Gottesdienst ist zentraler Ort der Vergebung / EKD-Grundlagentext “Sünde, Schuld und Vergebung aus Sicht evangelischer Anthropologie” vorgestellt

Die evangelische Sicht auf den Menschen als Sünder steht im Fokus des Grundlagentextes “Sünde, Schuld und Vergebung aus Sicht evangelischer Anthropologie”, den der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) passend zum Buß- und Bettag herausgegeben hat. Die Bedeutung dieses Feiertages hob der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bei der heutigen digitalen Vorstellung des Textes hervor: “Wenn es ihn nicht schon gäbe, man müsste ihn erfinden. Hinter dem sperrigen Namen und dem unangenehmen Thema steht nämlich etwas sehr Kostbares. Der Buß- und Bettag ist der Tag der Ehrlichkeit gegenüber uns selbst. Es ist ein Tag der Besinnung. Ich merke immer mehr, wie sehr ich ein solches Innehalten auch persönlich brauche.”

Erarbeitet wurde der Grundlagentext von der EKD-Kammer für Theologie unter dem Vorsitz von Professor Christoph Markschies, Professor für Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. “Aus christlicher Sicht kann von Sünde und Schuld nicht geredet werden, ohne sie im Licht der Vergebung wahrzunehmen. Der zentrale Ort ist hierfür der Gottesdienst”, erläutert Markschies. Ein Fokus des Textes liegt auf den unterschiedlichen Lebensbereichen, in denen Menschen Erfahrungen mit Schuld und Vergebung machen. “Dazu gehören auch ganz alltägliche Situationen in Freundschaft, Partnerschaft und Ehe, in Kirche und Gemeinde sowie im Beruf”, erklärt der Kammervorsitzende.

Der Grundlagentext ist Teil einer Textreihe, die anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 die reformatorische und damit evangelische Botschaft für unsere Gegenwart auslegt. Bereits “Rechtfertigung und Freiheit” (2014) und “Für uns gestorben” (2015) haben den Freiheitshorizont der reformatorischen Theologie ins Zentrum gestellt.

Zu dem Grundlagentext ist eine Broschüre erschienen. Darin werden die Inhalte des Buches in 15 Thesen zusammengefasst und mit Statements von prominenten Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen ergänzt. Die Broschüre soll als Anregung für Gespräche in Kirchengemeinden und kirchlichen Werken sowie in Bildungseinrichtungen und Schulen dienen und ist ebenso wie der Grundlagentext kostenfrei zum Download verfügbar.

Den Grundlagentext können Sie herunterladen unter http://www.ekd.de/suendeschuldvergebung .

Die Broschüre steht zum Download unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.ekd.de/suendethesen

Hannover, 16. November 2020

Pressestelle der EKD

Annika Lukas

Pressekontakt:

Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
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Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
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