Rheinische Post: Lindner wartet ab

Christian Lindner kann warten, und er will es
auch. Der Vorsitzende der FDP in NRW, der gerade mal 34 ist, hat noch
nicht das Ende der Karriereleiter erreicht. Bei der Suche nach einem
Nachfolger für den Chef der Bundespartei, Philipp Rösler, fällt immer
wieder auch sein Name. Doch derzeit dürfte alles auf den
Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Rainer Brüderle, zulaufen, wenn
Rösler geht oder gegangen wird. Warum also sollte Lindner jetzt
vorpreschen? Die Zeit

Westfalenpost: Kommentar zu den Spielbanken

Dass der nordrhein-westfälische Steuerzahler den
Betrieb von Spielbanken in Erfurt oder Bremen subventionieren soll,
ist schwer einzusehen. Aber hier kommen gleich mehrere
Merkwürdigkeiten zusammen. Zunächst ist das
Casino-Portfolio eine Erblast der unseligen West-LB, die sich noch in
ganz anderen Dimensionen verzockt hat. Zum zweiten stecken die
Roulette-, Black-Jack- und Automaten-Tempel seit Jahren in der
Gewinnkrise. Das liegt vor allen an Online-Angeboten aus dem Auslan

Rheinische Post: Wowereit ist nur noch Regierender auf Zeit

Klaus Wowereit regiert die deutsche Hauptstadt
seit 2001 und ist damit nach Kurt Beck der am längsten amtierende
deutsche Länder-Chef. Das verschafft eigentlich Respekt unter den
Amtskollegen. Doch diesen Respekt, den er als alter politischer
Haudegen durchaus verdient, hat Wowereit durch seine unrühmliche
Rolle im Berliner Flughafen-Chaos gründlich verspielt. Als
Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft, die das größte Bauprojekt
der Hauptstadt durchf&uuml

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur erneuten Verschiebung des Eröffnungstermins für den »Willy Brandt«-Flughafen in Berlin-Schönefeld

Gesucht wird der inzwischen fünfte
Eröffnungstermin für den neuen »Willy Brandt«-Flughafen in
Berlin-Schönefeld. Gefunden wurde bislang nicht einmal ein
Verursacher des Desasters. Denn mit der Weitergabe des Vorsitzes im
Aufsichtsrat von Klaus Wowereit an Matthias Platzeck ist nichts
erreicht. Der Regierende Bürgermeister von Berlin glaubt, sich so aus
der Affäre ziehen zu können. Der Ministerpräsident von Brandenburg
meint, mit neuen Dur

Marketing mit emotionalen Erlebniswelten

Marketing mit emotionalen Erlebniswelten

In manchen Branchen ist die Gestaltung von emotional erfahrbaren Erlebniswelten ein fester Bestandteil des Marketings, wie das Beispiel der Autostadt von Volkswagen in Wolfsburg anschaulich zeigt. In vielen anderen Branchen wird das Potential dieses Marketinginstruments dagegen kaum genutzt. Grundsätzlich hat jedes Unternehmen die Möglichkeit, mit eigenen Verkaufsräumen seine Kunden emotional zu binden, indem es den Aufenthalt seiner Kunden in den Räumlichkeiten zum Erlebnis

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Hartmut Mehdorn

Wenn sich einer wie Hartmut Mehdorn aus der
Business-Class verabschiedet, dann sorgt das für Aufregung – auch
wenn er mit 70 Jahren schon lange das Rentenalter erreicht hat. Dabei
kommt sein Abflug bei Air Berlin nicht einmal überraschend. Schon als
er das Steuer bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft
übernahm, galt er nur als Übergangskandidat. Überraschend ist jedoch
der Zeitpunkt: Dass Mehdorn das Cockpit bereits nach gut 15 Monaten
verläs

Südwest Presse: KOMMENTAR · FLUGHAFEN BERLIN

Niemand weiß weiter

Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu bauen!", spottete
gestern ein Twitter-Nutzer in Anlehnung an den berühmten Satz des
DDR-Parteichefs Walter Ulbricht zum Mauerbau. Wenn das nur so einfach
wäre, mag man hinzufügen. Denn eigentlich will fast jeder das 2006
gestartete Großprojekt fertig sehen – allein, es fehlt am Können.
Mehr als sechs Jahre später weiß anscheinend niemand so recht weiter.
Zu groß sind die

WAZ: Mit Immobilien Geld verdienen. Kommentar von Frank Meßing

Überraschend kommt der Börsengang der LEG nicht.
Finanzinvestoren kaufen größere Wohnungsbestände in der Regel nicht,
um sie zu hegen und zu pflegen. Sie wollen Geld damit verdienen. Der
Dax schnellte zum Jahresbeginn auf ein Fünf-Jahres-Hoch. Immobilien
sind als Geldanlage heiß begehrt, weil die Zinsen im Keller sind.
Rahmenbedingungen, die Whitehall und Perry Capital gefallen dürften.
Mit einer Vielzahl von Einzelaktionären an Bord, die auf

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Zahl der Organspender sinkt Hoffnung stirbt DIRK MÜLLER

Was es bedeutet, zur Rettung des eigenen Lebens
auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein, können wohl nur Betroffene
und ihre Angehörigen restlos ermessen. In ihnen allen stirbt nun die
Hoffnung zuerst: Die sinkende Spendenbereitschaft angesichts
verbrecherischer Manipulationen an deutschen Transplantationskliniken
verschärft eine bestehende Mangelerscheinung, liegt doch die Zahl der
Organspender in unserem Land ohnehin in Europa im Hinterfeld.
Bundesregierung und Krankenkasse