Volksentscheid: Helgoländer stimmen gegen Inselvergrößerung

Die Bürger der einzigen deutschen Hochsee-Insel Helgoland haben sich am Sonntag gegen eine Vergrößerung der Insel ausgesprochen. Wie der NDR berichtet, hätten sich 55 Prozent der Wahlberechtigten gegen die geplante Verbindung der Hauptinsel mit der gut einen Kilometer entfernten Düne ausgesprochen, während sich 45 Prozent für eine Vergrößerung ausgesprochen hätten. Auf dieser Verbindung sollten neue Wohn- und Gewerbegebäude entstehen. Die

Mitteldeutsche Zeitung: zu den Grünen

Die Ironie der Ausstiegsgeschichte ist, dass die
schwarz-gelbe Novelle im Grunde weiter geht als das rot-grüne Gesetz
von vor zehn Jahren, weshalb eine Ablehnung inhaltlich nur schwer
kommunizierbar gewesen wäre. Den grünen Kritikern ist das
Ausstiegsdatum 2022 zu spät, der Ausbau der regenerativen Energien zu
gering, der Rückgriff auf Kohlekraftwerke zu großzügig. Dem steht auf
der Habenseite aber nun ein sofortiges Abschalten der
Schrottreaktoren und ei

Mitteldeutsche Zeitung: zu Unesco-Welterbe

So alltäglich Wald und Flur in unserer noch immer
baumreichen Heimat erscheinen mögen, handelt es sich bei den fünf
Regionen doch um die letzten Reste eines ursprünglich riesigen
Urwaldgebiets, das ganz Mitteleuropa einst bedeckte – vornehmlich mit
Buchen. Heute sind naturbelassene, von Forstwirtschaft, Jagd und
Wanderfreunden unbehelligte Buchenwälder mit ihrer typischen Tier-
und Pflanzenwelt in der dicht besiedelten Republik die absolute
Ausnahme. Hier finden si

Neue Westfälische (Bielefeld): Meinungsforscher: Nur Steinbrück hilft der SPD

Nur mit Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat hat
die SPD eine Chance. Das ist die Ansicht von Meinungsforscher
Klaus-Peter Schöppner vom Meinungsforschungsinstitut tns-emnid. "Peer
Steinbrück ist der einzige, der die SPD aus dem Dilemma führen kann",
sagt Schöppner der Neuen Westfälischen Zeitung in Bielefeld
(Montagsausgabe). Schöppner sieht den Ex-Finanzminister ganz klar
vorn in der Gunst des Publikums. SPD-Chef Sigmar Gabriel sei
jedenfalls ab

WAZ: Frau Dr. und kein Ende. Kommentar von Wilhelm Klümper

Wer holt Koch-Mehrin von der Zinne? Zunächst schwieg
sie beharrlich, als abgekupferte Textstellen in ihrer Doktorarbeit
auftauchten. Als der öffentliche Druck anschwoll, trat sie von ihren
Ämtern im EU-Parlament zurück. Ihr Mandat als Abgeordnete dagegen
behielt sie. Nachdem die Uni ihr den Doktortitel aberkannte,
schwadronierte Koch-Mehrin kess, dass diese doch schon lange Kenntnis
über die eklatanten Schwächen ihrer Doktorarbeit gehabt habe.
Sprach–s und wu

WAZ: Die Dafür-Partei. Kommentar von Jürgen Polzin

Drei Jahrzehnte haben die Grünen für den Ausstieg
aus der Atomenergie gekämpft. Nun geben sie ihren Segen zu den Plänen
von Union und FDP. Die Dagegen-Partei ist eine Dafür-Partei, denn es
geht um die Machtfrage.

Da Ja zur Kernenergie-Ausstiegs-Kanzlerin Angela Merkel kam den
Delegierten nicht leicht über die Lippen. Doch wirklich zerrissen hat
es die Grünen nicht. Ausstieg bis 2022 statt bis 2017: Die große
Mehrheit der Delegierten ersparte sic

WAZ: Keine Linie, kein Plan. Kommentar von Miguel Sanches

Vom Schweigen gibt es recht viele Variationen. Warum
der Finanzminister tagelang zur Steuerdebatte schwieg, ist seit
gestern klar. Es war eher ein missbilligendes Schweigen. Wolfgang
Schäuble rät allen, "keine Debatten zu führen, die große Erwartungen
wecken und hinterher zu Enttäuschungen führen." Ein grausamer Satz.

Grausam für die FDP: Sie weiß nun, dass zehn Milliarden Euro an
Steuersenkung zu hoch gegriffen sind. Wenn, dann werden

WAZ: Billige Polemik zur Papst-Rede. Kommentar von Angelika Wölk

Darf der Papst im Bundestag reden? Der SPD-Politiker
Rolf Schwanitz ruft: Nein! Und er vermittelt den Eindruck: Mehrere
Sozialdemokraten wollen die Rede des Papstes boykottieren. Starker
Tobak. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das Ganze – bisher
jedenfalls – als Sturm im Wasserglas. Schwanitz will die Rede
boykottieren und sucht – offenbar inständig – nach Mitstreitern in
der Fraktion. Nachdem diese kürzlich seinen Antrag auf Anerkennung
eines offiziellen SPD-Arbeits

Ex-Finanzminister Eichel: Euro ist nicht das Problem

Der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) verteidigt in einem Gespräch mit der "Neuen Westfälischen" (Montagsausgabe) vehement den Euro. Bei der gegenwärtigen Krise sei "der Euro nicht das Problem", so der SPD-Politiker. Es seien vielmehr die griechischen Schulden und die bis heute nicht gelöste Finanzmarktkrise. Eichel pocht darauf, dass die griechische Regierung größte Anstrengungen unternehme, das Defizit zu vermindern. Ratingagent