– Der Rohstofffonds ist mit zwei Beteiligungen bereits erfolgreich gestartet. Es ist beabsichtigt, die Mittel für Rohstoffprojekte zur Gewinnung, Verarbeitung und zum Recycling von kritischen Rohstoffen auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro aufzustocken.
– Für die Zielgruppe der Start-ups und Scale-ups sowie den breiten Mittelstand stellen Bund und KfW in den nächsten zehn Jahren insgesamt weitere 1,5 Milliarden Euro bereit. Dies beinhaltet auch die Aufstockung und Verstetigung des Zukunftsfonds.
– Konkrete Finanzierungen in den Zielgruppen Industrie und Mittelstand, Energieunternehmen sowie Start-ups und Scale-ups sind erfolgt, weitere Bausteine stehen vor dem Start.
Der im Dezember 2025 gestartete Deutschlandfonds ist erfolgreich angelaufen. Der Deutschlandfonds wurde geschaffen, um privates Kapital für Zukunftsinvestitionen zu mobilisieren und so die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu steigern. Private Investitionen sind ein Schlüsselfaktor für mehr Wachstum in Deutschland. Der Deutschlandfonds zielt darauf ab, dass privates Kapital dorthin fließt, wo Innovationen entstehen und Wachstum möglich wird. Dafür adressiert er mit verschiedenen Instrumenten gezielt die Bedarfe von Industrie, Mittelstand und jungen Unternehmen, Start-ups und Scale-ups sowie Energieversorgungsunternehmen.
Der Deutschlandfonds als wichtige Maßnahme der Bundesregierung zur Mobilisierung privaten Kapitals hat in den ersten sechs Monaten erste Finanzierungen erfolgreich angestoßen und so mithilfe staatlicher Anreize konkrete private Investitionen in wichtigen Zukunftsfeldern ermöglicht. Weitere Projekte und Bausteine stehen vor dem Start. Für die Zielgruppe Start-ups und Scale-ups sowie den breiten Mittelstand stellen Bund und KfW in den nächsten zehn Jahren insgesamt weitere 1,5 Milliarden Euro bereit.
Der Rohstofffonds, als ein Baustein des Deutschlandfonds, hat für zwei Rohstoffvorhaben zur Gewinnung von Seltenen Erden und Lithium Investitionsentscheidungen getroffen. Darüber hinaus wurden unter dem Deutschlandfonds Beteiligungen an deutschen Technologie-Start-ups erworben. Das Modul zu Verbriefungen zur Verbesserung der Kreditversorgung des Mittelstands ist ebenfalls angelaufen; erste Avalfinanzierungen für die Produktion von Transformationstechnologien sind zeitnah geplant. Weitere konkrete Projekte sind in der Pipeline: So hat die Konzeption für „MittelstandsKapital“, das im Herbst 2027 starten soll, begonnen, in der Energiewirtschaft stehen drei neue Bausteine des Deutschlandfonds kurz vor dem Start. Außerdem läuft das neue Venture-Capital-Programm „WIN 400“ bereits ab heute.
Der Bundesminister der Finanzen Lars Klingbeil:
„Der Deutschlandfonds ist ein Instrument, mit dem wir Deutschland innovativer und wettbewerbsfähiger machen können. Nach dem erfolgreichen Start werden wir den Deutschlandfonds jetzt weiter ausbauen. Wir setzen öffentliche Mittel gezielt als Hebel ein, damit deutlich mehr investiert wird. Der Deutschlandfonds kann Risiken absichern und so dafür sorgen, dass die besten Ideen in Deutschland entstehen und hier auch groß gemacht werden. So können wir für mehr Investitionen in Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz und Biotechnologie sorgen und zugleich Industrie und Mittelstand stärken. Außerdem investieren wir in unsere Sicherheit, Resilienz und Unabhängigkeit bei kritischen Rohstoffen. Damit mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden, bauen wir zusammen mit der KfW einen Wohnungsbaufonds auf.“
Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche:
„Deutschland verfügt über starke Unternehmen und gute Technologien. Häufig entscheidet die Finanzierung darüber, wie schnell daraus neue Produktionsanlagen, moderne Energienetze oder international erfolgreiche Wachstumsunternehmen entstehen. Genau an dieser Stelle setzt der Deutschlandfonds an. Mit Garantien, Krediten und Beteiligungen übernimmt der Staat gezielt einen Teil des Risikos und öffnet damit Raum für ein Vielfaches an privaten Investitionen. Rund 30 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln und Garantien sollen Investitionen von insgesamt rund 130 Milliarden Euro auslösen.
Die ersten Instrumente sind gestartet, auch ein erstes Scale-up-Investment wurde bereits umgesetzt. Jetzt bauen wir den Fonds Schritt für Schritt aus. Wir stärken die Finanzierung kritischer Rohstoffprojekte und stellen zusätzliches Wachstumskapital für Start-ups und Scale-ups bereit. So schließen wir konkrete Finanzierungslücken und sorgen dafür, dass Unternehmen ihre Technologien, Produktion und Wertschöpfung in Deutschland ausbauen können.“
Der Vorstandsvorsitzende der KfW Stefan Wintels: „Die ersten sechs Monate nach dem Start zeigen: Der Deutschlandfonds löst Investitionen in und für unseren Standort aus. Als KfW werden wir die Erfahrungen aus den ersten Vorhaben zusammen mit der Bundesregierung auswerten und zur Weiterentwicklung des Deutschlandfonds nutzen – damit aus ersten Erfolgen eine dauerhafte Investitionsdynamik für Deutschland verstärkt wird. Unser Ziel bleibt es, vor allem private Investitionen zu stimulieren – auch durch neue Finanzierungsinstrumente.“
Die Projekte und Fortschritte des Deutschlandfonds im Einzelnen
Für die Zielgruppe der Start-ups und Scale-ups wird wirksam privates Kapital mobilisiert, und die Finanzierungsmöglichkeiten werden ausgeweitet:
1. KfW Capital hat im Rahmen des Investitionsprogramms „Scale-up Direct“ seit Dezember 2025 direkt in mehrere Unternehmen investiert. Das Interesse an Scale-up Direct ist sehr hoch, sodass bis zum Ende des Jahres weitere Investitionen erwartet werden.
2. Als eine Maßnahme zur Verstetigung des Zukunftsfonds wird das Programm „Tech-Fondsinvest“ aus Mitteln des Bundes aufgestockt und aus Mitteln der KfW ergänzt. Damit steht für Investitionen in Venture-Capital-Fonds über dieses breit anwendbare Programm zusätzlich ein Volumen von rund 770 Millionen Euro zur Verfügung. In diesem Rahmen wird das jährliche Zusagevolumen von KfW Capital um 50 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt.
3. Seit dem Start des Deutschlandfonds im Dezember hat KfW Capital bereits rund 185 Millionen Euro in mehreren Venture-Capital-(VC-)Fonds zugesagt. Die VC-Fonds sind auch bei diesem Programm verpflichtet, mit mindestens dem von KfW Capital eingebrachten Kapital Start-ups und innovative Tech-Unternehmen vor allem aus den Bereichen DeepTech, BioTech und KI in Deutschland zu finanzieren.
4. Für innovative Fondsansätze stellt die KfW unter dem Deutschlandfonds über das Programm WIN 400 außerdem 400 Millionen Euro zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel VC-Investments in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, in Secondary-Fonds und in hochinnovative Lösungen im Bereich DeepTech oder auch in Fonds, die das Thema Unternehmensnachfolge und Transformation des Mittelstands im Blick haben.
In der Zielgruppe Industrie und Mittelstand zeigt der Deutschlandfonds bereits sichtbare Wirkung:
1.Der Rohstofffonds nimmt Fahrt auf und soll erheblich aufgestockt werden: Mit einer Erhöhung auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro sollen bis 2030 weitere Rohstoff-Projekte realisiert werden. Das ist ein Meilenstein, um die Versorgungssicherheit und Resilienz der Industrie bei kritischen Rohstoffen abzusichern. Die Aufstockung des Rohstofffonds ist Gegenstand des anstehenden parlamentarischen Haushaltsverfahrens.
Zwei konkrete Investitionen wurden bereits getätigt, ein weiteres Projekt ist derzeit in der Due-Diligence-Prüfung. Für weitere aussichtsreiche Vorhaben werden Investitionsentscheidungen vorbereitet. So hat die KfW im Auftrag der Bundesregierung 150 Millionen Euro Eigenkapital für die klimaneutrale Lithiumförderung von Vulcan Energy Resources sowie 50 Millionen Euro für ein Projekt zur Förderung von Seltenen Erden des Unternehmens Arafura Rare Earths zur Verfügung gestellt. Maßnahmen für ein besseres Ineinandergreifen der Finanzierungsinstrumente zur strategischen Rohstoffbeschaffung und für eine einheitliche Marktansprache werden eingeleitet.
2. Die Absicherung hoher Anzahlungs-, Gewährleistungs- und Umsetzungsleistungen durch Avale bzw. Garantien versetzen Unternehmen in die Lage, zukünftig deutlich größere Projekte zu realisieren. Ein Abschluss steht in Kürze im Bereich Windenergie an.
3. Der Deutschlandfonds soll zudem über Verbriefungen den Mittelstand mit dem Kapitalmarkt verknüpfen. Indem Finanzierungspartner bei Risiko und Eigenkapital entlastet werden, entsteht zusätzlicher Spielraum für neue Kredite. So hat sich die KfW Anfang Juni an Verbriefungen von Leasingforderungen deutscher Mittelständler beteiligt; weitere Transaktionen sind in Vorbereitung.
4. Anknüpfend an das Auslaufen von RegioInnoGrowth (RIG) im August 2027, arbeiten Bund und KfW unter Einbindung der Landesförderinstitute an der Ausgestaltung des Nachfolgeprogramms MittelstandsKapital. MittelstandsKapital soll Wachstums- und Innovationsfinanzierung im breiten Mittelstand über Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Mittel stärken und dabei auch die von RIG adressierten innovativen Start-ups weiterhin unterstützen. Regionale Bedarfe können gezielt berücksichtigt werden. Orientiert an der Struktur von RIG, werden Mittel des Bundes auf Ebene der Landesprogramme um Mittel der Bundesländer ergänzt und private Investoren eingebunden.
Zur Stärkung der Investitionen in die Energieinfrastruktur sind die Arbeiten und erste Projekte im Deutschlandfonds deutlich vorangeschritten:
1. Als nächste Stufe bereitet die KfW Kreditinstrumente für Energieversorgungsunternehmen vor. Der Investitionskredit Energieversorgung und der KfW-Konsortialkredit Energieversorgung sollen zusätzliche Finanzierungsspielräume für Investitionen in netzgebundene Wärme- oder Kälteversorgung (Erzeugung, Speicherung und Verteilung) und den Ausbau der Stromverteilung in Deutschland eröffnen. Beide Programme sollen im August starten. Auch das Programm Erneuerbare Energien – Plus mit Haftungsfreistellung soll über eine Risikoübernahme sowie einer zusätzlichen Zinsvergünstigung die Kreditvergabe in erneuerbare Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung sowie Energiespeicher erhöhen. Der Produktstart von Erneuerbare Energien – Plus mit Haftungsfreistellung soll in diesem Herbst erfolgen.
2. Derzeit laufen Gespräche mit den Ländern, um 2027 ein Programm zur Bereitstellung von mezzaninem Kapital an Energieversorgungsunternehmen mit den Landesförderinstituten zu realisieren. Es soll die Kapitalbasis von Energieversorgern stärken und zusätzliche Fremdkapitalaufnahmen für Investitionen in Stromverteiler- und Wärmenetze ermöglichen. Die Einbindung privater Investoren in die Gesamtfinanzierung ist auch in diesem Produkt möglich.
3. Mit dem KfW-Förderkredit Geothermie ist ein erstes Instrument gestartet, das ein zentrales Investitionshemmnis angeht: das Risiko, bei Bohrungen nicht fündig zu werden. Aktuell werden sieben Geothermie-Projekte geprüft, weitere Projekte haben ihr Interesse angemeldet.
Hier finden Sie weitere Informationen inklusive einer Grafik (https://www.kfw.de/Presse-Newsroom/Aktuelles/Deutschlandfonds/Infografik-DeuFo.jpg) und des Faktenblatts (https://www.kfw.de/Presse-Newsroom/Aktuelles/Deutschlandfonds/Der-Deutschlandfonds_Faktenblatt_171225_final.pdf%20).
Zur Website des Deutschlandfonds: deutschlandfonds.info
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