Mitteldeutsche Zeitung: zu Windows XP

Das finanzielle Argument kann nicht überzeugen. Denn
zum einen auf den angespannten Haushalt zu deuten und zum anderen
einen kosten-pflichtigen Dienstleistungsvertrag mit Microsoft ins
Auge zu fassen, kommt merkwürdig inkonsequent daher. Und auch der
Verweis auf die bisher funktionierende Firewall ist eher
fadenscheinig. Der Angriff eines Jugendlichen, der das komplette
Landesportal lahmlegte, hat zwar nicht direkt mit Windows XP zu tun –
zeigt aber, wie anfällig veraltete So

Rheinische Post: Das Ehrenamt muss gestärkt werden

Den wenig bekannten Begriff der
Pflichtfeuerwehr sollte man sich merken: Per Gesetz kann nämlich das
Land NRW jeden Anwohner zwischen 18 und 60 Jahren zum Löschdienst
verpflichten, wenn die Freiwillige Feuerwehr vor Ort kein Personal
mehr hat. Noch ist diese Zwangsregelung in NRW nicht angewendet
worden, wohl aber in vier anderen Bundesländern. Denn Fakt ist: Allen
Hilfsorganisationen gehen schleichend die Ehrenamtler aus. Dafür gibt
es drei Gründe: die alternde und

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Bischofskonferenz/Marx

Seine Kür ist mutig, denn ob der Machtmensch
Marx das diplomatische Geschick hat, die Bischofskonferenz zu
moderieren und ihre Flügel zusammenzuhalten, ist ungewiss. Zweifel
sind jedenfalls erlaubt. In München hat sein rustikaler Führungsstil
heftige Widerstände provoziert. Zudem fehlt es Marx, der früher als
konservativ galt, sich nun aber reformfreudig gibt, am klaren
inhaltlichen Profil seines seriösen und soliden Vorgängers. Marx kann
besser unte

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Ukraine/Russland/G8

Da haben sie sich also machtvoll
zusammengeschlossen, die sieben Industriestaaten, die sich gerne als
führend sehen. In seltener Eintracht schicken sie eine Warnung gen
Russland, Putin dürfe die Annexion der Krim nicht weiter
vorantreiben. Sonst – ja was denn sonst? Es bleibt bei schwachen
Drohungen und unsinnigen Machtdemonstrationen wie der Stationierung
von Flugzeugen an der Ostgrenze der Nato. Symbolkraft, Kraftmeierei.

Und es bleibt dabei, dass massive Fehler der russis

Rheinische Post: Vorwärts mit Marx

Kardinal Lehmann, der Vor-Vorgänger der neuen
ersten Stimme des katholischen Deutschland, forderte neulich mehr Mut
der Ortskirchen gegenüber der römischen Zentrale. Da hatte Lehmann
recht. Eine gewisse Feigheit, sagen wir es milder: Bangigkeit vor
vatikanischen Präfektenthronen kennzeichnet oft die deutsche
Geistlichkeit. An Reinhard Kardinal Marx müsste Lehmann nicht extra
appellieren. Der neue Vorsitzende der katholischen Deutschen
Bischofskonferenz hat begriffe

Rheinische Post: Spektakel in Paris

Die Franzosen erleben derzeit ein groteskes
Spektakel. Zunächst erfuhren die verdutzten Bürger, dass Nicolas
Sarkozy und sein Anwalt monatelang von der Justiz abgehört wurden.
Schnell drängte sich Eindruck auf, dass die Enthüllungen dem
Hoffnungsträger vieler konservativer Wähler gefährlich werden und
seinen Traum von einem glorreichen Comeback platzenlassen könnten.
Doch nun hat sich das Blatt spektakulär gewendet. Sarkozy gibt sich
als O

WAZ: Merkel führt – noch fehlt ein Plan. Kommentar von Ulrich Reitz

In der Euro-Krise haben die europäischen Staaten
Deutschlands, damit Kanzlerin Merkels Führungsrolle nur widerwillig
akzeptiert. In der Ukraine-Krise ist es anders: Die USA und die
Europäer drängen Merkel in die weltweite Führungsrolle. Sie halsen
damit Deutschland eine Verantwortung auf, vor der einem auch angst
und bange werden kann. Noch vor ein paar Tagen hat der
Bundespräsident verlangt, Deutschland müsse mehr internationale
Verantwortung übern

Westdeutsche Zeitung: Kardinal Marx spricht für die deutschen Bischöfe = von Wibke Busch

Die Wahl von Reinhard Kardinal Marx zum
Vorsitzenden der Bischöfe ist eine Überraschung. Eine positive dazu.
Der Erzbischof von München und Freising galt zwar – wie 2008 – als
aussichtsreicher Kandidat. Damals entschied sich die in Konservative
und Reformer gespaltene Bischofskonferenz aber noch für den
ausgleichenden Robert Zollitsch. Nun waren die Würdenträger aber
mutiger. Mit Marx wählten sie einen profilierten, selbstbewussten und
ambitionierten Kirc

Aachener Zeitung: Kommentar: Mit Marx und Mut / Der katholischen Kirche steht einiges bevor / Von Peter Pappert

Die Aufgabe ist angesichts zäher Probleme der
katholischen Kirche in Deutschland nicht attraktiv. Trotzdem darf man
dem Münchener Kardinal glauben, dass ihm sein neues Amt als
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gefällt. Niemand
sonst unter den gut zwei Dutzend Diözesanbischöfen würde so viel
Freude daran haben. Das liegt daran, dass Reinhard Marx Spaß macht,
was den meisten seiner Amtsbrüder nicht liegt: der machtbewusste
Auftritt. S