
– Täglich rund neun Stunden online, davon über fünf Stunden mit dem Smartphone
– Schneller Austausch mit Freunden und Familie wichtig
– Postbank Digital-Experte Thomas Brosch: „Ein pauschales Handyverbot verkennt die Chancen digitaler Werkzeuge im Unterricht.“
Die Postbank Jugend-Digitalstudie zeigt, dass Smartphones für Jugendliche in Deutschland unverzichtbar sind. 92 Prozent der 16- bis 18-Jährigen in Deutschland nutzen ein Smartphone und verbringen durchschnittlich 37,5 Stunden online – das entspricht rund 5,4 Stunden täglich. Insgesamt sind Jugendliche etwa 65,5 Stunden pro Woche mit digitalen Endgeräten im Internet aktiv. Trotz eines Rückgangs der Nutzungsdauer seit dem Corona-Peak bleibt das Niveau hoch, insbesondere bei mobilen Geräten. Der Ruf nach einem Handyverbot an Schulen wird daher immer lauter, doch die Mehrheit der Jugendlichen spricht sich dagegen aus.
Insgesamt verbringen Jugendliche in Deutschland durchschnittlich 65,5 Stunden pro Woche mit verschiedenen Endgeräten von Handy bis Spielekonsole im Internet. Das sind mehr als neun Stunden täglich, aber immerhin sechs Stunden pro Woche weniger als im Vorjahr. Die Internetnutzung nimmt im Vergleich zu den Jahren 2020 und 2021 zwar kontinuierlich ab, das Niveau bleibt jedoch hoch, vor allem beim Nutzen mobiler Geräte. Das Smartphone ist bei Jugendlichen das beliebteste Gerät, um ins Internet zu gehen. 92 Prozent der Befragten nutzen es zum Surfen. Stationäre Geräte kommen deutlich seltener zum Einsatz. Etwa jeder zweite Jugendliche geht mit dem Tablet ins Internet, 48 Prozent mit dem Laptop, 37 Prozent mit dem Desktop-PC und 22 Prozent mit einer Spielekonsole.
„Für eine deutliche Mehrheit von 92 Prozent der 16- bis 18-Jährigen ist das Smartphone das zentrale Gerät – vom Austausch mit Freundinnen und Freunden bis zum Banking“, sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank. „Unser Auftrag ist es, aus alltäglicher Nutzung digitale Kompetenz und Cybersicherheit zu entwickeln, damit junge Menschen mobil und souverän handeln.“
Mehrheit gegen Handyverbot
Die Nutzung des Smartphones wollen Jugendliche auch in der Schule nicht einschränken – obwohl aktuelle Studien einen Zusammenhang zwischen Handynutzung und PISA-Ergebnis sehen. Die Mehrheit der befragten Jugendlichen spricht sich gegen ein generelles Handyverbot an Schulen aus. Hauptargumente sind die Bedeutung der schnellen Kommunikation mit Familie und Freunden (60 Prozent) und die Nützlichkeit von Smartphones für Lernzwecke und Recherchen (55 Prozent).
54 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass sie eigenverantwortlich mit dem Smartphone umgehen können. Besonders junge Frauen betonen die Bedeutung von Selbstbestimmtheit und die Vorteile der mobilen Kommunikation. Zwei Drittel der weiblichen Jugendlichen sehen darin das wichtigste Argument gegen ein Verbot, im Gegensatz zu 41 Prozent der jungen Männer. Auch die schnelle Kommunikation ist jungen Frauen wichtiger als den männlichen Mitschülern (63 zu 56 Prozent). Aber – vor allem junge Frauen können das Smartphone kaum aus der Hand legen: 41 Stunden verbringen sie damit pro Woche im Internet, bei den jungen Männern sind es 34,3 Stunden.
Gleichzeitig erkennen viele Jugendliche, insbesondere Mädchen, die Risiken der Smartphonenutzung im Schulalltag. 71 Prozent sehen ein Handyverbot als Möglichkeit, Ablenkungen im Unterricht zu vermeiden, 67 Prozent erwarten eine bessere Konzentration und 53 Prozent weniger Stress durch ständige Erreichbarkeit. 45 Prozent der Schülerinnen, aber nur 19 Prozent der Schüler sehen einen Vorteil des Handyverbots in einer besseren Kommunikation in den Pausen.
„Ein pauschales Handyverbot verkennt die Chancen digitaler Werkzeuge im Unterricht. Klare Regeln, Medienkompetenz und sichere, mobile Tools bringen mehr Lernerfolg und weniger Ablenkung – und passen besser zur Lebenswirklichkeit der Jugendlichen“, gibt Thomas Brosch zu bedenken. „Digitale Bildung heißt deshalb: Räume für konzentriertes Lernen schaffen und zugleich die Stärken mobiler Kommunikation gezielt nutzen.“
Hintergrundinformationen zur Postbank Jugend-Digitalstudie 2025
Die „Jugend-Digitalstudie“ der Postbank untersucht seit 2019, wie sich das Leben Jugendlicher in Deutschland bezüglich Digitalisierung allgemein und insbesondere in Bezug auf Finanzthemen verändert. Dafür wurden im September dieses Jahres 1.000 Jugendliche in Deutschland zwischen 16 und 18 Jahren befragt. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland, Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Mikrozensus 2023 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.
Pressekontakt:
Postbank
Iris Laduch
+49 228 920-12102
iris.laduch@db.com
Original-Content von: Postbank, übermittelt durch news aktuell