Gemach, gemach Herr Minister. Populistische
Vorstöße dieser Art führen meist nicht zum Erfolg. Wie im
Straßenverkehr sollte man nicht zu sehr aufs Gaspedal drücken, um
möglichst schnell sein Ziel zu erreichen. Wer vorausschauend fährt,
ist oft besser beraten, kommt vor allem stressfreier an. Unnötiges
Drängeln kostet nur Nerven – die eigenen und die der anderen. Das
gilt auch für den Ruf des niedersächsischen Innenministers Boris
Diese Fußball-Europameisterschaft hat nicht
lange gebraucht dafür, sich den hässlichen Dingen zuzuwenden. Freitag
war Eröffnung, Samstag Krawall. Und nach dem fünften Tag liegt eine
Ausschlussdrohung für Russland auf dem Tisch. Das Treffen der 24
qualifizierten Mannschaften ist ohnehin mit äußerster Skepsis
begleitet worden, weil es den trauerschwarzen November-Abend gab, der
Paris terrorisierte und paralysierte und so ganz nebenbei für den
Ju
Nun hat auch die zehnjährige Laufzeit der
Bundesanleihen den negativen Bereich erreicht. Bis auf minus 0,034
Prozent ist die Rendite der Benchmark, der richtungweisenden Anleihe
für den Euroraum, am Dienstag gesunken. Damit werfen nun erstmals
seit der Begebung der ersten Bundesanleihe im Jahr 1952 die von zwei
bis zehn Jahren reichenden Standardlaufzeiten des Bundes durchweg
negative Kuponerträge ab.
Überraschen kann an dem Ereignis allenfalls, dass es nicht schon
1000 Euro Bußgeld für
Geschwindigkeitsüberschreitungen – wer bietet mehr? Niedersachsens
Innenminister Boris Pistorius scheint Maß und Mitte verloren zu
haben, wenn er vorschlägt, Autofahrer gleich so massiv zur Kasse zu
bitten. Warum nicht 1500 oder 2000 Euro? So kann man den Leuten das
Autofahren auch vermiesen. Dass härter gegen notorische Raser
durchgegriffen werden muss, ist keine Frage. Doch schon jetzt können
motorisierte Idioten für Monate
Die Nato rüstet im Osten auf. Vier Bataillone will
das Bündnis demnächst dauerhaft in Polen und den baltischen Staaten
stationieren. Sie verstößt damit gegen die Nato-Russland-Grundakte
aus dem Jahr 1997, in der festgeschrieben ist, dass auf dem
Territorium der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten keine Nato-Truppen
dauerhaft stationiert werden. Die Allianz selbst sieht die Dinge
anders. Es handele sich um keine dauerhafte Stationierung, weil die
einzelnen Soldaten r
Keine guten Nachrichten: Laut Berliner
Verfassungsschutz haben nicht nur gewaltbereite Islamisten regen
Zulauf. Auch die Zahl der Rechtsextremisten ist gestiegen. Denn mit
der Hetze gegen Flüchtlinge und Muslime haben die Rassisten ein Thema
gefunden, mit dem sie Anhänger auch unter Berlinern finden konnten,
die sich selbst nie als Rechtsextremisten, sondern als "konservative
Patrioten" betrachten. Dass sowohl die pseudoreligiös verbrämten
Dschihadisten als au
International gilt das duale Ausbildungssystem
als Erfolgsgarant der deutschen Wirtschaft und als Grundstein für ein
erfolgreiches Berufsleben. Die Karrierechancen sind in vielen
Ausbildungsberufen ebenso gut wie die Verdienstmöglichkeiten und
übersteigen viele akademische Berufe. Trotzdem sinkt das Interesse an
Ausbildungen. Stattdessen zielen die immer weniger werdenden Schüler
auf immer höhere Schulabschlüsse ab, um studieren zu können. Dieser
Trend zur
Undiplomatisch sind die Worte des EU-Botschafters in
der Türkei. Wenn sie so gefallen sind. Zutreffend ist die Analyse des
EU-Türkei-Deals aber. Der Pakt kommt nicht voran. Das liegt zum einen
an der EU. So prüfen die griechischen Beamten die Asylanträge der
über die Türkei eingereisten Flüchtlinge schleppend. Also kann nicht
abgeschoben werden. Das liegt aber auch an der Türkei: Sie wählt die
Flüchtlinge aus, die im Gegenzug aus der Türk
Die NRW-Wirtschaft begrüßt den Entwurf der
rot-grünen Landesregierung für ein neues Tariftreuegesetz. "Wir sehen
das verhalten optimistisch", sagte Matthias Mainz von der IHK NRW der
in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Im
Detail gebe es zwar noch einiges zu verbessern. Zum Beispiel seien
die Bagatell-Grenzen, ab denen das Gesetz wirken soll, noch immer zu
niedrig. "Aber die Wirtschaft begrüßt, dass di