Kölner Stadt-Anzeiger: Kölner Erzbischof kündigt Änderungen der Gemeindestrukturen an Kardinal Rainer Woelki: Zäsur nach der Ära Meisner – Pastoralpläne müssen angepasst werden – Qualifikationsmaßnahmen für Laien vorgesehen

Köln. Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Woelki,
stellt die Katholiken seines Erzbistums auf grundlegende
Veränderungen ein. "Ich sehe eine besondere Herausforderung darin,
den Pastoralplan an die Gegebenheiten anzupassen", sagte Woelki dem
"Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe). Nach dem Ende der Ära von
Kardinal Joachim Meisner 2014 stehe das Erzbistum vor einer Zäsur. In
Meisners letzten Amtsjahren wurde an Strukturproblemen nicht m

Südwest Presse: KOMMENTAR · BURKA-VERBOT Des Pudels Kern

Zu Recht hat Julia Klöckner in den vergangenen Monaten
die Debatte um ein Burka-Verbot in Deutschland erneut entfacht. Die
"Vollverschleierung steht für mich nicht für religiöse Vielfalt,
sondern für ein abwertendes Frauenbild", erklärte sie gestern
gegenüber der Zeitung "Die Welt". Tatsächlich manifestiert die Burka
in radikaler Form ein Frauenbild, das dem unserer Gesellschaft und
unserer Verfassung in eklatanter Weise widerspric

Mittelbayerische Zeitung: Zeichen der Hoffnung – Joachim Gauck demonstrierte auf dem Kiewer Maidan Rückendeckung für die Ukraine. Von Reinhard Zweigler

Vor einem Jahr zerplatzte auf dem Kiewer
Unabhängigkeitsplatz der Träum von einer erneuten friedlichen
Revolution in der Ukraine. Rund zehn Jahre zuvor hatte die einstige
Sowjetrepublik mit der "orangenen Revolution" aufbegehrt und den
Wahlbetrug des Mokau-freundlichen Politbürokraten Viktor Janukowitsch
verhindert. Dagegen kam Viktor Justschenko an die Macht, der Julia
Timoschenko zur Regierungschefin machte. Man kann die dramtischen
Ereignisse des vergangenen Jah

neues deutschland: Zweimal Maidan – zur gespaltenen Wahrnehmung der Ukraine-Krise

Wer die Vorgänge von vor einem Jahr in der Ukraine
am Wochenende aus Kiewer und aus Moskauer Sicht nacherzählt bekommt,
kann nicht glauben, dass hier von der selben Sache gesprochen wird.
Zu krass sind die Wahrnehmungsunterschiede zu dem, was auf Kiews
Maidan geschah. Es blüht – auf beiden Seiten – Legendenbildung der
finstersten Art. Was die Mehrheit der Ukrainer tatsächlich denkt, ist
nicht bekannt. Von den nonstop berichtenden Fernsehsendern erfährt
man es jeden

Mitteldeutsche Zeitung: zu NSU

Seine Geschichte und deren äußerst dubiose
Behandlung durch die staatlichen Behörden haben das Vertrauen in
diese Behörden und insbesondere in den Verfassungsschutz nachhaltig
erschüttert. Aus dem Bericht zum Tathergang, den die Journalisten
Stefan Aust, Per Hinrichs und Dirk Laabs aus den Beweisanträgen der
Anwälte der Nebenklage rekonstruiert haben, geht nun hervor, dass T.
bereits Kenntnisse von der Planung der Tat gehabt haben könnte. Die
Nebe

Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland

Dass Tsipras angesichts dieses für Griechenland eher
mageren Verhandlungsergebnisses daheim bisher nicht unter Beschuss
geriet und sogar von Teilen der Opposition Applaus bekommt, ist der
allgemeinen Erleichterung geschuldet, dass überhaupt eine Einigung
erzielt wurde und die drohende Katastrophe, der Staatsbankrott und
der Abschied vom Euro, abgewendet wurden. Noch hält der mächtige
linksextreme Flügel der Regierungspartei still, und auch der
ultra-nationale Koali

Berliner Zeitung: Kommentar zur Lage in Griechenland:

Es mag für konservative Politiker eine Genugtuung
sein, dass Tsipras, der Star der europäischen Linken, eine Niederlage
hinnehmen musste, dass sein frecher Finanzminister klein beigegeben
hat. Doch wer Griechenland in der Eurozone halten und das politische
Projekt Europa nicht nachhaltig beschädigen will, wird auf Syriza
setzen müssen. Auf absehbare Zeit wird sich keine Alternative finden,
die das Land aus der Krise herausführen könnte.

Pressekontakt:
Berli

Frankfurter Rundschau: Kommentar zu den neuen Enthüllungen zur NSU-Mordserie

Es geht ja nicht nur um einen hauptamtlichen
Verfassungsschützer, der möglicherweise vom Plan des NSU wusste, den
Kasseler Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat umzubringen, und der zur
Tatzeit selbst am Tatort war. In den Blick geraten vor allem die
Vorgesetzten des Mannes aus Kassel, bis hinauf zum damaligen
Verfassungsschutz-Chef, die womöglich Bescheid wussten und ihren
Mitarbeiter deckten. Schließlich landet man sehr schnell beim
damaligen Innenminister Volke