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Adressen kaufen nach der DSGVO / Wie haben Adresshändler wie Address-Base reagiert?

Die DSGVO hat unter Unternehmen große Besorgnis
ausgelöst. Nur bei Adresshändlern scheint sich nicht viel geändert zu
haben. So bietet auch die Address-Base GmbH & Co. KG
(https://www.address-base.de) weiterhin Adressen zum Kauf an. Ist
diese Firma ein Einzelfall oder ist Adresshandel nach wie vor legal?

Inzwischen gab es europaweit verschiedene Urteile zum Thema DSGVO.
Die Bußgelder sind sehr unterschiedlich ausgefallen – von 20.000 Euro
gegen das deutsche Onlineportal Knuddels bis zu 50 Millionen Euro
Strafe gegen Google. Dabei wurde Googles Verstoß gegen das Gebot der
Transparenz als wesentlich schlimmer bewertet als Knuddels– Verstoß
gegen ein sicheres Speicherformat für Passwörter.

Die meisten Adressanbieter haben sich genau wie Address-Base auf
Firmenadressen eingeschränkt, um DSGVO-konform zu handeln. Die
Deutsche Post bietet aber nach wie vor auch Consumer Adressen, also
Privatadressen, zum Kauf an. Grundlage dafür sind in der DSGVO der
Erwägungsgrund 47, der Direktmarketing als berechtigtes Interesse
benennt und der Artikel 6 Absatz f), der eine Einwilligung dann
unnötig macht, wenn ein berechtigtes Interesse das Interesse des
betroffenen überwiegt.

„Solange es kein Grundsatzurteil gibt, das die tatsächliche
Auslegung der für den Adresshandel relevanten Abschnitte der DSGVO
aufzeigt, werden weiterhin Adressen verkauft, Privatadressen wie
Firmenadressen. Natürlich werden sämtliche sonstigen Auflagen der
DSGVO, wie z.B. gewünschte Löschungen oder sehr detaillierte
Auskunftsersuchen, erfüllt. Aber unser Geschäftsmodell, also den
Verkauf von Firmenadressen, wollen wir nicht einstellen“, so Robert
Hoppe, Geschäftsführer von Address-Base.

Auch der Verkauf von Firmenadressen ist nicht ganz eindeutig
geregelt. Die DSGVO entbindet zwar juristische Personen und
Kontaktdetails selbiger explizit von ihrem Schutz, aber der weit
größere Teil deutscher Firmen, also z.B. Selbständige, Ärzte oder
Handwerker, zählt nicht als juristische Person. Damit könnten
Kontaktdetails solcher Unternehmen als personenbezogene Daten gelten.

Die DSGVO wurde entwickelt, um etwas gegen Großkonzerne in der
Hand zu haben. Das verhältnismäßig milde Urteil gegen Knuddels
scheint dies zu bestätigen. Das Team von Address-Base ist
zuversichtlich, dass Adresshandel auch zukünftig auf legalem Weg
möglich sein wird. Nicht nur Adresshändler, sondern auch
Werbeagenturen, Druckereien und jedes werbende Unternehmen wären
sonst betroffen.

Auch weil die deutsche Rechtsprechung mit dem BDSG und dem UWG
bereits vor der DSGVO sehr strenge Auflagen für den Adresshandel
vorgesehen hat, sehen deutsche Unternehmen dieser Sparte keinen
akuten Änderungsbedarf.

Pressekontakt:
Address-Base GmbH & Co. KG
Robert Hoppe
Ettishofer Straße 10c
88250 Weingarten

Telefon: +49 751 56 84 97 77
Telefax: +49 751 56 84 97 99

E-Mail: presse@address-base.de
Internet: https://www.address-base.de

Pressekontakt: Anett Witke, anettwitke@address-base.de

Original-Content von: Address-Base GmbH & Co. KG, übermittelt durch news aktuell

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