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„Dieses bunte Deutschland“ am 31. Mai im ErstenÜber Flüchtlinge, Helfer und Gegner (FOTO)


 


90-minütiger SWR/rbb Dokumentarfilm / Sendezeit: 22:45 Uhr

Es wird viel über sie geredet, aber selbst zu Wort kommen sie
selten. Die SWR/rbb Langzeitdokumentation „Dieses bunte Deutschland“
hat vier Flüchtlinge ein Jahr lang mit der Kamera begleitet. Die
Fremden werden weniger fremd, und am Ende wird deutlich: Es geht
schlicht um Menschen – mit all ihren Macken und Liebenswürdigkeiten,
Wünschen und Träumen. Menschen, die sowohl mit ihrer Kultur als auch
ihrer Persönlichkeit zur Vielfalt in der Gesellschaft beitragen. Die
90-minütige Dokumentation hat nicht den Anspruch, fertige Antworten
auf komplexe Fragen der Flüchtlingsthematik zu geben. Aber sie zeigt
an konkreten Beispielen, wie sich Hilfe, Fremdenhass, Gesetzgebung
und weitere Fakten auf das Leben der Flüchtlinge auswirken. Sendung
ist am 31. Mai um 22:45 Uhr im Ersten zu sehen.

Vier Flüchtlinge – im Dorf, in zwei Kleinstädten und in Berlin.
Heimatverlust und Neubeginn ist ihr gemeinsamer Nenner, doch schon in
den örtlichen Gegebenheiten, in ihren Beweggründen und der Art, wie
sie ihr neues Leben anpacken, unterscheiden sie sich: Die junge
Studentin Samiha aus Syrien hat die Flucht auf die Schwäbische Alb
verschlagen, in das Städtchen Leutkirch. Hier verfolgt sie mit
schwäbisch-syrischer Zielstrebigkeit ihren großen Traum: ein
Ingenieurstudium in Deutschland. Im sächsischen Pirna muss sich der
17-jährige Afghane Said behaupten. Sein Vater ist tot, die Mutter auf
der Flucht verschollen. Zwischen Hass und Hilfsbereitschaft und mit
Unterstützung seiner deutschen Ersatzmutter hofft er auf einen
Ausbildungsplatz als Tischler. In Berlin kämpft Hasan, ein
Geschäftsmann aus Syrien, darum, dass seine beiden kleinen Kinder aus
dem Kriegsland zu ihm nachreisen dürfen; die Trennung von ihnen
schmerzt, doch sein Glaube gibt dem Muslim Halt. Über ihre Arbeit im
Dorfkindergarten gewinnt die tschetschenische Hausfrau Zainap im
brandenburgischen Groß Schönebeck das Vertrauen der Dorfbewohner.

Im Spannungsfeld zwischen Hilfe und Hass Neben den vier
geflüchteten Menschen geht es in dem Film auch um ihre deutschen
Unter-stützer: um die Pfarrersfrau in Brandenburg, die neuen Freunde
in Leutkirch, die sächsische Ersatzmutter, die es nicht immer einfach
mit „ihrem“ jugendlichen Afghanen hat und neuen Bekanntschaften des
syrischen Vaters in Berlin. Wie begegnen die Helfer den Fremden?
Welche Missverständnisse gibt es? Wo kommen sie mit ihrer Hilfe an
Grenzen? Warum engagieren sie sich überhaupt für die Flüchtlinge?
Doch nicht jeder ist den Flüchtlingen gegenüber positiv eingestellt:
Beim Thema Fremdenfeindlichkeit führt der Weg von der Straße auch ins
Netz, wo sich anonyme Hetzer vor allem in sozialen Netzwerken
breit-machen.

Vier Flüchtlingsschicksale aus einer Million Genau hinsehen,
interessiert sein, präzise und nüchtern erzählen – den Autorenteams
Nina Mair und Robert Jahn, Martina Treuter, Jan M. Schäfer, Jean Boué
sind unter der Gesamtre-gie von Jan Tenhaven vier unaufgeregte,
menschennahe Porträts gelungen – von Menschen, um die es eigentlich
geht, wenn man von „den Flüchtlingen“ spricht.

„Dieses bunte Deutschland“, am Mittwoch, 31. Mai 2017, um 22:45
Uhr im Ersten.

Fotos über ARD-Foto.de. Akkreditierte Journalisten können den Film
im Vorführraum im SWR Presseportal ansehen unter
www.presseportal.swr.de.

Pressekontakt: Bruno Geiler, Tel. 07221 929 23273,
Bruno.Geiler@SWR.de

Original-Content von: SWR – Das Erste, übermittelt durch news aktuell

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