Kritik am Islam muss so banal werden wie Kritik an
Juden oder Katholiken." Dieses Bekenntnis, dieses Ziel hat der
Chefredakteur des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo,
Stephane Charbonnier, mit dem Leben bezahlen müssen. Und mit ihm elf
weitere Menschen – Mitarbeiter des Magazins, zwei Polizisten und ein
Unbeteiligter. Sie haben sich für die Meinungsfreiheit in
Lebensgefahr gebracht und haben für diese Freiheit mit ihrem Leben
bezahlt. Ihnen gilt unsere ga
Mit dem Massaker von Paris hat der Terror gegen die
freie Welt eine neue Dimension erreicht. Die Täter gingen derart
erbarmungslos gegen die Journalisten und Polizisten vor, dass einem
der Atem stockt. Das Morden bewegt und schockiert. Zugleich hat die
Brutalität, getrieben von blindwütigem Hass und ungeahnter
Feindseligkeit, den Menschen in den westlichen Demokratien und damit
uns allen endgültig die Augen geöffnet. Die Bedrohung ist
gegenwärtig.
Richtig entspannt war das
britisch-europäische Verhältnis nie. Seit David Cameron unter den
Druck der Rechtspopulisten geraten ist, denen die Zuwanderung nicht
passt, die vielen Muslime aus dem einstigen Weltreich, die Vorgaben
aus Brüssel, die Interessen der anderen im europäischen Klub, steht
sogar ein möglicher EU-Austritt auf der Tagesordnung. Cameron, der im
Mai wiedergewählt werden will, hat dazu ein Referendum versprochen.
Wie eine solche Abstimmung aus
Frankreich hält den Atem an. Auch Deutschland ist
fassungslos über den Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitung
Charlie Hebdo. Zwölf Menschen sind tot, darunter Cabu, Charb,
Wolinski und Tignous. Die RUNDSCHAU sprach mit Peter Ronge,
pensionierter Romanistikprofessor der Uni Münster, Buchautor und
einer der renommiertesten Karikaturkenner in Deutschland. Der
80-Jährige hat gestern viele Freunde verloren.
Seit dem verheerenden Erbeben vom 12. Januar 2010 ist es der
haitianischen Regierung unter Präsident Michel Martelly gelungen,
kleine Fortschritte zu erzielen: Die extreme Armut wurde gemindert,
der Straßen- und Wiederaufbau sind vorangekommen und es wurden
Fortschritte im Bildungssystem erzielt. Doch diese kleinen Erfolge
sind durch die politische Dauerkrise gefährdet. Im letzten Oktober
verschob Präsident Martelly die seit drei Jahren fälligen Parlaments-
un
»Wir veröffentlichen Karikaturen über jeden und
alles jede Woche«, so hat Chefredakteur Stéphane Charbonnier einmal
das Programm von »Charlie Hebdo« beschrieben. Er hatte dies vor ein
paar Jahren in Erinnerung rufen müssen, weil der Satirezeitung
irgendwann das Etikett »islamkritisch« aufgeklebt worden war. Nie
wäre es jemandem in den Sinn gekommen, von einem »christuskritischen«
Magazin zu sprechen – trotz all der J
Heute ist nicht der Tag, um zu erklären, warum
es absolut nichts über die Mehrheit der friedlichen Muslime in
Deutschland und Europa sagt, wenn Terroristen mit dem Schlachtruf
"Allahu akbar" in Paris einen Massenmord an Journalisten begehen.
Heute ist auch nicht der Tag zu erklären, warum dieser Massenmord
keine Bestätigung für die hasserfüllten Rechtsextremisten und
Rassisten darstellt, die im Pegida-Hintergrund die Strippen ziehen
und ihrerseits J
Als "sehr kritisch, vor allem jetzt im Winter",
schätzt Viktoria Schilowa, Vorsitzende der ukrainischen
Friedensbewegung "AntiWojna" (Anti-Krieg), die derzeitige Situation
der Menschen im ostukrainischen Konfliktgebiet ein. "Im Donbass
herrscht eine humanitäre Krise", sagte sie in einem Interview mit der
in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland"
(Donnerstagausgabe). "Diese Menschen brauchen Frieden und Hilfe. Nur
eines i
Jetzt haben die Gegner von Joseph Blatter doch
noch einen vermeintlich echten Gegner für den amtierenden
Fußball-König gefunden: einen Prinzen aus Jordanien. Die Lobeshymnen
sind euphorisch. Michel Platini, Chef des europäischen Verbands, und
Wolfgang Niersbach, Boss des DFB, rühmen den Kandidaten als integer.
Wissen Platini und Niersbach so wenig über Jordanien? In dem
Nahostland ist Demokratie ein Fremdwort. Die Rechte der Frauen sind
arg begrenzt. Es sei
Fast schon ein Vierteljahr halten die
Montagsdemonstrationen der besorgten "patriotischen Europäer" Dresden
in den Schlagzeilen. Wohin Pegida führen soll, weiß keiner so recht.
Am wenigsten die Organisatoren selbst. Wortführer Lutz Bachmann ist
ein Mann mit viel Ego, aber ohne Botschaft. Doch die zuletzt 18 000
Demonstranten wollen etwas hören. Schon beim bizarren Liedersingen
vor Weihnachten schienen die Pegida-Organisatoren die Kontrolle zu
verlieren,