16 Bundesländer, 16 Schulsysteme, 16
Ferienkalender: Das gibt es nur in Deutschland. Während die Franzosen
die Monate Juli und August für alle Zeiten als landesweite
Feriensaison ausgerufen haben, hebt hierzulande alle paar Jahre das
große Geschacher an. Wer darf im hochsommerlichen August urlauben,
wer muss einen Frühstart im Juni hinnehmen, wer wird in den September
abgeschoben? Wenn–s schlecht läuft, wie in diesem Jahr, nützt das
Geschacher gar nichts
Beim Ausbau der Windenergie geht es um Ökologie,
Nachhaltigeit – und um viel Geld. Wenn nahezu wertloser Grund und
Boden in abgelegenen Orten plötzlich zur begehrten Fläche für
Windkraftanlagen aufsteigt, winkt das große Geschäft. Die
Einspeisevergütung lässt auch Normalbürgern eine Beteiligung an einem
Windrad attraktiv erscheinen. Das ist nichts Schlimmes, im Gegenteil.
Aber dass es auch hier letztlich ums Geschäft geht, wird in der
Diskus
Wer, wenn nicht er? Wann, wenn nicht jetzt?
Kardinal Reinhard Marx übernimmt als neuer Vorsitzender der Deutschen
Bischofskonferenz eine Herkulesaufgabe, die inmitten der größten
Kirchenkrise keinen Aufschub duldet. Die Laien, sofern sie nicht
davonlaufen, leben in anderen Wirklichkeiten, die Treuen verzweifeln
an den unendlich langwierigen Bemühungen um Erneuerung. Jetzt also
der kernige Westfale von hoher theologischer Exzellenz und
zupackender Art. Missbrauchsskanda
Mit Reinhard Marx haben die deutschen Bischöfe
einen Vorsitzenden gewählt, der wie kaum ein Zweiter für die Linie
des Papstes steht und sie in Deutschland umsetzen wird. Mitglied in
der Kommission zur Reform der Kurie, Koordinator des Wirtschaftsrats
im Vatikan: Geht mehr Nähe zum Papst?
Seit genau einem Jahr steht fest: Franziskus will eine Kirche, die
von den Armen her denkt und handelt, die barmherzig ist, die
Missstände beim Namen nennt und sie anpackt. Fran
Muss das sein? Muss ein Staat sehr alte Männer
für Taten zur Rechenschaft ziehen, die sieben Jahrzehnte und mehr
zurückliegen? Muss eine Staatsanwaltschaft so viel Personal und
Energie in Verfahren stecken, die am Ende wohl nicht einmal in einen
Prozess, geschweige denn eine vollzogene Gefängnisstrafe münden, weil
die Angeklagten längst zu alt und gebrechlich sind, um für ihre
Untaten zu büßen?
And the Winner is: DZ Bank. Das soll dann doch
noch mal festgehalten werden, nachdem es jetzt quasi amtlich ist. Das
Frankfurter Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken ist mit
einem Vorsteuerergebnis von 2,2 Mrd. Euro im vorigen Jahr auch beim
Gewinn Spitze – säulenübergreifend. Die HypoVereinsbank, die am
Mittwoch ihre Zahlen vorgelegt hat, konnte den Abschluss der Genossen
nicht toppen. Deutsche Bank und KfW haben schon früher zu erkennen
gegeben, dass es bei ihnen
Die deutschen katholischen Bischöfe setzen auf
Marx– Kapital. Der Münchner Erzbischof mit tiefen westfälischen
Wurzeln kann tatsächlich mit Pfunden wuchern, die Anlass zu der
Hoffnung geben, dass der frische Wind aus Rom auch durch die
deutschen Bistümer weht. Nicht wenige glauben, der "Geseker Jung" sei
die deutsche Antwort auf den argentinischen Papst. Doch immer langsam
mit den neuen Pferden. Franziskus spricht zwar eine verständlichere,
den Mensc
Wolfgang Schäuble hat sich an Weisheiten
gehalten, die er wohl schon als Kind gehört hat: "Schulden machen ist
nicht richtig" und "Neue Schulden machen, um alte zu bezahlen, hilft
auch nicht weiter". So gesehen ist die angestrebte schwarze Null ein
ehrenwertes Ziel – aber noch lange kein Grund, um in Jubel
auszubrechen. Denn der Rekord – der erste ausgeglichene Haushalt seit
1969 – ist ein trauriger. Er bedeutet nichts anderes, als dass sich
viereinhalb Jahrzeh
In einem Punkt gleicht die Wahl des Vorsitzenden der
katholischen Bischöfe dem Ausgang des Konklaves in Rom vor genau
einem Jahr: Wie Papst Franziskus kam auch Kardinal Reinhard Marx erst
im zweiten Anlauf zum neuen Amt. Aber die Hintergründe lassen sich
allenfalls im Spiegelbild als Parallele verstehen. Jorge Mario
Bergoglio hatte 2005 als Papst-Kandidat der Reformer keine Chance
gegen Joseph Ratzinger. Marx hingegen hätte 2008 gut als neues
Schwergewicht der Konservativen d
Man muss Claudia Perren alles Gute wünschen im
Interesse der Sache, die das Bauhaus ist. Zu dieser Sache gehört
aber, dass das kalte Entsorgen ihres Vorgängers bislang einzigartig
ist in Sachsen-Anhalt. Ein Verfahren, das an DDR-Zeiten erinnert.
Dort reichte es aus, dass erklärt wurde: Es liegen Gründe vor. Immer
verwies der Kultusminister auf die Entscheidung anderer. Die vage
Formel vom "gestörten Vertrauensverhältnis" musste ihm abgerungen
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