Saarbrücker Zeitung: Politiker wollen Feiertage nachholen

Weil der 1. Mai, der "Tag der Arbeit", in
diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, machen sich Politiker der
Bundestagsfraktionen dafür stark, Feiertage künftig nachzuholen. Das
berichtet die "Saarbrücker Zeitung" (Samstag).

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD, Katja Mast, sagte
der Zeitung: "Das wäre natürlich ein Zeichen zur Entlastung der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer." Die Expertin der Linksfraktion,
Sabine Zimm

Badische Neueste Nachrichten: zu Diesel-Rückruf Kommentar von Mario Beltschak

Der jüngste Fall zeigt auch, dass eine von
vielen befürchtete Kettenreaktion im Zuge des VW-Skandals nun zur
Realität wird. Auch wenn sich der Schaden jetzt noch in
überschaubaren Grenzen hält. Er wird vermutlich wachsen – vor allem
über die Landesgrenzen hinaus.

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Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel von Martin Anton zum VW-Skandal

Es war ein starker Satz: "Wir werden alle
Kosten übernehmen." Gesagt hat ihn nicht etwa ein Volkswagenvorstand,
sondern er stammt aus einer Mitteilung des Ölkonzerns BP im Frühjahr
2010, nachdem die Explosion der Bohrplattform Deepwater Horizon
drohte, den gesamten Golf von Mexiko zu vergiften. Es war ein Zeichen
des Unternehmens an die Öffentlichkeit, dass man die Verantwortung
für die Katastrophe übernehmen wollte. Dass BP tatsächlich "alle

Stuttgarter Nachrichten: zu Daimler und Dieselgate

Gewiss – nach allem, was man weiß, hat das
Vorgehen von Daimler nichts mit dem gemein, was Volkswagen getan hat.
Bei Daimler hat man offenbar die Möglichkeit, die Abgasreinigung bei
kühleren Temperaturen herunterzufahren, großzügig genutzt. Dennoch
müssen Kunden nun erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass selbst Autos,
für deren Umweltfreundlichkeit sie besonders viel Geld ausgegeben
haben, im Alltag keineswegs so sauber sind, wie sie annehmen durften
– an

Westfalen-Blatt: zum EU-Türkei-Vertrag

Die EU steht bei der Türkei im Wort. Für jeden
Flüchtling, der sich nach Griechenland abgesetzt hat und wieder
zurückgebracht wurde, werde die Gemeinschaft einen Asylbewerber
aufnehmen. Das war der Deal. Doch wer gehofft hatte, hinter dem
Versprechen stecke so etwas wie ein Auflodern von Solidarität, sieht
sich getäuscht. Wenn die Bundeskanzlerin jetzt in die Türkei reist,
wird sie Fragen beantworten müssen. Vor allem die, warum sich die
Mitgliedst

Westfalen-Blatt: zur Abgas-Affäre

Also doch! Nicht nur Volkswagen hat bei den
Abgaswerten getrickst, auch andere deutsche und ausländische
Hersteller haben bei ihren Dieselautos Spielräume weidlich genutzt.
Sie waren nur offenbar nicht ganz so dreist wie die Wolfsburger,
sondern bewegten sich noch innerhalb einer großen Grauzone.
Wirklich überraschen kann das Ergebnis der Nachmessungen kaum. Denn
wer die Augen vor der Realität nicht verschlossen hat, dem ist seit
langem klar, dass zwischen d

Rheinische Post: Lehren aus Tschernobyl Kommentar Von Martin Kessler

Vor 30 Jahren havarierte der Reaktorblock 4 des
sowjetischen Kernkraftwerks Tschernobyl und riss eine Region mit
Millionen von Menschen in Mitleidenschaft. Obwohl deutsche
Energieversorger nicht müde wurden, die Unterschiede hiesiger
Reaktoren zu solchen sowjetischen Bautyps zu betonen, war es der
erste Schlag gegen die Kernkraft. Inzwischen ist der Ausstieg in
Deutschland Gewissheit, wenn auch manche dieser Energieart
nachtrauern. Wahr bleibt: Die Atomkraft hat sich nur mit öffe

Börsen-Zeitung: Verlockende Euro-Zinsen, Marktkommentar von Kai Johannsen

Argentinien hat sich mit einem spektakulären
Auftritt an den internationalen Anleihemärkten zurückgemeldet. Das
war eine der wichtigsten Nachrichten in der Fixed-Income-Szene in der
gerade abgelaufenen Woche. Das im Jahr 2001 zahlungsunfähig gewordene
Land, das seitdem auch nicht mehr am Markt aktiv war, startete im
Dollar gleich mit vier Tranchen durch und räumte mächtig ab. Die
Investoren standen Schlange bei den Konsorten – globale Koordinatoren
des Deals war

BERLINER MORGENPOST: Angekündigte Verschiebung / Kommentar von Joachim Fahrun zum Flughafen BER

2018! Erstmals hat Berlins Regierender
Bürgermeister Michael Müller (SPD) diese Jahreszahl für eine
Eröffnung des Flughafens BER in den Mund genommen. Er bereitet den
Boden für eine weitere Verschiebung des Starttermins. Dabei ist klar,
dass niemand einen Flughafen mitten im Winter eröffnen würde. Dann
besteht die Gefahr, bei Frost die Jets enteisen zu müssen und den
Kinderkrankheiten eines derart komplexen Systems weiteres Chaos
hinzuzufügen. O

Neue Westfälische (Bielefeld): Rückrufaktion deutscher Autohersteller Desaster fürs Image Andrea Frühauf

Autobesitzer hatten es schon lange befürchtet.
Schummel-Ingenieure gibt es nicht nur bei Volkswagen. Nach der
Abgasaffäre des Wolfsburger Autobauers rufen mehrere deutsche
Hersteller wegen Unregelmäßigkeiten bei der Abgasbehandlung
europaweit Hunderttausende Diesel-Fahrzeuge zurück – darunter auch
Autos von Audi, Mercedes, Opel und Porsche. Viele der in Deutschland
fahrenden Autos stoßen im Verkehr eben sehr viel mehr Stickoxide aus
als bei den offiziellen