Mitteldeutsche Zeitung: zum Euro

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds schlägt
Alarm: Der Politik blieben weniger als drei Monate, um den Euro zu
retten, warnt die Französin Christine Lagarde. Ist das alarmistisch?
Nein. Wahrscheinlich sind drei Monate extrem optimistisch. Schon seit
Monaten zahlt der deutsche Staat am Kapitalmarkt kaum noch Zinsen.
Warum? Nein, nicht, weil die deutschen Staatsschulden so solide sind.
Sondern weil die internationalen Geldvermögensbesitzer Angst vor dem
Zerfall des

WAZ: Nur noch schnell die Mails checken. Kommentar von Ulf Meinke

Mancher, der sich ein Diensthandy oder ein
Smartphone als Statussymbol ersehnt hat, mag es heute verfluchen:
Dauernd diese Mails am Abend! Muss das denn sein? Na ja, es könnte
doch eine wichtige Nachricht dabei sein. "Muss nur noch kurz die Welt
retten… Noch 148 Mails checken", singt der Berliner Musiker Tim
Bendzko – und trifft damit den Zeitgeist. Ein Handy zu besitzen, das
war einmal Luxus. Heute ist privilegiert, wer es sich leisten kann,
stundenlang nicht erreichbar z

Private Altersvorsorge: Absicherung zwingend notwendig – passende Vorsorgeart entscheidend!

Private Altersvorsorge: Absicherung zwingend notwendig – passende Vorsorgeart entscheidend!

Deutschland ist ein alterndes Land. Wenn die Babyboomer, die Menschen, die um 50 Jahre herum alt sind, in absehbarer Zeit in den Ruhestand treten, wird der Kampf um die Renten erst richtig losgehen. Es fehlt einfach die Jugend, welche die künftigen Senioren unterstützen soll, und da helfen auch die Rufe nach Zuwanderung nicht viel. Der schöne Generationenvertrag, der nach dem Krieg geschlossen wurde, ist in dieser Form mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr erfüllbar.

Mitteldeutsche Zeitung: zu Autobahnstaus um Halle

Die Autobahn 14 wird bei Halle nicht nur wie schon
so oft für einige Stunden, sondern für mehrere Tage voll gesperrt.
Die Folgen sind fatal. Der Verkehr muss sich entweder durch das
Nadelöhr Halle oder aber über kleine Straßen im Saalekreis quälen.
Dies ist eine unerträgliche Belastung für Anwohner und Autofahrer
gleichermaßen. Innen- und Verkehrsministerium in Magdeburg ist es
bislang nicht gelungen, im Havariefall eine leistungsf&aum

WAZ: Richard Wagner und Israel. Kommentar von Ulrich Reitz

Schrecklicher Mann, begnadete Musik. Mit diesem
Argument hat der israelische Wagner-Freund Jonathan Livny versucht,
Hitlers Lieblingskomponisten auf die heimische Bühne zu bringen. Er
ist gescheitert. Aber er will weitermachen. Man wird weiter von Livny
hören, auch solche Argumente wie dieses: Die Israelis schätzten
Hitlers Lieblings-Automarke (Mercedes), weshalb sollten sie seinen
Lieblingskomponisten verschmähen? Daniel Barenboim, der vor zehn
Jahren in Israel mit ein

NRZ: Ganze Macht, ganze Verantwortung – Kommentar zur NRW-Koalition von Theo Schumacher

Die spendablen Jahre sind vorbei. 2010 zog Hannelore
Kraft mit der großzügigen Ansage in die Staatskanzlei, eine Milliarde
Euro mehr für Kinder, Kommunen und Bildung auszugeben. Jetzt muss
sich Rot-Grün zur Auflage machen, den Haushalt um die gleiche Summe
zu entlasten. Die Schuldenbremse lässt ihnen keine Wahl. Das
Koalitionspapier, immerhin 200 Seiten dick, beschreibt Wege zu diesem
Sparziel nur vage. SPD und Grüne werden ihre kostspielige Politik der
Vorsorge

Mittelbayerische Zeitung: Solidarität lebt Kommentar zu Russland

Das Gute an der negativen Entwicklung in
Russland in den vergangenen Monaten und Tagen ist die Solidarität,
die im Land wieder auflebt. Nach Jahren, in denen die Menschen dem
Geld hinterher gehetzt sind, entdecken sie wieder den Zusammenhalt
und welche Macht dieser entfalten kann. In Moskau, dieser harten,
egoistischen Stadt, treffen sich wildfremde Menschen zu Demos oder
Spaziergängen, um für ihre Rechte einzustehen. Auch die drakonischen
Geldstrafen, die ihnen durch das n

NRZ: Einfach mal abschalten – Kommentar von Thomas Rünker

Vor nicht einmal 15 Jahren war der Angestellte
einfach weg, wenn er Feierabend hatte. Das Festnetz-Telefon war nur
etwas für Notfälle – ansonsten hatte man Ruhe voreinander. Heute
verlassen viele Mitarbeiter mit dem Feierabend nur noch physisch ihr
Büro. Die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmt, denn
tatsächlich stehen sie Chef und Kollegen dank Handy und Smartphone,
das Dienst-E-Mails sogar in die Kneipe schickt, ständig zur
Verfügung. Einige f