Endlich! Die Türkei ist aufgewacht und nimmt die
Gefahr ernst, die von der Terrormiliz "Islamischer Staat" ausgeht.
Viel zu lange hat die Regierung in Ankara geglaubt, sie könne mit den
Terroristen gemeinsame Sache machen, um das verhasste Assad-Regime in
Syrien zu stürzen. Viel zu lange hat sie die Dschihadisten gewähren
lassen – bis sie auch ihr mit dem Anschlag von Suruc den Krieg
erklärten. Ob die türkische Antwort wirklich eine Kehrtwende im Kampf
Ankara werde jetzt hart gegen die Extremisten
vorgehen. Das hatte der türkische Ministerpräsident Davutoglu bereits
unmittelbar nach dem Mordanschlag der islamischen Kalifatsterroristen
auf die jungen Leute in Suruc verkündet. Und damit war Vorsicht
geboten. Auch für die Hintermänner der Täter; nicht weniger aber, wie
sich am Freitag einmal mehr zeigte, für die Unterstützerkreise der
Opfer. Wenn die türkische Regierung nach einer politischen Schlap
Auch wenn inzwischen wieder eine knappe Mehrheit der Deutschen
will, dass Griechenland im Euro bleibt, ist der Weg zur Rettung
Griechenlands hoch umstritten: Waren nach den gescheiterten
Verhandlungen mit Griechenland Anfang Juli noch 52 Prozent der
Deutschen der Meinung, dass Griechenland nicht mehr im Euro bleiben
sollte, sind es jetzt nur noch 45 Prozent (Rest zu 100 Prozent hier
und im Folgenden jeweils "weiß nicht"). Eine Mehrheit von 50 Prozent
plädiert jetz
Der Parteivorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, hat
das Einlenken der türkischen Regierung im Konflikt mit der
Terrormiliz Islamischer Staat begrüßt.
Er hätte allerdings auf eine frühere Wende gehofft, sagte Özdemir
am Freitag im rbb-Inforadio:
"Es kommt reichlich spät. Die Türkei hat lange Zeit auf die
Strategie gesetzt, der Feind meines Feindes ist mein Freund. Alles
was hilft, den syrischen Diktator Assad zu beseitigen, ist g
Der griechische Premier Alexis Tsipras wandelt
sich gerade vom charismatischen Vorkämpfer der europäischen Linken
zum Realpolitiker. Er mag den Gegnern des Kapitalismus noch immer als
Ikone erscheinen, in Wahrheit hat er sich in die typisch europäische
Suche nach Lösungskompromissen eingefügt. Und das ist nicht so
schlecht. Denn ein Austritt Griechenlands aus dem Euro würde derzeit
weder dem Land noch der Eurozone nützen. Zu stark sind die
Fliehkräft
Zum dienlichsten Kronzeugen einer womöglich
verfehlten Griechenland-Rettungspolitik – vor allem für den Boulevard
– will sich Wolfgang Bosbach dann doch nicht machen lassen. Auch das
bisschen Rücktritt mag dem CDU-Politiker schwerfallen, ein
fulminantes Zeichen gegen Angela Merkel setzt er damit freilich
nicht. Da hätte Bosbach nach dem von ihm mit verursachten, medialen
Wirbel schon konsequenter sein müssen. So ist es nur der Rücktritt
als Vorsitzender des In
Das Gezerre um die Zukunft des Gefangenenlagers
Guantánamo ist ein Musterbeispiel für die Unfähigkeit Washingtons,
erkannte Probleme einfach zu lösen. Jenseits von ein paar Hardlinern
findet sich kaum mehr jemand, der in dem kontraproduktiven Symbol des
"Kriegs gegen den Terror" etwas Erhaltenswertes sieht. Auf der
anderen Seite versteht jeder Kongressabgeordnete, wie ängstlich die
Bürger im "Land der Mutigen" tatsächlich sind. Mit de
"Schäuble – Macht und Ohnmacht" am 24. August
2015 um 21.30 Uhr im Ersten
Monate voller Dramatik: Wolfgang Schäuble rast durch Europa und
verhandelt wegen Griechenland. Kann er die Regierung in Athen zu
Reformen drängen? Nimmt er einen Grexit in Kauf oder treibt er ihn
womöglich an? Was ist seine Motivation? Auf Schäubles zahllosen
Reisen dabei: seine engsten Mitarbeiter und Bodyguards – und der
Dokumentarfilmer Stephan Lamby mit seinem Kameramann im
Die griechische Regierung übt heftige Kritik an der
geplanten Privatisierung von 14 Flughäfen, für die die Frankfurter
Fraport AG bereits unter der Vorgänger-Regierung den Zuschlag
erhalten hat. Unter den Flughäfen befinden sich die beliebtesten
Touristenziele des Landes.
Gegenüber dem ARD-Magazin "Monitor" (heute 21.45 Uhr im Ersten)
äußerte sich der zuständige griechische Infrastrukturminister
Christos Spirtzis: "Bei dieser
Die Europäische Union setzt bei der Bekämpfung von
Fluchtursachen verstärkt auf die Unterstützung von autoritären
Regimen in Afrika. Das geht aus vertraulichen Verhandlungsdokumenten
hervor, die dem ARD-Magazin "Monitor" (heute, 21.45 Uhr im Ersten)
vorliegen.
Demnach ist unter anderem geplant, die Institutionen der Regierung
in Eritrea zu "stärken" und sie bei der Bekämpfung von Fluchthelfern
zu unterstützen. Sudanesische Beam