzichtbare Windows-Anwendung passt nicht in das neue Arbeitsplatzkonzept. Genau hier kann die zentrale Bereitstellung ansetzen. Die Anwendung läuft weiterhin in ihrer vorgesehenen Windows-Umgebung, während die Bedienung über den Browser erfolgt.
Ein Unternehmen muss seine bewährte Warenwirtschaft somit nicht allein deshalb ersetzen, weil es an geeigneten Arbeitsplätzen auf Linux oder ChromeOS setzen möchte.
Auch das MacBook bekommt seinen Platz
Nicht jede Geräteentscheidung wird vom niedrigsten Anschaffungspreis bestimmt. Manche Beschäftigte bevorzugen ein MacBook, arbeiten bereits mit macOS oder benötigen es für andere Aufgaben. Eine einzelne Windows-Fachanwendung kann dann zusätzlichen Aufwand verursachen: Ein weiterer Rechner wird bereitgestellt oder eine lokale Windows-Umgebung eingerichtet und gepflegt.
Ein browserbasierter Zugriff eröffnet eine weitere Möglichkeit. Die benötigte Windows-Anwendung bleibt auf dem dafür vorgesehenen Unternehmenssystem und wird vom MacBook aus bedient. Eine zusätzliche lokale Windows-Installation kann für diesen Anwendungsfall entfallen.
Damit lässt sich ein hochwertiger, individuell gewünschter Arbeitsplatz mit bestehenden betrieblichen Anwendungen verbinden. Ob Linux-PC, Chromebook oder MacBook: Die Auswahl kann sich stärker danach richten, was der Mitarbeiter tatsächlich benötigt und womit er sinnvoll arbeitet.
Kyvion Secure Access verbindet Endgeräte und Windows-Anwendungen
Kyvion Secure Access, kurz KSA, ermöglicht den Zugriff auf bereitgestellte Windows-Desktops und entsprechend konfigurierte einzelne Anwendungen über einen HTML5-fähigen Browser. Auf dem zugreifenden Endgerät ist dafür keine zusätzliche KSA-Clientinstallation erforderlich.
Die Anwendung selbst wird weiterhin auf dem jeweiligen Windows-System ausgeführt. Eine bestehende Desktopanwendung muss dafür nicht zu einer Webanwendung umgebaut werden. Je nach Einsatzszenario erfolgt der Zugriff auf einen Firmen-PC, eine zentrale Desktopumgebung oder eine als RemoteApp bereitgestellte Anwendung.
Für Unternehmen bedeutet das: Die Windows-Umgebung bleibt dort bestehen, wo sie für den Betrieb der Software gebraucht wird. Am Arbeitsplatz entsteht mehr Spielraum bei der Wahl des Betriebssystems und der Hardware.
Die zentrale Ausführung kann außerdem dazu beitragen, lokale Kopien betrieblicher Daten zu reduzieren. Welche Übertragungsmöglichkeiten benötigt werden, lässt sich passend zum Arbeitsplatz festlegen. Zwischenablage, Dateiübertragung oder Laufwerkszugriffe sollten dabei bewusst freigegeben werden. Auch ein Browserarbeitsplatz benötigt weiterhin Updates, sichere Benutzerkonten und eine angemessene Absicherung des Endgeräts.
Wirtschaftlichkeit braucht eine vollständige Rechnung
Nicht jeder Arbeitsplatz eignet sich gleichermaßen für dieses Konzept. Spezielle USB-Geräte, besondere Druck- und Scanprozesse, grafikintensive Anwendungen oder die notwendige Arbeit ohne Netzwerkverbindung können andere Anforderungen stellen. Entscheidend sind die tatsächlich benötigten Funktionen und ein Praxistest mit der jeweiligen Anwendung.
Auch die Kosten müssen vollständig betrachtet werden. Neben dem Endgerät gehören die zentrale Infrastruktur, deren Betrieb, die Zugriffslösung und die erforderlichen Microsoft- und Anwendungslizenzen in die Kalkulation. Der Zugriff über den Browser ersetzt keine Lizenzprüfung.
Besonders interessant kann das Modell sein, wenn geeignete Windows-Systeme bereits vorhanden sind und viele Arbeitsplätze ähnliche Aufgaben erfüllen. Dann lässt sich konkret vergleichen, wie sich lokale Installationen, Einrichtungszeiten, Supportaufwand und Gerätewechsel durch eine zentrale Bereitstellung verändern.
Pauschale Einsparversprechen helfen dabei wenig. Aussagekräftiger ist die Frage, welche laufenden Arbeiten im eigenen Unternehmen entfallen, einfacher werden oder an zentraler Stelle gebündelt werden können.
Bewährte Software, mehr Auswahl am Arbeitsplatz
Unternehmen müssen sich nicht überall für dasselbe Endgerät entscheiden. Ein standardisierter Browserarbeitsplatz kann für die Auftragsbearbeitung sinnvoll sein, ein Linux-PC für andere Büroaufgaben und ein MacBook für Beschäftigte mit entsprechenden Anforderungen oder Präferenzen.
Mit einer geeigneten Bereitstellung können diese Geräte auf dieselben benötigten Windows-Anwendungen zugreifen. Das schafft Raum für eine Arbeitsplatzstrategie, die vorhandene Softwareinvestitionen berücksichtigt und zugleich Kosten, Betreuung und Benutzerbedürfnisse zusammenführt.
Kyvion unterstützt Unternehmen dabei, solche Einsatzmöglichkeiten mit Kyvion Secure Access zu prüfen. Ausgangspunkt sind die vorhandenen Anwendungen und die konkreten Arbeitsabläufe. Daraus ergibt sich, wo ein schlankerer Arbeitsplatz wirtschaftlich sinnvoll ist und wo ein MacBook die passende Wahl sein kann.
Windows bleibt dort, wo die Anwendung es benötigt. Welches Gerät auf dem Schreibtisch steht, lässt sich neu entscheiden.
