Wie hoch das tatsächliche ARD-Gehalt von Thomas
Gottschalk auch sein mag: Es würde keinen Zwangs-Gebührenzahler
wundern, wenn die neun Intendanten der ARD-Sender tatsächlich bereit
wären, einem Showmaster rund sechs Millionen Euro für die Moderation
einer 30-minütigen Sendung viermal die Woche zu zahlen. Die Chefs des
öffentlich-rechtlichen Fernsehens lassen seit Monaten keine
Gelegenheit aus, zu demonstrieren, dass ihnen offenbar alle Maßstä
Der Weltjugendtag in Madrid war noch nicht eröffnet,
da kochte in Spanien schon die Debatte über die Rolle der
katholischen Kirche im säkularen Staat. Die Wut vieler junger Spanier
über fehlende Perspektiven, geplünderte Staatsfinanzen und eine
privilegierte Kirche, die ihnen nichts mehr zu sagen hat, entlud sich
in zum Teil gewalttätigen Demonstrationen gegen den Papst und die
Institution. Das katholische Großereignis findet nicht mehr in einem
stör
Es war ein guter Tag für die Opposition in
Syrien. Dafür hat nicht Diktator Baschar al-Assad gesorgt, der erneut
ein Ende der blutigen Militär- und Polizeieinsätze gegen die
Zivilbevölkerung versprochen hat. Die Syrer und der Westen wissen,
dass Assad nicht zum ersten Mal gelogen hat. Es ist eine
UNO-Kommission, die mit einem schockierenden Bericht dem Machthaber
zu schaffen machen dürfte. Es geht um 1900 Tote, um willkürliche
Erschießungen und um F
Hunold ist vor allem an sich selbst, seinem Ego,
nahe am Größenwahn, gescheitert. Hunolds Strategie lässt sich einfach
beschreiben. Wachsen ohne Ende. Keine Frage: Wer als Underdog in der
Luftfahrt erfolgreich will, muss Risiken eingehen. Doch gilt für
kleinere Airlines ein Motto, das in Fußballerkreisen allseits bekannt
ist: kontrollierte Offensive. Die können vor allem auf Nebenstrecken,
wo wenig Konkurrenzkampf herrscht, erfolgreich sein. Air Berlin hatte
se
Wenn sich die einstige FDJ-Zeitung "Junge Welt", die
Freiheit nimmt, zum 13. August den Bau der Mauer zu feiern und den
Todesschützen Dank zu sagen. Das ist eklig. Aber es muss hingenommen
werden. Es ist ihr gutes Recht, von der vorherrschenden Meinung, der
historischen Wahrheit und vom menschlichen Anstand abzuweichen. Wir
sollten es verteidigen. Zur Freiheit in diesem Land gehört auch, dass
jeder selber entscheiden kann, welche Zeitungen er liest, und welche
nicht. Nac
David Cameron macht "moralischen Verfall" als
Ursache der Krawalle aus. Dabei hatte der Premier aber nicht die
Skandale seiner Schicht, der Oberschicht, im Kopf. "Widerwärtig"
nennt Kriminologe Prof. Joachim Kersten von der Hochschule der
Polizei solche Schuldzuweisungen. Er macht Rassismus, Werteverfall
und falsche Polizeitaktik auf der Insel aus.
Haben Krawalle wie die in England Ventilfunktion, über die
Klassengesellschaften aufgestauten Hass entladen?
Eine ganze Gruppe von Verkehrsteilnehmern lebt mit
diesem Stigma, weil ihr öffentliches Bild zu oft von Typen wie dem
Dessauer Raser bestimmt wird. Der ist 25. Der gehört hart bestraft.
Seine Altersklasse arbeitet maßgeblich am schlechten Biker-Ruf. Aber:
Jung gleich Raser gleich falsch. Dennoch werden zwischen 21 und 29
Jahren die meisten Übertretungen produziert. Aber genau diese
Altersklasse repräsentiert nur 11,8 Prozent der Biker. Denn der
deutsche Motorradfa
Wer nach einigen relativ friedlichen Tagen an
der Börse schon an das Ende der Talfahrt glaubte, sieht sich
getäuscht: Der Sturm an den Aktien- und Finanzmärkten ist weltweit in
vollem Gange. Jetzt kaufen? Anleger, die sich nicht zu den Profis
zählen, sollten mit ihrem Geld lieber in Deckung bleiben. Die
passende Binsenweisheit lautet: "Greife niemals in ein fallendes
Messer". Also: Finger weg und abwarten. In Frankfurt haben wir den
bisher heftigsten Tagesstur
Das Rezept kommt Bahnkunden mehr als bekannt
vor. Strecken werden stillgelegt, Landeplätze aufgegeben und ein
harter Sparkurs aufgelegt. So will Air Berlin mit dem neuen Chef
Hartmut Mehdorn in die schwarzen Zahlen zurückfliegen. Bei der Bahn
hat Mehdorn schon unter Beweis gestellt, wie die Bilanz mit derlei
Mitteln wieder in Ordnung gebracht werden kann. Vor allem die Kunden
mussten darunter leiden. Hoffentlich wird der Preis für die
Passagiere während dieser Rosskur
Wenn Assad dennoch vorsichtige Reformen
ankündigt, hat das vor allem mit der veränderten Haltung der
arabischen Staaten zu tun. Als deren Wortführer tritt das ölreiche
Saudi-Arabien auf. Riad, das selbst keineswegs zimperlich mit der
eigenen Opposition umgeht, verlangt von Damaskus Zurückhaltung. Das
kann Assad nicht ohne weiteres ignorieren und muss deshalb taktieren,
auch wenn die Absicht der Saudis offenkundig ist. Diese wollen in
Syrien die alawitische Minderhe