Börsen-Zeitung: Hoffentlich nie, Kommentar zum Clearing-Notfallplan der EU von Dietegen Müller

Es gibt Regelwerke, von denen man sich wünscht,
dass sie nie eingesetzt werden. Zu diesen zählt die am Montag von
EU-Kommissar Valdis Dombrovskis präsentierte Sanierungs- und
Abwicklungsrichtlinie für Zentrale Kontrahenten (CCP).

In der Finanzmarktregulierung nimmt sie – übrigens umgekehrt
proportional zum öffentlichen Interesse an ihr – eine zentrale
Position ein. Um es in den Worten des interimistischen
Finanzkommissars Dombrovski zu sagen, sie "sch

Frankfurter Rundschau: Viel zu spät

Vielmehr hat die deutsche Justiz mit diesem
Grundsatzurteil nach mehr als einem halben Jahrhundert rechtskräftig
anerkannt, dass auch Wachleute und andere Mordhelfer des NS-Regimes
Teile des "Tötungsapparats" waren und damit einen "unmittelbaren
Bezug zu dem organisierten Tötungsgeschehen" in den
Vernichtungslagern hatten. Die Verspätung ist ein Skandal. Die
wenigen Helfer, die davon noch betroffen sind, dürften kaum ihre
Verurteilung erleben.

Hessischer Beamtenbund sieht Forderung nach „Blaue Plakette“ als rein populistisch

"Wir halten die Forderung von Umweltministerin
Hinz nach Einführung der "Blauen Plakette", für eine populistische
Position", erklärte Heini Schmitt, Landesvorsitzender des dbb Hessen
in Frankfurt. "Hier geht es darum, Fahrzeuge, die nicht der
sogenannten "EURO-6-Norm" entsprechen, aus Innenstädten verbannen zu
können." Der dbb Hessen befürchte, dass die überhastete Einführung
der Plakette die Arbeitsfähigk

Frankfurter Rundschau: Die FR kommentiert, Ausgabe 28.11.2016: Willkommen, Charlie Hebdo

Die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo
ist ein fürchterliches Blatt. Der Humor ist subtil wie eine
Dampframme, seine Unverschämtheit vor allem im Umgang mit den
Religionen legendär. Das Blatt ist eine Zumutung. Vom ersten Dezember
an soll es nun den deutschen Lesern zugemutet werden. Was soll man
dazu sagen? Ganz einfach: Herzlich willkommen, Charlie Hebdo. Ein
Blatt wie dieses haben die Deutschen schon lange verdient. Denn in
Deutschland gibt es nichts Verglei

Börsen-Zeitung: Italienisches Roulette, Marktkommentar von Kai Johannsen

Eigentlich ist es nur ein Referendum über eine
Verfassungsänderung. Eigentlich betrifft sie auch nur Italien und
sonst keinen. Und eigentlich ist die Verfassungsänderung, über die
die Italiener abstimmen, gar nicht mal so blöd. Ja, wenn da nur nicht
dieses "eigentlich" wäre – wie so oft im Leben. Am 4. Dezember
stimmen die Italiener über eine Änderung der Verfassung ab, bei der
es um Folgendes geht. Die beiden Kammern des italienischen Parla

Frankfurter Rundschau: Wenn Arbeit sich nicht lohnt

Das wirklich gravierende Manko dieses
Reformkompromisses betrifft aber nicht Dinge, die die Koalition tut,
sondern die, die sie unterlässt: allen voran Maßnahmen gegen die
absehbar steigende Altersarmut. Wer 45 Jahre lang in Vollzeit für
11,60 pro Stunde gearbeitet hat, erwirbt Rentenansprüche, die nicht
einmal das Niveau der Grundsicherung erreichen. Wer sein Leben in der
Hängematte verbringt und keinen Cent in die Rentenkasse einzahlt,
bekommt im Alter genauso v

Statistisches Bundesamt verleiht Gerhard-Fürst-Preis 2016

Das Statistische Bundesamt hat am 24. November
2016 vier herausragende wissenschaftliche Arbeiten prämiert. Drei
Arbeiten wurden mit dem Gerhard-Fürst-Preis, eine Arbeit mit dem
Peter-von-der-Lippe-Gedenkpreis ausgezeichnet.

In der Kategorie "Dissertationen" wurde die Arbeit von Herrn Dr.
Stefan Stuth mit dem Thema "Closing in on Closure – Occupational
Closure and Temporary Employment in Germany" mit dem
Gerhard-Fürst-Preis 2016 ausgezeichnet. Diese A