Badische Neueste Nachrichten: zu Edathy Kommentar von Martin Ferber

Edathy sieht sich unverändert als Opfer finstrer
Mächte, nicht als Täter, und beklagt die Vorverurteilung durch die
Medien. Von Reue keine Spur. Zwar räumt er ein, dass es "falsch"
gewesen sei, diese Filme bestellt zu haben, doch ansonsten bleibt er
bei seiner selbstgerechten Darstellung, dass alles legal gewesen sei.
Für die Kinder, oftmals Opfer von sexueller Gewalt, hat er kein
einziges Wort des Bedauerns übrig. Im Nachhinein unvorstellbar, dass
er

Stuttgarter Nachrichten: Fahren ohne Fahrerlaubnis: Reus

Fahren ohne Fahrerlaubnis ist beinahe ein
Allerweltsdelikt, wobei das nicht verharmlosend gemeint ist. Es
trifft Menschen, die ihren Führerschein verloren oder die noch nie
einen besessen haben. So wie Marco Reus. Was den Fall heraushebt, ist
die Prominenz des Delinquenten. Reus ist als Fußballer ein Star. Aber
das trifft es nicht ganz. In seiner Generation ist er der wohl
Begabteste. Damit steht er, im Unterschied zu anderen, die gegen
Paragraf 21 Straßenverkehrsgesetz ver

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Kuba

Barack Obama hat im Verhältnis zu Kuba einen
historischen Schritt gewagt. Mit dem Eingeständnis des Scheiterns der
überholten Blockadepolitik gegenüber der nur 90 Meilen von Florida
entfernten Insel sorgt der Präsident für frischen Wind in der
Karibik. Damit wagt sich Obama mehr als seine Vorgänger, die aus
Angst vor den Exil-Kubanern vor der überfälligen Kurskorrektur
zurückgeschreckt waren. Doch die »Hardliner« in Miami und Was

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Edathy

Doch, Herr Edathy! Es geht mich als Bürger etwas
an, ob Sie pädophil sind oder nicht. Ich will nämlich nicht, dass ein
Mann, der sich Kinder-Nacktfotos herunterlädt, das deutsche Volk im
Bundestag vertritt. Egal, ob das legal ist oder nicht. Der
selbstgefällige Auftritt des einstigen SPD-Innenexperten ist schwer
zu ertragen. Nicht die Kinder bezeichnet er als Opfer, sondern sich.
Anstatt die moralische Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen,
reitet e

Schwäbische Zeitung: Schwierige Wahrheitssuche

Er hat selbst in fünf Untersuchungsausschüssen
mitgearbeitet, der sechste hat ihn jetzt vernommen. Sebastian Edathys
politische Karriere ist beendet, er hat nichts mehr zu verlieren –
und so schlägt er um sich. Vieles von dem, was er dem
Untersuchungsausschuss und zuvor der Presse erklärt, klingt
plausibel. Dass er frühzeitig von den Ermittlungen gegen sich
erfahren hat, die Schilderung, wie die SPD-Spitze mit ihm umging.
Doch es sind ungeheuerliche Vorwürfe.

Lausitzer Rundschau: Alles schon erledigt Die SPD und die Edathy-Affäre

Seit der Barschel-Affäre hat es in Deutschland
keinen ähnlich widerlichen Skandal mehr gegeben wie den um den
SPD-Politiker Sebastian Edathy. Nicht nur wegen des Vorwurfs der
Kinderpornografie. Bei der laufenden politischen Schlammschlacht geht
es um die Mitverantwortung führender Politiker und Beamter für jenen
offensichtlich erfolgten Geheimnisverrat, der dazu führte, dass
Edathy vorgewarnt war. Ex-Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU)
hat dafür bereits m

Lausitzer Rundschau: Leistung muss sich lohnen Entwurf für die neue Universitätsstruktur liegt auf dem Tisch

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: BTU-Präsident
Jörg Steinbach und seine Vertrauten haben ihre Vorstellungen von der
neuen Universitätsstruktur auf den Tisch gelegt. All jene, die sich
längst schon wieder in Sicherheit gewiegt hatten und dachten, die
größten Umbrüche an den Standorten Senftenberg, Sachsendorf und
Zentralcampus seien bereits vollzogen, haben sich getäuscht: Das sehr
bequeme – und von vielen Professoren bevorzugte – Holding-Modell ist

Börsen-Zeitung: Kunstflug im Sturmtief, Kommentar zur Schweizerischen Nationalbank von Daniel Zulauf

Thomas Jordan und seine Mitstreiter sind
wahrlich nicht zu beneiden. Als ob die Verteidigung des Franken
angesichts der noch nicht ganz beendeten Finanzkrise in der Eurozone
nicht schon genug der Probleme böte, kämpfen die Schweizer
Währungshüter mit immer neuen, zum Teil sogar hausgemachten
Schwierigkeiten.

Der Abstimmungskampf um die Gold-Initiative war der
Glaubwürdigkeit ihrer Politik abträglich, wie die bis zum
Abstimmungstag Ende November deutlich z

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Sebastian Edathys Auftritt vor der Presse Die Reinwaschung Alexandra Jacobson, Berlin

Er hat seine Heimat verloren, ist politisch
verbrannt und räumt sogar Fehler ein: Sebastian Edathy rührt kurz vor
Weihnachten mächtig die Mitleidstrommel. Doch als verfolgte Unschuld
eignet sich der ehemalige SPD-Abgeordnete nicht. Denn er nutzte
seinen Auftritt vor der Presse auch zur Reinwaschung. Moralisch
falsch, aber juristisch legal sei die Bestellung der Filme und Fotos
gewesen. Da fragt man sich, warum das so viele Staatsanwaltschaften
ganz anders sehen und warum er