Rheinische Post: Kommentar: Sprit und Staat

Der Zorn der Autofahrer ist verständlich: Der
Benzinpreis hat mit 1,70 Euro einen neuen Rekord erreicht. Dafür gibt
es viele Gründe: echte und fadenscheinige. Zu den fadenscheinigen
gehört der schwache Euro, den die Mineralölkonzerne anführen. Der
Euro hat vor Jahren schon viel tiefer notiert, ohne dass dies derart
durchgeschlagen wäre. Zu den wahren Gründen für die hohe Rechnung
zählt der Staatsanteil: Mehr als die Hälfte dessen, was d

Rheinische Post: Neuer Anlauf für Steuerpakt

Der Vorstoß des nordrhein-westfälischen
FDP-Vorsitzenden Christian Lindner könnte den festgefahrenen Streit
zwischen Bundesregierung und SPD-Ländern über das Steuerabkommen mit
der Schweiz aufbrechen. Aus mehreren Gründen: Zunächst ist der
aktuelle Zustand – zufallsartige und rechtlich fragwürdige Ankäufe
von Daten-CDs und jede Menge Steuerflüchtlinge, die ihr Geld täglich
neu in andere Länder schaffen – unhaltbar. Die Kritikpunk

Rheinische Post: Chinas Schauprozess

Pekings Parteiführer werden aufgeatmet haben.
Die Verurteilung von Bo-Gu Kailai, der Gattin des entmachteten
Politbüroführers Bo Xilai, in einem Prozess wegen Giftmordes ging wie
geplant vonstatten. Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und die
Angeklagte selbst hielten sich genau an die Regieanweisungen. Bo-Gu
wurde für ein ordinäres Verbrechen bestraft, das auf den ersten Blick
in keiner Verbindung zu ihrem Mann stand. Die Führung der
Kommunistischen Partei, die

Weser-Kurier:Über die neuen Pläne zur Krebsvorsorge schreibt der „Weser-Kurier“ (Bremen) in seiner Ausgabe vom 21. August:

Was nutzen die geplanten regelmäßigen Einladungen
zu Vorsorgeuntersuchungen, wenn viele dieser Leistungen weiterhin auf
der sogenannten IGel-Liste stehen – also von den Patienten aus
eigener Tasche gezahlt werden müssen, weil die Krankenkassen dafür
nicht aufkommen wollen? Gar nichts. Dann nämlich droht weiter eine
Krebsvorsorge nach persönlicher Finanzlage. Deshalb machen
individuelle Einladungen nur einen Sinn, wenn alle
Krebsvorsorgeuntersuchungen von der

Westdeutsche Zeitung: Bei den Benzinpreisen ist keine Entspannung in Sicht – Womit Autofahrer rechnen müssen Ein Kommentar von Annette Ludwig

Als in den 80er Jahren Markus sang: "Und kost–
Benzin auch ,drei Mark zehn–" – da wurde die Zeile milde als Utopie
belächelt. Heute würden sich die Autofahrer über einen solchen Preis
wohl freuen: 3,10 Mark, das wären umgerechnet 1,59 Euro. Am heißesten
Wochenende des Jahres kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten
Durchschnitt 1,6992 Euro und markierte damit einen neuen Höchststand.

Reflexartig wird den Ölmultis bei solchen Rekordpreise