Widgetized Section

Go to Admin » Appearance » Widgets » and move Gabfire Widget: Social into that MastheadOverlay zone

Ausbildungsstart in der Pflege: Wer ausbildet, darf nicht der Dumme sein. / bpa kritisiert Nachteile für ausbildende Pflegedienste und Heime in Brandenburg

Das aktuelle System der Ausbildungsfinanzierung in
der brandenburgischen Pflege bestraft die Unternehmen, die sich um
den Fachkräftenachwuchs bemühen. Das kritisiert die Landesgruppe des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa). „Wer
sich für die Zukunft der pflegerischen Versorgung engagiert und
Azubis beschäftigt, ist am Ende der Dumme, weil er seinen Kunden
diese Kosten zusätzlich in Rechnung stellen muss“, erläutert die
brandenburgische bpa-Landesvorsitzende Ellen Fährmann.

Die Ausbildung stellt damit einen deutlichen Nachteil für die
Unternehmen dar, weil Pflegebedürftige und der Angehörige natürlich
Preise vergleichen. Das weiß auch Pflegeunternehmerin Simone Leske
aus Eisenhüttenstadt. Sie hat zum jetzt beginnenden neuen
Ausbildungsjahr trotzdem zwei Azubis eingestellt. „Ausbildung ist
wichtig. Früher oder später kann jeden – auch meine Angehörigen oder
mich selbst – Pflegebedürftigkeit treffen. Deswegen engagiere ich
mich schon heute, um mir auch um die Zukunft meiner eigenen Pflege
keine Sorgen machen zu müssen.“ Die Kosten für die Ausbildung muss
sie bei ihren Kunden dennoch immer wieder besonders begründen.

„Unsere Mitgliedsunternehmen wünschen sich schon jetzt und nicht
erst in ein paar Jahren eine Ausbildungsumlage, wie es sie in vielen
anderen Bundesländern bereits gibt“, sagt die bpa-Landesvorsitzende
Fährmann. Damit werden die Kosten für den Fachkräftenachwuchs auf
alle Heime und Pflegedienste umgelegt. In Nordrhein-Westfalen
beispielsweise konnte die Zahl der Ausbildungsstellen in der Pflege
damit innerhalb weniger Jahre verdoppelt werden.

Schon heute gäbe es in Brandenburg Versorgungsengpässe und das
Land habe in den nächsten Jahren die bundesweit am stärksten
ansteigende Zahl von Pflegebedürftigen. Das könne nur mit tausenden
zusätzlichen Pflegefachkräften bewältigt werden, gibt Fährmann zu
bedenken. „Dazu brauchen wir entsprechend viele Ausbildungsstellen.
Ein System, das die Ausbildungsunternehmen benachteiligt, können wir
uns nicht leisten.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
300 in Brandenburg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Sabrina Weiss, bpa-Landesbeauftragte Brandenburg,
Tel.: 0331/97 92 33 70, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

Sie muessen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben Einloggen


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis