Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Protest gegen das Asylbewerberheim in Berlin-Hellersdorf

Ob eine Straße gebaut wird oder ein Windrad, ein
Kindergarten oder ein Heim für Behinderte: Fast jedes Projekt
provoziert heute nachbarschaftlichen Protest. Und dennoch müssen
Aktionen vor Asylbewerberheimen wie derzeit in Berlin und vor einigen
Monaten in Bielefeld besonders behandelt werden. Wer die Bilder von
mutmaßlichen Giftgasangriffen in Syrien gesehen hat, kann vielleicht
abschätzen, welches Leid Flüchtlinge durchmachen. Wer einen Bericht
von Amnesty

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Mubarak

Die Freilassung Hosni Mubaraks ist kein
Freispruch. Der 85-Jährige steht ab jetzt unter Hausarrest. Der
Prozess gegen ihn wird fortgesetzt. Die Richter haben lediglich
entschieden, was ihnen die ägyptische Strafprozessordnung
vorschreibt: Nach der darf ein Verdächtiger maximal zwei Jahre in
Untersuchungshaft genommen werden. Danach ist er freizulassen und
unter Hausarrest zu stellen, unabhängig vom Stand der Ermittlungs-
und Gerichtsverfahren. Die Islamisten schlachten

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Neue Feindseligkeit gegen Asylbewerber Erbärmlich MATTHIAS BUNGEROTH

Heute vor genau 21 Jahren begannen die
rassistischen Ausschreitungen gegen Asylbewerberheime im Rostocker
Stadtteil Lichtenhagen. Sieht man die Bilder der aggressiven Stimmung
am neu eingerichteten Asylbewerberheim in Berlin-Hellersdorf, ist die
Erinnerung an die Ereignisse von damals nicht weit. Doch:
Lichtenhagen darf sich nicht wiederholen. Vom Mob der Straße durch
Fenster geworfene Molotowcocktails hatten in Rostock Wohnungen in
Brand gesetzt, in denen sich schutzlose Menschen bef

Sennheiser expandiert und eröffnet Vertriebstochter in Australien und Neuseeland (BILD)

Sennheiser expandiert und eröffnet Vertriebstochter in Australien und Neuseeland (BILD)

Zum 2. September 2013 übernimmt der Audiospezialist Sennheiser
electronic GmbH & Co. KG das Geschäft der Syntec International und
gründet in Australien und Neuseeland eine eigene
Vertriebstochtergesellschaft, die Sennheiser Australia Pty Ltd. Das
Unternehmen möchte mit diesem Schritt seinen Kunden vor Ort eine noch
größere Nähe bieten und seine Position im asiatisch-pazifischen Raum
weiter stärken. "In den letzten drei Jahren haben wir i

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Urteil gegen Bradley Manning Abschreckungsjustiz DIRK HAUTKAPP, WASHINGTON

Die zweite Chance, die Amerika jedem gewährt,
der gefehlt hat und Reue zeigt, wird im Fall Bradley Manning zur
Farce. 35 Jahre Haft zeugen von einer Unwucht im System. Was die
Anklage forderte, entstammt Robespierre–scher Verfolgungslust.
Begnadigung? Zum heutigen Zeitpunkt reine Spekulation. Manning hat
Gesetze gebrochen – ja, doch – und verdient dafür Strafe. Aber warum
wurde sein Ansinnen, Unrecht sichtbar zu machen, ausgeblendet?
Manning hat der Welt den Blick geweitet f&uu

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Bericht des NSU-Untersuchungsausschusses Die Schranke im Kopf ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

Es gibt Grund, die Politik zu loben. Der
NSU-Untersuchungsausschuss hat in kurzer Zeit viel geleistet. Es
liegt ein substanzieller Bericht vor. Eine Vielzahl von Vorschlägen
soll verhindern, dass so etwas Unglaubliches noch einmal passiert,
dass also eine rechtsterroristische Zelle im Untergrund fast 14 Jahre
lang ungehindert ihre Verbrechen begehen kann, unter anderem zehn
Morde, Sprengstoffanschläge und Banküberfälle. Es gibt Dinge, die
lassen sich vermutlich relativ

Mitteldeutsche Zeitung: zu Doping im Freizeitsport

Zwar dürften die meisten Freizeitsportler die
Einnahme illegaler Substanzen ablehnen, aber jeder einzelne
Missbrauch ist einer zu viel. Schon die Ahnung, dass bundesweit
womöglich viele tausend Menschen auf leistungssteigernde Mittel
zurückgreifen, hinterlässt ein ungutes Gefühl – und erzeugt auch
Misstrauen, mindert den Spaß am Sport. Das geflügelte Wort, jeder ist
für seinen Körper selbst verantwortlich, genügt als Antwort
jeden

Mitteldeutsche Zeitung: zu Manning

Das Urteil ist ein deutliches Signal an alle
Whistleblower vom Schlage eines Edward Snowden, die zweifelsohne
Gesetze brechen, aber auch notwendige Debatten über den Sinn von
Kriegen und der Arbeit von Geheimdiensten anstoßen, ohne die eine
Demokratie in Gefahr gerät, zu einer Farce zu werden: Gnade gibt es
nicht, allenfalls 35 statt 60 Jahre Haft.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

Mitteldeutsche Zeitung: zu Stasiunterlagen-Behörde

Gewarnt wurde Roland Jahn oft, als er nach seinem
Amtsantritt als Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde die Entfernung
ehemaliger Stasi-Angestellter aus seinem Haus ganz oben auf seine
Agenda setzte. Wichtiger sei, mehr als 20 Jahre nach der Wende eine
zeitgemäße, zukunftsträchtige Rolle für die Behörde zu finden. Der
Ex-Bürgerrechtler Jahn blieb stur – er erklärte es für symbolisch
wichtig, dass frühere Personenschützer, Fahrer und W&

BERLINER MORGENPOST: Westerwelles Rat wird selten erhört Jochim Stoltenberg über Anspruch und Wirklichkeit nicht nur der deutschen Diplomatie

Einsicht ist bekanntlich der beste Wege zur
Besserung. Dazu hat sich Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle
endlich einmal durchgerungen. Das furchtbare Blutvergießen in Ägypten
sei "eine Niederlage für die Diplomatie", räumte er am Mittwochmorgen
im Frühstücksfernsehen im Rahmen seiner selbst gesuchten steten
Fernsehpräsenz ein. Westerwelle hätte, wäre er politisch noch
ehrlicher gewesen, auch sagen können: "In &Au