Das Votum von drei Dutzend Bundesversammelten aus
Union und FDP gegen den eigenen Kandidaten im ersten Wahlgang hatte
allenfalls vordergründig damit zu tun, dass der eine oder andere
Gauck vielleicht tatsächlich für einen besseren Präsidenten hielt.
Die aufmüpfigen Stimmzettel waren nicht zu seinen Ehren adressiert,
es waren gelbe Karten für Merkel und Westerwelle. Nach allem Zoff in
der angeblich so gewollten schwarz-gelben Koalition und nach dem
Unions-Desa
ir haben in der Bundesversammlung eine Anti-Wulff-Wahl, eine
Anti-Merkel-Wahl und eine Pro-Gauck-Wahl erlebt. Am einfachsten ist
die Pro-Gauck-Wahl zu erklären. Der Kandidat von Rot-Grün übte große
Anziehung auf viele im schwarz-gelben Lager aus. Die Faszination des
Charismatikers überlagerte die Frage, ob der zur Selbstdarstellung
neigende Nichtpolitiker ein gutes Staatsoberhaupt geworden wäre. Auch
die Anti-Wulff-Wahl ist
Nein, so hatten sich die Koalitionsspitzen die Wahl des neuen
Bundespräsidenten nicht vorgestellt. Mit Ach und Krach bekamen sie
ihren honorigen Kandidaten durch; trotz komfortabler schwarz-gelber
Mehrheit in der Bundesversammlung brauchte es drei Wahlgänge, um
Christian Wulff ins höchste deutsche Staatsamt zu hieven.
Geschlossenheit sieht anders aus. In der Wahlkabine ist jeder mit dem
Stimmzettel allein, insofern kann über die Wulff-Verweigerer
Seit Jahren enger Kontakt zum neuem
Bundespräsidenten -"Nationalparke besuchen und Zeichen setzen"
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) freut sich auf das
Zusammenwirken mit dem neuen Bundespräsidenten Christian Wulff. Wie
DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde anlässlich Wulffs Wahl zum
Staatsoberhaupt Deutschlands heute Abend erklärte, verbinde die DBU
und die Bundespräsidenten der letzten Jahre eine sehr enge
Zusammenarbeit.
Was die Arbeitsagentur derzeit Monat für Monat meldet, übertrifft
die kühnsten Erwartungen der Optimisten. In der Wirtschaftskrise ist
der Arbeitsmarkt erstaunlich robust, die Arbeitslosenzahl sinkt
weiter. Es gilt sogar als wahrscheinlich, dass die Marke von drei
Millionen Arbeitslosen dieses Jahr unterschritten wird. Sicher hat
die Verlängerung der Kurzarbeit geholfen, eine Arbeitslosenschwemme
zu verhindern. Doch tatsächlich
Wir sind das Volk. Deshalb ist es gut, dass
Christian Wulff als neuer Bundespräsident keinen glatten Durchmarsch
in der Bundesversammlung hingelegt hat. Denn die Mitglieder dieser
Versammlung, die einzig zu dem Zweck zusammenkommt das
Staatsoberhaupt zu wählen, sind laut Grundgesetz frei in ihrer
Entscheidung, keinem Koalitionszwang unterworfen. Und in der
Bevölkerung hat Wulffs Gegenkandidat Joachim Gauck allen Umfragen
zufolge mehr Rückhalt als der Polit-Profi aus Ni
Es sollte ein Aufbruchsignal für die Regierungskoalition sein, ein
Zeichen der Stärke und Geschlossenheit, ein Schritt aus der Krise.
Doch dann kam es ganz anders. Christian Wulff brauchte drei Anläufe,
um zum Bundespräsidenten gewählt zu werden. Dies ist eine schallende
Ohrfeige für Schwarz-Gelb und für Angela Merkel die bisher größte
Pleite ihrer Kanzlerschaft. Dass gerade die Wahl zum Staatsoberhaupt
de
An sich könnten wir also zufrieden sein
mit dieser Demokratie-Demonstration. So viel Wahl war selten! Und
gleichfalls selten hat diese Republik den Wettstreit zweier derart
respektabler Kandidaten um das höchste Staatsamt erlebt. Gleichwohl
bleibt ein schaler Nachgeschmack. Ganz sicher hat Wulff, der ja
selbst lange zu Angela Merkels Widersachern zählte, nicht damit
rechnen können, dass er mit seiner Kandidatur zum Kugelfang für die
Kanzlerin werden würde. Di
Angela Merkels einstiges Wunschbündnis von Union und
FDP lässt nichts mehr aus, um sich selbst zu schaden. Bei allem
Respekt vor der Gewissensfreiheit der Wählenden und vor der
Persönlichkeit Joachim Gauck: Die von Union und FDP ziemlich
versemmelte Präsidentenwahl zeugt schon von der Lust am Untergang.
Bezeichnend, dass wohl niemand Wetten eingehen würde, wo tatsächlich
die 44 Stimmen anzusiedeln sind, die Christian Wulff aus den Reihen
von CDU, CSU und
Zur Wahl von Christian Wulff zum neuen
Bundespräsidenten erklärt der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im
Deutschen Bundestag, Dr. Hans-Peter Friedrich:
Mit Christian Wulff hat Deutschland einen Präsidenten, der die
außerordentliche Gabe besitzt, die Bürger zusammenzubringen. Er
polarisiert nicht, er integriert. Er ist daher genau der richtige
Bundespräsident in dieser Zeit. Jetzt muss es darum gehen, in einer
Gesellschaft, die nach Zusammenhalt sucht, wie