Rheinische Post: Aufschwung ohne
Steuersenkungen

Kommentar Von Birgit Marschall

Die Nachricht vom außerordentlich hohen
Wachstum der deutschen Wirtschaft ist kaum ins öffentliche
Bewusstsein gedrungen, da überschlagen sich die Politiker schon mit
Vorschlägen, wie die zu erwartenden konjunkturbedingten
Steuermehreinnahmen zu verteilen sind. Bei 1,7 Billionen Euro
Staatsschulden und einem Bundesdefizit im laufenden Jahr von 65
Milliarden Euro, dem höchsten in der Nachkriegszeit, sind das kühne,
wenn nicht sogar fahrlässige Manöv

Händelstadt Halle will IT-Branche in der Region mit Förderung des Portals ITmitte.de stärken

Händelstadt Halle will IT-Branche in der Region mit Förderung des Portals ITmitte.de stärken

(Halle, 11.08.2010) Die größte Stadt Sachsen-Anhalts unterstützt das Portal www.ITmitte.de tatkräftig als Förderer. Halle, die traditionsreiche Universitäts- und Händelstadt ist ein leistungsstarker Wirtschafts- und Forschungsstandort mit Sitz der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften, und der Bundeskulturstiftung. Forschung und Wirtschaft garantieren hier einen optimalen Technologietransfer. Die bevöl

Mitteldeutsche Zeitung: zu Linkspartei und Ernst

Die Partei war von Beginn an mit Ernst unzufrieden:
Er erhielt auf dem Parteitag in Rostock 74,9 Prozent der Stimmen –
seine Co-Chefin Gesine Lötzsch 92,8 Prozent. Die Ost-Linken warfen
Ernst vor, den Geschäftsführer Dietmar Bartsch gemobbt zu haben. Dass
Ernst trotzdem gewählt wurde, war eine Versöhnung nach dem Motto:
"Vergib deinen Feinden, aber vergiss ihre Namen nicht." Es spricht
viel dafür, dass die Führungsquerelen des Frühjahres wie

RNZ: Folgen der Flut – Kommentar zu Pakistan

Es ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe,
die sich derzeit im Nordwesten Pakistans abspielt. Auch die
politischen Folgen der Flut könnten verheerend sein. Pakistan taumelt
seit Jahren von einer Krise zur nächsten. Die Wirtschaft liegt am
Boden, der religiöse Extremismus nimmt zu und schon vor der Flut
sorgten zahlreiche Selbstmorde verarmter Familien für Aufsehen. Die
Regierung gilt als korrupt und unfähig und hat in weiten Teilen des
Landes jeglichen Kred

Südwest Presse: Kommentar zu Stuttgart 21

Die parlamentarischen Mehrheiten haben entschieden.
Die Planfeststellungen sind erfolgt. Die Gerichte waren befasst. Die
Ziele wurden dargelegt, die Effekte für Ökologie, Ökonomie und
Zukunftsperspektiven abgeklopft. Und doch wächst bei den Gegnern des
Großprojektes Stuttgart 21 die Empörung, als solle Atommüll am
Hauptbahnhof vergraben werden. Was ist los im Musterländle, fragt
sich die Republik. Kein Argument allein jedenfalls scheint den Grad
de

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Stuttgart 21:

Stuttgart 21 kostet sehr viel Geld. Die Deutsche
Bahn ist nicht gewillt, diese Last alleine zu tragen. Zumal dann
nicht, wenn die interne Wirtschaftlichkeitsberechnung in die roten
Zahlen rutscht. Das drohende Aus für Stuttgart 21 vor Augen, haben
Land und Stadt deshalb 2001 tief ins Portemonnaie gegriffen, um das
Projekt zu retten. Das Land erteilte der Bahn einen Großauftrag, und
die Landeshauptstadt kaufte Bahn-Grundstücke im Voraus. Dabei hat
sich niemand bereichert. Ke

Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zur Debatte um die Rente mit 67:

Wer die Debatten verfolgt, könnte meinen,
die Rente mit 67 komme wie ein Tsunami über die Gesellschaft. Dabei
soll 2012 lediglich ein Prozess eingeleitet werden, der sein Ziel
nicht vor 2029(!) erreicht. Bis dahin wird der demographische Faktor,
der ja der Operation zu Grunde liegt, noch stärker wirken als heute.
Aber bis dahin sollte es doch möglich sein, die Beschäftigungschancen
der über 55-Jährigen weiter zu verbessern, wie auch über Ausnahmen
ohn

Westdeutsche Zeitung: Duisburg =
von Wolfgang Radau

Die Stadt Duisburg und die Menschen in Duisburg
haben es schwer. In den vergangenen Jahrzehnten ist aus ihrer
blühenden Industriestadt eine Problemstadt geworden – mit hoher
Arbeitslosigkeit, mit Kaufkraftverlust, mit Bevölkerungsrückgang.
Seit dem 24. Juli sehen sich die Duisburger nun ganz unten: Die
Loveparade, als Leuchtturm gedacht mit der Botschaft: "Sehr her, wir
in Duisburg…!" ist zum größten Unglück der Stadt nach dem Krieg
geraten. Duisb

Neue Westfälische (Bielefeld): Atompolitik
Absurd
CARSTEN HEIL

Schon in wenigen Wochen soll ein Konzept zur
künftigen Atompolitik in Deutschland auf dem Tisch liegen. Vieles
deutet darauf hin, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung den im Jahr
2000 zwischen Rot-Grün und den Energieversorgern geschlossenen
Atomkonsens verändern wird. Die Laufzeiten der Meiler sollen
verlängert werden. Da müsste die Atomindustrie doch jubeln, denn mit
den alten abgeschriebenen Kernkraftwerken ließe sich prima Geld
verdienen. Doch das wei&s

Neue Westfälische (Bielefeld): Täuschung bei Loveparade-Besucherzahlen
Unfassbar
HUBERTUS GÄRTNER

Ein Stadtoberhaupt stellt die Wahrheit auf den
Kopf und lässt sich vor den Karren eines Veranstalters spannen. Ganz
bewusst werden vor einem Großereignis völlig überhöhte Besucherzahlen
publiziert um die Marketing-Maschine und damit das Geschäft so
richtig in Gang zu bringen. Am Ende gibt es 21 Tote, die in einer
Massenpanik in und vor einem engen Tunnel niedergetrampelt werden.
Zwar vermag niemand zu sagen, dass die Täuschung des
Oberbürgermeisters