Rheinische Post: Vernunft in Washington

Zu guter Letzt haben es die Vernünftigen unter
den Republikanern begriffen: Eine Partei, die sich gern auf ihre
Wirtschaftskompetenz beruft, verliert ihre Glaubwürdigkeit, wenn sie
alle paar Monate die Zahlungsfähigkeit der USA aufs Spiel setzt.
Amerikanischen Unternehmergeist predigen und zugleich den
Staatsbankrott riskieren, beides geht nicht zusammen. Also hat die
Business-Fraktion der Konservativen beschlossen, die Wanderung am
Rande des Abgrunds vorläufig abzubla

Rheinische Post: Ein hartes, aber wegweisendes Urteil

In einer rasch alternden Gesellschaft steigt
auch die Zahl der Pflegebedürftigen, die trotz Pflegeversicherung auf
zusätzliche finanzielle Hilfe angewiesen sind. Der Bundesgerichtshof
hat mit seinem Urteil den Weg bestätigt, wie die Gesellschaft diese
Herausforderung bewältigen kann: Wenn Kinder finanziell in der Lage
sind, müssen sie ihre Eltern unterstützen – auch bei zerrütteten
Verhältnissen. Dann springt die Solidargemeinschaft nicht ein. Dieses

Rheinische Post: Schuldig auf Verdacht?

Gestern vor zwei Jahren haben die Bürger der
Stadt Duisburg Adolf Sauerland (CDU) abgewählt, weil sie nicht mehr
ertrugen, wie sich ihr Oberbürgermeister vor der Übernahme der
politischen Verantwortung für die Loveparade drückte. Dass die
Staatsanwaltschaft diesen Tag wählte, um ihre Anklageerhebung zu
erläutern, mag Zufall sein. Sauerlands Nachfolger Sören Link (SPD)
dagegen war die Symbolik sehr bewusst. Link formulierte gestern die
Erwartung

Mitteldeutsche Zeitung: zum Elternunterhalts-Urteil

Bei der gestrigen Entscheidung ging es um den
speziellen Fall, dass zwischen den Eltern im Heim und ihren Kindern
schon seit Jahrzehnten kein Kontakt mehr besteht. Sollen die Kinder
dann trotzdem später für ihnen fremd gewordene Menschen zahlen
müssen? Die Lösung des BGH ist überzeugend: Wenn sich Eltern in der
Kindheitsphase um ihren Nachwuchs gekümmert haben, haben sie im hohen
Alter auch Anspruch auf Solidarität – egal, was in der Zeit
dazwischen passi

RNZ: Schulz muss noch viel lernen

Jetzt sitzt der mögliche künftige
EU-Kommissionspräsident wieder einmal mitten im Fettnäpfchen. Nicht,
weil er eine unpassende oder einseitige Rede gehalten hätte. Sondern
weil er schlecht vorbereitet zu Werke ging. Kritik – egal wem
gegenüber sie vorgebracht wird – sollte immer gut begründet sein.
Stützt man sie auf Argumente vom Hören-Sagen, führt sie schnell zum
Eklat.

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49

Optimale Karrierechancen im Mittelstand

Optimale Karrierechancen im Mittelstand

Bei einer Umfrage vor rund drei Jahren wurden etwa 300 Studenten der Wirtschaftswissenschaften zur Attraktivität von Familienunternehmen als Arbeitgeber befragt. Damals gaben in etwa 60 Prozent der angehenden Akademiker an, Familienunternehmen den Großkonzernen vorzuziehen.

Gerade die Mittelständler aus der vermeintlichen "Provinz" zeichnen sich häufig durch gute Berufschancen für Menschen aus, die mehr als nur ein "Rad im Getriebe" sein wollen. Un

Südwest Presse: KOMMENTAR · UNTERHALT

Solidarität auf Befehl

Seid nett zueinander – Nein, das muss nicht sein, das Geld fließt
in jedem Fall. So lässt sich das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH)
zum Elternunterhalt interpretieren. Auf dieser Schiene fährt forsch
auch CDU-Mann Jens Spahn mit seiner – zumindest für den Anlass –
provozierenden Anmerkung: Familie ist man ein Leben lang. Da hat er
Recht, nur dass das für beide Seiten gelten sollte, was den vor allem
um Formales bemühten BGH w

Mitteldeutsche Zeitung: Israel-Besuch Europapolitiker Brok hat teilweise Verständnis für Reaktion der Knesset auf die Schulz-Rede

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des
Europaparlaments, Elmar Brok (CDU), hat in Teilen Verständnis gezeigt
für die Reaktionen der israelischen Knesset auf die jüngste Rede von
Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD). "Dass Abgeordnete aus dem
Saal ausgezogen sind, halte ich für falsch", sagte Brok der in Halle
erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online-Ausgabe). "Aber mit
kritischen Reaktionen müssen wir als Politik

WAZ: Achterbahnfahrt an den Tankstellen. Kommentar von Frank Meßing

Die heftige Debatte um die Spritpreise hat sich
beruhigt. Um fünf bis sechs Cent pro Liter sind sie im vergangenen
Jahr gesunken. Dabei wird leicht übersehen, dass 2013 immer noch das
zweitteuerste Jahr in der Geschichte war. Autofahrer werden offenbar
bescheiden und sind schon zufrieden, dass die Benzinpreise nicht noch
weiter steigen als im bisherigen Rekordjahr 2012. Die Proteste aus
der Politik und die Einführung der Markttransparenzstelle scheinen
aber dennoch Wirkung z