k3 mapa GmbH: Zinsen in Japan – höchster Stand seit 30 Jahren

k3 mapa GmbH: Zinsen in Japan – höchster Stand seit 30 Jahren
 

Im Mai 2026 erinnerte die k3 mapa GmbH an die Auswirkungen von steigenden Zinsen in Japan auf die Weltwirtschaft. Im Mai 2026 erreichten die Zinsen für 10-jährige Staatsanleihen in Japan einen vorläufigen Höchststand mit 2,8%. Heute erreichen die Zinsen den Wert von 3% – der höchste Wert seit 1996.

Bei steigenden Zinsen in Japan ebben die carry-trades weiter ab bzw. es könnte zu einer Umkehrung der Geldflüsse kommen – falls die amerikanischen Zinsen nicht auch ansteigen. Und auch diese steigen weiter an: Der Höchststand für 10-jährige US-bonds lag im Mai 2026 bei 4,6%, heute liegt er bei 4,8%.

Der japanische YEN wertet seit Monaten massiv ab und musste durch eine FED-Intervention gestützt werden. Das Dilemma: Wertet der YEN weiter ab, dann steigen in Japan wegen der erhöhten Importpreise die Preisniveaus. Die japanischen Zinsen müssen steigen, um den Anstieg der Inflation zu kontrollieren.
Wertet der YEN nicht weiter ab (oder sogar auf), dann müssen die amerikanischen Zinsen stark steigen, um weiterhin billiges japanisches Geld anzulocken (bzw. zumindest die aktuell investierten japanischen Gelder in den USA zu halten).

Beide Szenarien bedeuten langfristig weltweit höhere Zinsen.

Der Schuldenstand des amerikanischen Bundestaates liegt mittlerweile bei dem Rekordwert von 40.000 Milliarden US-Dollar – ca. 125% des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes.

Steigen die Zinsen, dann müssen die USA einen noch größeren Teil ihres Staatshaushaltes für die laufenden Zinszahlungen aufwenden. Im Jahr 2026 sind es ca. 1.200 Milliarden US-Dollar bei einem Budget von offiziell 6.300 Milliarden US-Dollar.

Analysten stellen nun die Frage wie neue oder zusätzliche Aktiva gefunden werden können um die Schulden ohne Steuererhöhungen bedienen zu können.

Einige Analysten behaupten, dass die Intervention in Venezuela und die quasi Annektierung des venezolanischen Öls und Goldes damit im Zusammenhang stehen könnte. Auch werden der Iran bzw. Ukraine Konflikt in diesem Zusammenhang genannt.

Andere Analysten gehen davon aus, dass die USA versuchen werden den Preis für Gold positiv zu beeinflussen. Nachdem die USA seit 1971 Gold als Gegner des US-Dollar interpretiert haben, könnte eine spürbare, positive Preisentwicklung die 8.100 Tonnen Goldes des amerikanischen Bundestaates eine Verbesserung der Bilanz bewirken. Aktuell sind die 8.100 Tonnen mit ca. 40 USD-Dollar / Unze bilanziert, eine Neubewertung bei 20.000 USD-Dollar würde einem Bilanzgewinn von ca. 5.000 Milliarden US-Dollar bescheren.

„Die USA, die west-europäischen Staaten und Japan stecken tief in der Schuldenfalle. Höhere Zinszahlungen auf die aufgehäuften Schuldenberge sind nicht ohne weiteres realisierbar. Wir gehen davon aus, dass die USA versuchen werden ihre Goldreserven durch einen angepassten Goldpreis stärker in ihrer Bilanz zu berücksichtigen. Ein schwächerer US-Dollar ist im Interesse der USA.“ – kommentiert Thorsten Schuppenhauer, Geschäftsführer der k3 mapa GmbH. Und er fährt fort: „Langfristig könnte die Entwicklung sogar wieder die Einführung eines globalen Goldstandards hervorrufen. Für Länder wie China und Russland, die noch größere Goldreserven als die USA besitzen, bedeutet die Einführung eines globalen Goldstandards einen großen Vorteil im Vergleich zum aktuellen status-quo. Die europäischen Länder bleiben Statisten und passen sich an. „