Weser-Kurier: Kommentar von Daniel Killy zum griechischen Drama

Verträge, so stand es hier vor einiger Zeit im
Kontext mit der neuen griechischen Regierung, Verträge sind
einzuhalten. Das gilt natürlich auch weiterhin – wer sein Wort gibt,
auf den sollte Verlass sein. Doch genau das ist ein unauflösbares
Dilemma für die neue griechische Regierung. Qua Amt steht sie bei der
Troika und der EU im Wort, qua Mandat bei ihren Wählern. Die haben
Tsipras und Co. wegen ihrer Versprechen gewählt, mit dem harten
Sparkurs und dem

Westfalenpost: Information statt Impfzwang Von Wilfried Goebels

Die Angst vor den Masern ist zurück. Eigentlich
sollte die Krankheit bis Ende 2015 in Deutschland ausgerottet sein.
Nach der Ansteckungswelle in Berlin wird nun die politische Forderung
nach einem gesetzlichen Impfzwang in Kitas und Schulen lauter. Bevor
zu Zwangsmaßnahmen gegriffen wird, sollte aber zunächst eine
umfassende Information stehen.

Es gibt in Nordrhein-Westfalen aber keinen Grund zur Panik. Wenn
97 Prozent der Kleinkinder in NRW gegen Masern geimpft sind, l&

Westfalenpost: Ein paar gute Nachrichten in unguter Zeit Von Andreas Thiemann

Endlich! Endlich einmal ein paar gute Nachrichten
aus der Ostukraine. Gefangenenaustausch und die Aussicht auf einen
gewissen Waffenabzug auf beiden Seiten. Fast hätten wir die Hoffnung
darauf schon aufgegeben – ohne zu wissen, was noch hätte passieren
können. Und was vielleicht trotzdem passieren wird.

Unser Vertrauen in den Friedenswillen der beteiligten Gegner vor
Ort ist längst aufgebraucht, und auch die vermeintlich besseren
Signale können unsere Skepsis

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Griechenland

Um markige Worte ist Ministerpräsident Alexis
Tsipras offenkundig nie verlegen: Man habe »einen Kampf, aber nicht
den Krieg« gewonnen, hat er nach der Vereinbarung von Brüssel wissen
lassen. Dass Tsipras sein Land – zumindest verbal – in einem Krieg
wähnt, sagt einiges über sein mangelndes Fingerspitzengefühl und
fehlende politische Erfahrung aus, aber noch viel mehr über das
Gefühlsleben der Griechen.

Längst wähnt sich Hellas ko

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Karstadt

Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Hellmut Patzelt
hat einen guten Job gemacht. Es ist ihm gelungen, die Zahl der
ursprünglich geplanten Entlassungen zu halbieren. Alle Achtung! Der
allseits befürchtete Kahlschlag beim Personal ist deutlich
abgemildert. Viele Beschäftigte, die seit Monaten um ihren Job
bangen, dürften aufatmen. Viele, aber eben nicht alle.

Am Ende sollen trotzdem etwa 1400 Mitarbeiter gehen. Andere müssen
mit weniger Lohn als bisher auskommen. Sie

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Karstadt Ein Grund zum Jubeln ist das nicht Stefan Schelp

Als Nicolas Berggruen 2010 Karstadt übernahm, da
war der Jubel groß. Der smarte Investor kam schließlich mit großen
Versprechungen. Erst nach und nach setzte sich die Erkenntnis durch,
dass Berggruens Interesse an der in die Jahre gekommenen
Kaufhauskette doch eher bescheiden war. Als René Benko, der zunächst
gegen Berggruen noch den Kürzeren gezogen hatte, dann im August 2014
für einen symbolischen Euro zum Zuge kam, waren die Befürchtungen

Rheinische Post: Kommentar / Falsche Klagelieder = Von Lothar Schröder

Arme Kirche, reiche Kirche. Erst ein paar Tage
ist es her, dass der mutmaßliche Reichtum des Kölner Erzbistums eine
Zahl bekam. Tatsächlich: Ein Vermögen von 3,35 Milliarden Euro ist
keine Kleinigkeit. Wenig später dann die im Hirtenbrief
seelsorgerisch formulierte und in den Sonntagsgottesdiensten
verlesene Hiobsbotschaft von Erzbischof Woelki: Auf absehbare Zeit
werden Großgemeinden sich zu Glaubensgemeinschaften, zu "spirituellen
Tankstellen" wa

Rheinische Post: Kommentar / Kunstkrise spitzt sich zu = Von Thomas Reisener

Die Unentschlossenheit der Regierung Kraft im
Umgang mit landeseigenen Kunstwerken fordert das zweite Opfer: Nach
der Versteigerung von zwei Warhols aus der Sammlung der staatlichen
Westspiel-Gruppe musste jetzt Star-Geiger Frank Peter Zimmermann
seine Stradivari abgeben. Ob er sie wiederbekommt, ist offen: Das
Instrument gehört zur Sammlung der ebenfalls landeseigenen Bank
Portigon, die abgewickelt wird. Beide Vorgänge sind deshalb so
ärgerlich, weil die Landesregierung ke

Rheinische Post: Kommentar / Schluss mit Trickserei in Athen und Berlin = Von Antje Höning

Obwohl sich Griechenland und Europa am Freitag
im Schuldenstreit geeinigt haben, ist die Krise nicht vorbei. Das
ungebrochen selbstbewusste Auftreten des Duos Tsipras/Varoufakis
lässt Böses ahnen. Sie tönen, die Griechen würden das Drehbuch der
Reformen nun wieder selbst schreiben. Nein, werden sie nicht. Sie
wollen Milliarden von Europa, also wird Europa ihnen sagen, wofür sie
das Geld nutzen – und wofür nicht. Im günstigen Fall diente das
Triumph-Geheul

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Politik diskutiert über Impfpflicht bei Masern Gefährliches Vergessen MARTIN FRÖHLICH

Es gibt diesen Satz, dass Menschen erst wissen,
was sie an einer Sache hatten, wenn sie diese verloren haben. Genau
so ist es mit den Impfungen. Das Gefährliche an der oft verharmlosten
Kinderkrankheit Masern sind Komplikationen und Spätfolgen wie Lungen-
und Gehirnentzündungen. Doch die sind in Vergessenheit geraten. Die
fatale Logik: Wirkt ein Impfschutz flächendeckend, kommt die
Krankheit kaum noch vor und wird nicht mehr ernst genommen. Prompt
wird der Sinn von Impfu