Seit Jahren ist Klaus Wowereit als
Chefkontrolleur des Flughafenprojekts Berlin-Brandenburg in der
Verantwortung. Als sein Vize im Amt des Aufsichtsratschefs sekundiert
SPD-Parteifreund und Ministerpräsidentenkollege Matthias Platzeck.
Den zwei Genossen ist es in bemerkenswerter Art und Weise
gelungen, sich persönlich und die Bundesrepublik Deutschland
international lächerlich zu machen. Es geht um den
Hauptstadtflughafen einer Industrienation, die sich weltweit als
Expo
Der Glanz des Sterns ist seit geraumer Zeit
verblasst. Die gescheiterte Verbindung mit Chrysler hat Daimler viel
Kraft gekostet. Während die Stuttgarter sich von ihrem übermütigen
Abenteuer in Amerika erholen mussten, zogen Audi und BMW vorbei. Die
bayerischen Herausforderer inszenieren sich als moderne, spritzige
und einfallsreiche Alternativen zum behäbigen Weltkonzern. Autos von
Mercedes gelten vielen Kunden in Deutschland und Übersee als
langweilig und altmodi
Irgendwann gehen den Beobachtern die Worte aus:
Nachdem der künftige Berliner Großflughafen nach ersten Verzögerungen
noch liebevoll als "Problem-BER" beschrieben wurde, wiederholen sich
mit der nunmehr vierten Verschiebung des Eröffnungstermins nur noch
die Vokabeln: Chaos, Desaster, Katastrophe, Schiffbruch (nicht ganz
glücklich bei einem Airport), Pleite, Fiasko – der Wortschatz ist
auch bei einem offensichtlich unendlichen Debakel endlich.
Mit Verantwortung hat das alles nichts mehr zu
tun. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck soll neuer
Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft werden, nachdem
Klaus Wowereit vom selben Posten zurücktrat. Für wie dumm halten die
beiden Ministerpräsidenten eigentlich ihre Wähler? Es sind dieselben
handelnden Personen, es ist nahezu dieselbe Konstellation. Die
bevorstehende Absetzung des Geschäftsführers Rainer Schwarz ist ohne
Zweifel
Verkehrsminister Peter Ramsauer hat vor wenigen
Wochen ziemlich hochnäsig gemeint, der Münchner Flughafen sei
seinerzeit pünktlich und im Kostenrahmen hochgezogen worden. Da könne
man mal sehen. Tatsächlich brauchte der Franz-Josef-Strauß-Airport 25
Jahre, bis er fertig war, und kostete am Ende das Dreifache des
ursprünglich angenommenen. Es war also keineswegs besser als bei dem
nach Willy Brandt benannten Hauptstadt-Großprojekt. Einziger
Unterschi
Mit Fenstern, Türen und Fassaden ist Schüco groß
geworden und über Jahrzehnte stetig gewachsen. Mit dem
Jahrtausendwechsel haben eine Dekade lang kräftige Wachstumsraten im
Solargeschäft eine fantastische Zukunft versprochen. Vom Händler und
Systemanbieter wurde Schüco zum Solarhersteller. Doch die
Verwerfungen in der von Subventionen getriebenen Branche haben dem
Höhenflug einen jähen Absturz folgen lassen. Schüco ist mit einem
blaue
Überraschend ist das nicht. Nach dem Debakel um den
Spitzenplatz zur Bundestagswahl war klar, dass Wolpert maximal noch
bis April, bis zur nächsten Vorstandswahl, als Landeschef
weitermacht. Es wäre ein langes Siechtum gewesen ohne Hoffnung auf
Genesung. Dass er jetzt zurücktritt, ist daher folgerichtig und
konsequent. Und für die Liberalen im Land bedauerlich. Wolpert hat in
knapp zehn Jahren im Landtag bewiesen, zu welchen politischen
Leistungen er fähig ist
Gute Ideen sind meist einfach. Getreu diesem Motto
hat das Magdeburger Wirtschaftsministerium die sogenannten
Transfer-Gutscheine entwickelt: Studenten erhalten 400 Euro, wenn sie
ihre Abschlussarbeiten für regionale Unternehmen schreiben. Die
Berufseinsteiger bekommen so Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern und
die Unternehmen können Forschung und Entwicklung kostengünstig
vorantreiben. Effizienter und wohl auch kostengünstiger kann man
wirtschaftliche Innovationen ka
Egal, wo man hinschaut: Flughafen-Chef Rainer
Schwarz, die Ministerpräsidenten Klaus Wowereit und Matthias Platzeck
als maßgebliche Aufsichtsräte kleben an ihren Sesseln – und daran
ändert auch Wowereits gestriger Rücktritt als Aufsichtsratschef
nichts. Sie alle tun so, als stünden sie über einer der wichtigsten
Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders: Nämlich Verantwortung zu
übernehmen, wenn etwas gründlich schief gegangen ist. Wow
Es sollte ein Prestige-Objekt werden. Aber es
gerät zum Gegenteil. Seit Monaten spottet halb Europa über den neuen
deutschen Hauptstadt-Flughafen. Nun hat das Projekt der
Peinlichkeiten ein neues Kapitel. Man mag schon gar nicht mehr genau
nachfragen, welche technischen Hindernisse so gewaltig oder so
unüberschaubar sind, dass die Planung nur noch Makulatur ist.
Entscheidend ist, dass jede Verzögerung Mehrkosten auslösen wird, für
die am Ende nicht nur die Kun