Praktisch werden nur die Türschilder
ausgetauscht, wenn die langjährigen Erzfeinde ihren bisherigen
Vertretungen wieder vollen diplomatischen Status verleihen. Politisch
bringt dieser Akt aber eine Zeitenwende für die schwer belastete
Vergangenheit zwischen der Supermacht und dem kommunistischen Regime.
Es war nicht einfach, an diesem Punkt anzukommen. Weder die
zweijährigen Geheimverhandlungen, die ohne Vermittlung des Vatikan
vermutlich im Sande verlaufen wären. N
"Der Faschismus ist das Richtige für Deutschland und
Italien", schrieb der 20-jährige Sohn eines US-Diplomaten 1937 in
sein Reisetagebuch. Für ein paar Tage führte ein Trip nach Europa den
bildungshungrigen Studenten auch ins "Dritte Reich", was er dort zu
sehen bekam, ließ ihn entzückt davon schwadronieren, ,"dass die
nordischen Rassen den romanischen gewiss überlegen" seien. Der Name
des jungen Amerikaners: John F. Kennedy.
Am Wochenende grillen wir griechisch – ohne
Kohle!" Selten so gelacht. Oder muss es heißen: selten so wenig
nachgedacht? Menschen, deren Namen mit -as, -is, oder -os enden,
müssen sich derzeit viele dumme Sprüche anhören. Natürlich könnte man
drüber stehen. . . doch etliche der hier lebenden Griechen fühlen
sich unwohl, weil sie für etwas in Haftung genommen werden, für das
sie nichts können. Auch sie schütteln wie ihre
Der Deutsche Bundestag hat entschieden. In einer
Sondersitzung haben 439 Abgeordnete für neue Verhandlungen mit
Griechenland gestimmt, 119 votierten dagegen und 40 enthielten sich.
Die politische Legitimation ist also rechnerisch eindeutig gegeben –
aber ist sie es wirklich? Die riskante Strategie der Eurozone haben
deren Staats- und Regierungschefs in einer langen Sitzung in Brüssel
ausgehandelt, getrieben von Angela Merkel. Ihr nun mehrheitlich die
Gefolgschaft zu verweigern,
Die Parlamente in Athen und Berlin treffen unter
großen Bauchschmerzen eine Entscheidung gegen die innere Überzeugung
vieler ihrer Mitglieder. Sie werden dazu getrieben von zwei
Regierungen, die diese Entscheidung in Wirklichkeit auch für falsch
halten. Das gilt jedenfalls für Alexis Tsipras dort und Wolfgang
Schäuble hier. Und dennoch werden noch einmal 86 Milliarden Euro in
das griechische Fass ohne Boden gekippt. Es ist, sagt die Kanzlerin,
der letzte Versuch.
Natürlich musste der Bundestag den Weg für weitere
Gespräche über ein drittes Hilfspaket für Griechenland frei machen.
Alles andere wäre nach den Turbulenzen der letzten Wochen ein
politischer Totalschaden. In Athen, aber auch in Berlin und Brüssel.
Allein, die hohe Zahl der Nein-Stimmen im Bundestag verweist auf ein
weiter anhaltendes Problem: Der Irrsinn ist Normalzustand geworden.
Man muss kein Volkswirtschaftler sein, um zu fragen, ob es in den
letzt
65 Abgeordnete aus der eigenen Fraktion
verweigerten der Bundeskanzlerin am Freitag ihre Zustimmung, so viele
wie noch nie. Sie wandten sich gegen neue Verhandlungen mit Athen und
damit gegen ein drittes Kreditprogramm. 65 Abgeordnete zumeist von
der ganz konservativen Flanke – das wäre die drittgrößte Fraktion im
Parlament, mit beträchtlichem, wachsendem Potenzial. Auch ohne
obskure Vereine wie die AfD verschieben sich die politischen Gewichte
nach rechts, in Richtung G
Verkorkst. Die ganze Situation ist verkorkst. Nach
der langen Nacht in Brüssel spielt die Musik in Athen und Berlin. Und
hier gibt es eine Reihe beunruhigender Parallelen: Beide Regierungen
machen sich in weiten Teilen Europas zunehmend unbeliebt bis
unmöglich. Beide Regierungschefs verlieren mehr und mehr Rückhalt in
den eigenen Reihen. Dort mag man sich nicht anfreunden mit einem
Verhandlungsergebnis, das aus der Wahl zwischen Pest und Cholera
hervorging.
Die Stimmung in den bayerischen M+E Unternehmen
hat sich im Juni deutlich verschlechtert. Wie die bayerischen Metall-
und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm melden, sank der
ifo-Geschäftsklimaindex für die M+E Industrie im Freistaat im
Vergleich zum Vormonat um 15 auf +10 Punkte. Die Unternehmen
bewerteten die aktuelle Lage deutlich schlechter als im Mai: Der
Saldo ging von +39 Punkten zurück auf +23 Punkte. Auch die
Erwartungen haben sich eingetrübt: Der entspr
Die Kampagne STOP THE BOMB protestiert an diesem
Freitag gegen das Atomabkommen mit dem Iran und fordert die Absage
der Reise von Sigmar Gabriel
Vom kommenden Sonntag bis Dienstag ist eine Reise des deutschen
Vizekanzlers und Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel in Begleitung
einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation in den Iran angekündigt. Die
Kampagne STOP THE BOMB fordert die Absage dieser Reise und ruft zur
Protestkundgebung am Freitag vor dem Wirtschaftsministerium auf.