Kommunikation im Change: Das A und O

Claudia Schmidt, Geschäftsführerin der Mutaree GmbH
 

Veränderungsprozesse gelingen nur dann, wenn man sie durchgängig und richtig mit Change-Kommunikation begleitet. Veränderungen können zwar strategisch optimal konzipiert sein, schlussendlich müssen sie aber von Menschen akzeptiert und umgesetzt werden. Eine Voraussetzung dafür, dass Menschen ein Veränderungsziel motiviert verfolgen ist, dass sie den Grund, den Sinn und die Vision einer Veränderung verstehen und begreifen. „Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht nur pro forma informieren, sondern sprechen Sie mit den Menschen auf Augenhöhe und zum richtigen Zeitpunkt. Dies ist neben allen strategisch planbaren Kommunikationsmaßnahmen unerlässlich. Nur so rückt der Mensch als Katalysator der Veränderung in den Mittelpunkt. Nur so trägt er die Veränderungen zum Erfolg“, sagt Claudia Schmidt, Geschäftsführerin der Mutaree GmbH.

Sprechen ist nicht gleich Sprechen – Merkmale der Kommunikation

1. Wortschatz und Wissenshorizont
Wissenshorizont und Wortschatz beeinflussen Sprache und damit auch die Art und Weise, wie handlungsrelevante Themen insbesondere im individuellen Dialog kommuniziert werden. Es gibt Menschen, die einfach auf Grund ihrer Wortwahl, einer bildhaften Sprache oder mit Witz und Humor komplizierte Situationen besser meistern als andere. Im Gegensatz dazu gibt es Begriffe, die inflationär oder aus dem Zusammenhang gerissen genutzt werden. Leere Phrasen helfen nicht weiter, die Kommunikation wird schwammig und unklar. Die gute Nachricht ist: es gibt Methoden und Techniken, um den eigenen Wortschatz und Wissenshorizont zu erweitern. Je wortgewandter eine Führungskraft ist, umso eher kann sie ein Anliegen wirkungsstark formulieren.

2. Perspektivenwechsel
Eine wichtige Voraussetzung für einen wirkungsvollen Dialog ist der Wille, den anderen zunächst einmal zu verstehen. Ist dieser Wille vorhanden, so geht es darum, die Perspektive zu wechseln. Das heißt konkret, den eigenen Standpunkt zu verlassen und den Standpunkt des Gegenübers einzunehmen. Nur dieser Perspektivenwechsel ermöglicht es, zu verstehen, warum die andere Person so denkt, wie sie denkt bzw. so handelt, wie sie handelt.

3. Rückkopplung
Eine Rückkopplung, bzw. eine Rückmeldung oder ein Feedback sind im Rahmen der Kommunikation eines Change-Projektes von großer Bedeutung. Oftmals erhalten die Mitarbeiter zwar projektrelevante Informationen, doch unklar bleibt, wie die Botschaften bei den betroffenen Menschen ankommen. Was haben die Menschen verstanden? Ist die Information so angekommen, wie vom Sender gewollt? Welche Reaktion löst die Information beim Empfänger aus? Um diese Grauzone des Unwissens zu minimieren, sollten Change-Leader großen Wert auf Rückkopplung legen.

Fazit
Kommunikation im Change gelingt, wenn Sie umfassend, ehrlich und richtig über die Hintergründe und Faktoren informieren, die die Veränderung auslösen. Nur eine glaubwürdige, lückenlose und überzeugende Information von Anfang des Projekts bis zum Ende baut die Brücke zu den Menschen, die eine Veränderung bewirken. Eine One-Way-Kommunikation reicht hierzu jedoch nicht aus: Sie müssen auf die Menschen zugehen, mit ihnen sprechen, ihnen zuhören und versuchen, durch einen Perspektivenwechsel deren Bedürfnisse zu verstehen. „Informieren Sie offen, ehrlich und kontinuierlich und bleiben Sie am Ball. Nur wenn Sie permanent eine Rückkopplung der betroffenen Menschen erhalten, kennen Sie den Status quo Ihres Projekts“, sagt Claudia Schmidt.

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