
Die digitale Transformation schreitet in Deutschland auch in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) voran: In 2025 wiesen mehr als ein Drittel der KMU eine „hohe“ bis „sehr hohe“ digitale Intensität auf. Das heißt, sie haben mindestens 7 von 12 Maßnahmen des Digital Intensity Index ergriffen, die sich sowohl auf den E-Commerce, die IKT-Sicherheit und Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) als auch auf die Beschäftigung von Spezialisten bzw. IKT-Schulungen für die Beschäftigten beziehen. Die KMU in Deutschland liegen damit im EU-Durchschnitt. Europäische Spitzenreiter unter den KMU mit einer sehr hohen bzw. hohen digitalen Intensität sind die Unternehmen in Dänemark, Finnland und in den Niederlanden.
Insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud Computing hat in den vergangenen Jahren in den kleinen und mittleren Unternehmen an Fahrt gewonnen: Jedes vierte KMU nutzt inzwischen KI, mehr als jedes zweite Unternehmen kostenpflichtige IT-Dienstleistungen aus der virtuellen Cloud. Damit liegen sie in beiden Bereichen über dem EU-Durchschnitt, jedoch im Hinblick auf die Nutzung von Software und Infrastruktur aus der virtuellen „Wolke“ weit hinter Finnland (78,6 %), Italien (75,3 %) und Malta (74,2 %). Bei der Nutzung von KI-Technologien liegen europaweit die KMU in Dänemark (41 %), Finnland (36,4 %) und Schweden (33,6 %) vorne.
Aber auch im Vergleich mit den Großunternehmen bleibt die Kluft bestehen, wenngleich die KMU in Deutschland insbesondere bei der KI-Nutzung deutlich aktiver geworden sind (2023: 11 %, 2025: 25 %). 86 % der Großunternehmen in Deutschland nutzen kostenpflichtige IT-Dienstleistungen aus der virtuellen Cloud, 57 % KI-Technologien.
Die Statistik „Digitalisierung der KMU im EU-Vergleich“ mit weiteren Kennzahlen ist auf der Homepage des Instituts für Mittelstandsforschung (www.ifm-bonn.org) abrufbar.
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