Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Zuwanderung Mehr Vorteile als Nachteile Hannes Koch, Berlin

Im kommenden Jahr werden möglicherweise mehr
Bundesbürger Bekanntschaft mit Menschen machen, denen sie intuitiv
Ablehnung entgegenbringen. An den roten Ampeln der Städte putzen dann
ärmliche Gestalten ungefragt die Fenster der Autos. Oder vor den
Supermärkten stehen zusätzliche Bettlerinnen. Dies sind eventuelle
Auswirkungen der vollständigen Freizügigkeit, die ab Januar 2014 auch
die Bürger der EU-Staaten Rumänien und Bulgarien genieße

Rheinische Post: Streit um Fluglärm

von Thomas Reisener

In Düsseldorf ist der Streit zwischen dem Flughafen und seinen
Nachbarn besonders ausgeprägt. Kein anderer deutscher Airport von
Rang reicht so nah an Wohngebiete heran. Rein ökologisch gesehen ist
dieser Flughafen ein Fluch. Umgekehrt wäre die Stadt ohne ihn nicht
so erfolgreich: Erst der Flughafen ermöglicht internationalen
Konzernen einen Sitz in der Landeshauptstadt. Er sichert
Hunderttausenden den Job, die hier wohnen und Geld ausgeben,

Rheinische Post: Spiele in Sotschi unter keinem guten Stern

von Doris Heimann

Russland bekommt sein Terrorismusproblem nicht in den Griff. Der
Bombenanschlag in Wolgograd ist ein trauriger Beweis dafür. In nur
fünf Wochen will Kremlchef Wladimir Putin mit großem Pomp die
Olympischen Winterspiele in Sotschi eröffnen. Doch das Attentat wirft
erneut die Frage auf, ob das Land für die Sicherheit seiner Besucher
garantieren kann. Noch ist nicht geklärt, ob der jüngste Anschlag auf
das Konto kaukasischer Terrorgruppe

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Unzufriedenheit bei der Bundeswehr Unattraktiv DIRK-ULRICH BRÜGGEMANN

Wer als Zeit- oder Berufssoldat zur Bundeswehr
geht, weiß es von Anfang an: Versetzungen sind an der Tagesordnung,
in der Regel gibt es bei den Offizieren spätestens nach zwei Jahren
einen neuen Dienstposten. Umziehen mit Kind und Kegel. Wer das nicht
will, darf pendeln oder wird zum Wochenendheimfahrer. Und die
Entfernungen zwischen den Kasernen werden immer größer, weil die
Bundeswehr aus der Fläche verschwindet und es immer weniger Standorte
in der Bundesrepub

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Anschlag in Wolgograd Putins Verantwortung CARSTEN HEIL

Schneller als gedacht ist Wladimir Putin auf dem
Boden der Tatsachen zurück. In den Wochen vor Weihnachten wur-de der
russische Präsident überall wegen seiner Erfolge gefeiert: In Syrien
und im Iran ging es nur ein wenig weiter, weil Russland handelte und
damit die USA düpierte. Mit der Freilassung von Michail Chodorkowski
und den Frauen von Pussy Riot wollte Putin vor den Olympischen
Winterspielen in Sotschi weiter punkten. Mal davon abgesehen, dass
der Kremlherrscher

Lausitzer Rundschau: Putin profitiert – Blutiger Terroranschlag im Bahnhof von Wolgograd

So zynisch es klingen mag: Der grauenhafte
Bombenanschlag in Wolgograd spielt Wladimir Putin in die Hände. Der
Kremlchef kann nun die Sicherheitsvorkehrungen vor und während der
Olympischen Spiele in Sotschi mit Verweis auf die Terrorgefahr noch
stärker ausweiten. Westliche Regierungen werden ihm kaum glaubhaft
Missbrauch vorwerfen können – insbesondere angesichts des
fortgesetzten Anti-Terror-Krieges der USA mit all seinen
inakzeptablen Begleiterscheinungen. Die Stich

Westfalen-Blatt: zum Thema Türkei

Das hätten sich die Demonstranten vom Gezipark
noch im Sommer nicht träumen lassen. Damals traten sie gegen ein
riesiges Bauprojekt in Istanbul und gegen die Korruption im ganzen
Lande an. Jetzt könnte der bei liberalen Türken verhasste
Ministerpräsident Recep Tayyip Er-dogan womöglich aus der eigenen
Partei zu Fall gebracht werden. Noch ist es längst nicht so weit.
Aber immer mehr Einzelheiten über die Bevorteilung befreundeter,
mitunter auch verwa

WAZ: Ein starkes Stück, Herr Draghi – Kommentar von Thomas Wels

Von Politikern ist man ja schon so manche
Selbstbeweihräucherung jenseits der Realität gewohnt. Nun hat sich
auch der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) in schlechte
Gesellschaft begeben. Den Deutschen eine perverse, also abnormale
Angst vor den Folgen seiner Krisenbekämpfung vorzuwerfen, ist ein
starkes Stück.

Ja, die Deutschen haben eine furchtbare Erfahrung mit einer
Hyperinflation gemacht, der Geldentwertung und Vernichtung von
Sparverm&ouml

Allg. Zeitung Mainz: Seriös bleiben / Kommentar zu CSU/Migration

Und wenn die Welt morgen unterginge – die CSU wäre
heute noch für einen krachenden Spruch gut. "Wer betrügt, der fliegt"
– es ist es ein Trost, dass den Christsozialen derart dummes Zeug
jetzt selbst um die Ohren fliegt: Das Netz erinnert an Karl-Theodor
zu Guttenbergs Doktor-Plagiat und daran, dass Seehofer durch die
Zeugung eines außerehelichen Kindes jedenfalls seine Frau betrog.
Dumm ist es, mit Blick auf Kreuth sowie auf Europa- und
Kommunalwahlen Tamtam