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Frauenpower in der IT

Frauenpower in der IT
 

Schon mit 12 Jahren wusste Kati Engler aus Berlin, dass ihre Interessen etwas mit Technik und Software zu tun haben müssen. Begeistert spielte sie als einziges Mädchen in ihrer Klasse mit einem Gameboy und nahm alle technischen Geräte im Haushalt ihrer Eltern auseinander. Heute steht Kati Engler als Sales Direktorin an der Spitze des Softwareberatungshauses ReqPOOL in Berlin und erzählt: ?Frauen müssen sich insbesondere in technischen Berufen immer noch doppelt so gut beweisen wie Männer. Die Nerds in der IT-Branche sind ?speziell? und manche Männer geben sich mitunter als Wolf im Schafspelz aus. Um so wichtiger ist die gelebte Gleichberechtigung in der Unternehmenskultur, besonders in Männerdomänen. Bei uns gibt es keine Unterschiede zwischen Männer und Frauen. Es gibt nur eine Rollenverteilung. Die ist für alle gleich und wird gleich gut bezahlt.?

?Seit der #meetoo-Bewegung ticken die Uhren anders?, sagt Bita Mirzaei, Managerin bei ReqPOOL, die viel Erfahrung in der männlich dominierten Luftfahrt- und Automobilbranche hat. ?Natürlich muss jeder und jede sich Respekt erst verdienen. Doch es existiert in den Köpfen vieler Männer noch nicht das Selbstverständnis, dass Frauen in technischen Berufen dieselben Qualifikationen wie sie mitbringen. Es sind zwar oft Kleinigkeiten, doch manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich immer noch behaupten muss. Aber auf die meisten Bemerkungen gehe ich schon gar nicht mehr ein, denn ich bin mindestens genauso kompetent wie ein Mann und will/muss für meine professionellen Skills anerkannt und bewertet werden. Weltweit liegt der Anteil von Frauen in der Informatik und Wirtschaftsinformatik erst bei rund 20 Prozent. Da ist noch viel Luft nach oben. Mirzaei ergänzt: ?Bei ReqPOOL haben wir ein ausgeglichenes Verhältnis des männlichen und weiblichen Kollegs ? nur eben bei vielen Kundinnen und Kunden noch nicht.?

Das weiß auch Dragomirka Pepic. Als 29-jährige Projektmanagerin gehört sie zu einer Generation, die die Fragen um Diversity und Gleichberechtigung für selbstverständlich hält. ?Wir Frauen bringen in die IT-Beratung Skills mit, die immer wichtiger werden. In komplexen Projekten benötigt man starke Kommunikationsfähigkeiten und Empathie für die anderen, sonst kommt man in Konfliktsituationen nicht weiter. Da haben wir den Männern etwas voraus. Ich sehe starke Veränderung in der Gesellschaft und im Berufsleben, was die Akzeptanz von Frauen in allen Rollen angeht und ich glaube und hoffe, dass die jüngeren Generationen es da einfacher haben.?

Sabine Mailänder sitzt für ReqPOOL in Linz. Als Team Managerin laufen bei ihr viele Drähte zusammen. Als zweifache Mutter kennt sie die Doppelbelastung vieler berufstätiger Frauen nur zu gut. ?Da haben wir es immer noch viel schwerer als die Männer. Wir wollen unsere Rolle als verantwortungsvolle Mutter nicht aufgeben, wenn wir gleichzeitig auf unsere Karriere nicht verzichten wollen. Es ist ein täglicher Kompromiss. Arbeitgeber*innen sollten viel mehr auf diese speziellen Herausforderungen eingehen und zum Beispiel während der Ferienzeit für die Kinder Betreuungsangebote im Firmenumkreis anbieten.? Die neue Bereitschaft zum Homeoffice erleichtert für viele Eltern die Anstrengung zwischen Familie und Beruf. Das hilft auch den Frauen und Müttern. ?Wenn dann noch der Wiedereinstieg nach der Elternzeit mittels individuellen Eingliederungsprogrammen unterstützt wird, ist das besonders familienfreundlich und fördert uns Frauen im gesamten Berufsleben?, so Mailänder.

Frauen fordern heute von ihren Arbeitgeber*innen eine hohe Flexibilität und eine Firmenpolitik der Gleichberechtigung. So eine Kultur zieht allerdings nicht von selbst ein. Sie muss aktiv aufgebaut und gefördert werden. Eine formulierte Policy und Compliance ist dafür notwendig. Regelmäßige Schulungen und Weiterbildung sind unabdingbar. Ohne ein gelebtes Vorbild in der Firmenleitung wären alle Bemühungen um Gleichberechtigung nur Schall und Rauch. Gleichberechtigung und Diversity müssen im gesamten Unternehmen gelebt werden. Gleichzeitig ist es wichtig, dass es eine Vertrauensperson gibt, die als Anlaufstelle dient. Das muss nicht gleich eine Frauenbeauftragte sein. Es reicht, wenn eine Person im Unternehmen genannt wird, die ein Ohr für diese Belange hat und diese vor der Unternehmensleitung vertreten kann. Allein: die Unternehmensleitung ist nicht allmächtig, die Frauen müssen Ihre Chancen auch vertreten und nutzen ? Frauenpower ist gefragt! Dafür hat Kati Engler ein einfaches Rezept. Ihre drei Tips für die wichtigsten Eigenschaften für Frauen in der IT-Branche: Ehrgeiz, soziale Kompetenz und Humor.

*Das österreichische Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort hat ReqPOOL mit dem Gütesiegel equalitA ausgezeichnet. Damit zählt ReqPOOL zu den erfolgreichen Unternehmen, die Frauen in ihrer Karriere fördern, dies sichtbar machen und die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter unterstützen. ReqPOOL ist es ein besonderes Anliegen den Anteil der Frauen in Führungspositionen weiterhin auszubauen.

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