Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland

Ein verpatzter G-7-Gipfel aber wäre für Merkel
noch das geringste Problem, sollte Griechenland tatsächlich die
Pleite wagen und den Marsch aus der Währungsunion antreten. Sie
stünde dann in der internationalen Öffentlichkeit als diejenige da,
die den Untergang des Euro zu verantworten hat, den ihre Vorgänger
als europäisches Projekt schufen. Es wäre für alle Seiten das Beste,
Griechenland und seine Geldgeber würden sich zusammenrau

Mitteldeutsche Zeitung: zu AfD

Die AfD erinnert an einen Weihnachtskarpfen in der
Einkauftasche. Das Tier ist tot, aber es zuckt noch. Die
Nervenstränge, die dem Leichnam der Partei scheinbare Lebenszeichen
entlocken, heißen: Streit, Intrige und Hass. Die Protagonisten der
verfeindeten Lager eint nur noch die gegenseitige Abneigung.
Aktueller Höhepunkt: Der Bundesparteitag kann nicht wie geplant
stattfinden. Die oberste Schiedskommission hat Zweifel an der
Rechtmäßigkeit der Delegiertenwa

NRZ: Das Duell ist aufgeschoben – ein Kommentar von JAN JESSEN

Die Absage des AfD-Parteitags ist ein Erfolg für
Bernd Lucke. Er kann durchatmen, das finale Duell mit seinen
parteiinternen Kritikern ist aufgeschoben. Es wird aber kommen, so
oder so. Und Lucke wird es aller Voraussicht nach verlieren, selbst
wenn es der Parteitag jetzt als Mitgliederversammlung abgehalten
werden sollte. Sein Einfluss und sein Renommee schwinden von Tag zu
Tag. Der liberale Flügel in der AfD lahmt, die Nationalkonservativen
um Luckes Co-Vorsitzende Frauke Petr

Mitteldeutsche Zeitung: zu Arbeitsmarkt

Na prima, so einfach werden wir die Arbeitslosigkeit
los! Denkste! Denn schaut man sich die allmonatlichen
Arbeitsmarktdaten an, werden zwei Dinge deutlich: Langzeitarbeitslose
profitieren weit unterdurchschnittlich von der Entwicklung. Sie
stellen 38,4 Prozent aller Erwerbslosen. Und die Zahlen zur
Unterbeschäftigung belegen, dass das Arbeitsmarktproblem weit größer
ist, als die offizielle Quote von zehn Prozent vermuten lässt. Denn
legt man die Unterbeschäftigun

WAZ: Eingeständnis des Scheiterns. Kommentar von Wolfgang Mulke zu E-Autos

Nun soll der Kauf von Elektroautos wohl doch
subventioniert werden. Zumindest bei Geschäftsleuten will die
Regierung mit einem allerdings halbherzigen Steuerbonus Kauflaune
erzeugen. Das ist ein Eingeständnis des Misserfolgs. Die Zielmarke
von einer Million E-Mobilen bis zum Ende des Jahrzehnts ist ohne
Kaufanreize unerreichbar. Daran wird auch die nun in Rede stehende
Förderung nichts ändern. Ohne Frage ist der Umstieg von
Verbrennungsmotoren auf elektrische Antriebe

Rheinische Post: Kommentar: Blatters Rücktritt ist ein Geständnis

Sepp Blatter kann die Welt doch überraschen. Am
Wochenende hatte sich der 79-Jährige noch wie erwartet elegant über
alle Korruptionsvorwürfe an den Fußball-Weltverband hinweggesetzt und
im Amt des Fifa-Präsidenten bestätigen lassen. Gestern Abend trat er
zurück. Das hat niemand erwartet. Der Rücktritt hat offenbar mit den
jüngsten Enthüllungen der US-Ermittler im Fifa-Korruptionsskandal zu
tun. Blatter hat feststellen müssen, dass

Der Tagesspiegel: Umfrage bei Start-ups: Gutes Personal wichtiger als Geschäftsidee

Gutes Personal ist für Unternehmensgründer noch
wichtiger als die Geschäftsidee. Engagierte Mitarbeiter sind für 36
Prozent der deutschen Gründer von Technologiefirmen entscheidend für
den Erfolg, wie eine aktuelle Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC)
belegt, die dem "Tagesspiegel" (Mittwoch) vorliegt. Umso
alarmierender erscheint vor diesem Hintergrund, dass drei von vier
der befragten Firmenchefs einen akuten Fachkräftemangel sehen. Die
ric

(Berichtigung: Soll Prokon den Stromkonzern EnBW retten?)

Im 4. Absatz kam es zu zwei falschen Zahlen. EnBW
hat im Jahr 2014 450 Mio. Euro Verlust gemacht und nicht 600 Mio.
Euro. Der Wertverlust für die Aktionäre von EnBW betrug 2,6 Mrd. Euro
und nicht 4,3 Mrd. Euro. Es folgt der korrigierte Text:

Die GLS Bank setzt sich für die Umwandlung des Windparkbetreibers
Prokon in eine Genossenschaft ein. Sie hat seit der Insolvenz im
Januar 2014 mehrere Zeichner von Genussrechten sowie "Die Freunde von
Prokon e.V." beraten, ei