Literatur gehört in den Unterricht / Neue Leseprojekte für den Sprachunterricht fördern die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler (FOTO)


 

Das Thema Lesekompetenz erfordert immer mehr Aufmerksamkeit
und verlangt nach einer langfristigen Lösung. Wie soll man diese Problematik bei
zunehmend heterogenen Klassen, unzureichender Unterrichtsversorgung, der
aufwändigen Umsetzung des Digitalpakts und allem, was die deutsche
Schullandschaft noch in Atem hält, nachhaltig in den Griff bekommen?

Aktuell lenkt die jüngste PISA-Studie, deren Ergebnisse bestätigen, dass die
Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler hierzulande tendenziell schwindet,
wieder die Aufmerksamkeit auf das Essenzielle: Kernkompetenzen wie Lesen und
Schreiben rücken wieder in den Fokus, denn darauf baut der weitere Bildungsweg
eines jeden Kindes auf. Laut der PISA-Studie kann hingegen in Deutschland jeder
fünfte Fünfzehnjährige nicht einmal auf Grundschulniveau lesen. Leseförderung
sollte folglich ein dominierendes Thema der Bildungslandschaft sein und die Idee
eines “nationalen Lese-Paktes” nicht nur eine Forderung bleiben. Der gezielte
Einsatz von Literatur im Unterricht ist eine reale Chance, die Lesekompetenz von
Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern und so langfristig sogar
funktionale Analphabeten zu mindern. Ein klarer Ansatz dafür ist die aktive
Unterstützung von Schulen und Lehrkräften, um das literarische Lesen im
Unterricht zu wahren, denn oftmals ist genau dies die Herausforderung –
begründet durch heterogene Klassen und den unterschiedlichen Leseverhalten der
Schülerinnen und Schüler.

Um allen Kindern und Jugendlichen einen optimalen Zugang zu Literatur zu
ermöglichen, bedarf es binnendifferenzierter Angebote und Lesestoff, der auf
ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Insbesondere leseschwache, oder in geringem
Maße literaturaffine Schülerinnen und Schüler, müssen eigens abgeholt werden.

“Wir versuchen seit Jahren die Leseförderung – gerade im Fach Deutsch und im
Fremdsprachenunterricht – voranzutreiben und bieten Unterrichtenden immer wieder
neuen Input, entwickeln neue Lesereihen und empfehlen verschiedene Ansätze, wie
Literatur sich gewinnbringend für den Unterricht manifestieren kann. Wir
sponsern Literaturwettbewerbe und unterstützen diverse Lese-Initiativen. Die
Lesekompetenz muss gezielt trainiert werden und dazu bekommen Lehrkräfte unsere
Unterstützung. Als Verlag sind wir der Bildung verpflichtet und sind genau eines
dieser Akteure, die Dr. Jörg F. Maas (Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen)
bei der Realisierung eines nationalen Lesepaktes zum Handeln auffordert. Denn
das ist in der Tat der Schlüssel zu erstklassiger Bildung”, erklärt Elizabeth
Webster, Geschäftsführerin des Ernst Klett Sprachen Verlags.

Literatur schärft nicht nur Sprach- und Lesekompetenz, sondern auch die Sinne

Wie sieht der ideale Sprachunterricht aus? Neben der Vermittlung von
schriftlichen und mündlichen Kompetenzen sollte das Lesen als fester und
wichtiger Bestandteil gelten, und zwar von Beginn an. Durch den Einsatz von
Lektüren im Unterricht verbessern Schülerinnen und Schüler nicht nur
kontinuierlich ihre sprachlichen Fertigkeiten und trainieren die Lesekompetenz,
sie können durch die Lektüre über gesellschaftliche Themen reflektieren,
Identifikationsmöglichkeiten finden, aber auch etwas über andere “Welten”
erfahren. Das literarische Lesen ist gewissermaßen prägend für ihren Lebensweg –
vor allem für den schulischen. Die Auseinandersetzung mit Literatur in der
Schule darf daher keinesfalls aufgrund verändernder Strukturen in der Bildung
herabgesetzt werden. Nicht alle Kinder sind von Grund auf literaturaffin und
können beispielsweise auf schöne Vorleseerfahrungen zurückgreifen, sie müssen
durch neue Methoden an das literarische Lesen herangeführt werden. Der Ernst
Klett Sprachen Verlag hat längst darauf reagiert und sein Programm durch neue
Lesereihen und moderne Ansätze erweitert: das Genre Comic mit klassischen Texten
zu verbinden, oder Lektüren – erzählt in unterschiedlichen Perspektiven und
Leseniveaus. Insbesondere werden Lehrkräfte mit umfangreichen Begleitmaterialien
und Handreichungen unterstützt, die eine zusätzliche zeitintensive
Unterrichtsvorbereitung erübrigen. Neue Konzepte für die Grundschule, für die
Sekundarstufe, für den Einstieg in eine Fremdsprache, aber auch für
Fortgeschnittene – für jeden Lesebedarf gibt es das richtige Konzept.

Differenziertes Lesen in der Grundschule

Eine neue Lektürereihe für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe mit
unterschiedlichen Lesekompetenzen erscheint im Frühjahr 2020. Die Lektürereihe
soll sowohl Kinder abholen, die langsamer lernen und zu Hause kein leichtes
Leseumfeld haben, als auch Kinder, die schneller lernen und kein Problem damit
haben, Lesestoff zu finden. Denn eine Differenzierung muss zwangsläufig auch in
der Grundschulliteratur stattfinden. Durch zwei Perspektiven werden zwei
unterschiedliche Lesestufen bedient. Während Lektüren für die Primarstufe
lediglich sprachlich differenziert sind, sodass die Schülerinnen und Schüler
immer nur die eine Geschichte in einer der Lesestufen lesen können, kann durch
das Zwei-in-eins-Prinzip progressiv das ganze Buch gelesen werden und nicht nur
eine Lesestufe daraus. Hierdurch eignet sich die Lesereihe nicht nur im
Unterricht, sondern auch zum Lesen für zu Hause. Zudem wird die Lesekompetenz so
fortschreitend mithilfe spannender Literatur von bekannten Kinderbuchautorinnen
und -autoren trainiert.

L–heure des livres: Französische Literatur als Klassenprojekt

Mitte Dezember erscheint beim Klett Sprachen Verlag für das Fach Französisch ein
neuartiges Leseprojekt – L–heure des livres. Es eignet sich für Leseanfänger der
ersten beiden Lernjahre im Fach Französisch. Hierzu gehört ein Stehsammler
(coffret d–album), welcher im Klassenzimmer ausgestellt wird, und 10 kleine
Bilderbücher (albums) mit ausgewählten Geschichten aus Originalliteratur
beinhaltet. Die Geschichten werden eigenständig gelesen und in vier
verschiedenen Ateliers weiter behandelt. Das Leseprojekt bietet vielfältige
Möglichkeiten, um wichtige Sprachkompetenzen damit zu verknüpfen: Schreiben,
Wortschatz, kreative Gestaltung, Präsentieren, u.v.m. Die Idee stammt von Uta
Grasse, die selbst Französischlehrerin ist. Für die “Lesewerkstatt” an ihrer
Schule stellte sie ein Stück französische Lebenswirklichkeit in Form einer
großen Bücherkiste voller kleiner Alben zusammen und tüftelte anschließend an
Materialien für das gezielte Lesetraining. Begleitend dazu wurde das Dossier
pédagogique L–heure des livres entwickelt. Es enthält eine praktische Anleitung
zu den Ateliers und Unterrichtsmaterialien zu den albums, die bei der
Realisierung unterschiedlicher Lesevorhaben unterstützen. Zudem hat der Verlag
ein Erklärvideo für Unterrichtende produziert, in dem die Redakteurin das
Projekt ausführlich erklärt.

Packende Formate für die Oberstufe

Für die Oberstufe oder für Fortgeschrittene empfiehlt der Verlag didaktisierten
Lesestoff mit aktuellen Themen, die viel Diskussionsstoff bieten oder in Form
von Theaterstücken gelesen werden können. So zum Beispiel die Schulausgabe des
Stücks “Terror” von Ferdinand von Schirach mit Annotationen. Für höhere Klassen
oder Fortgeschrittene werden Lektüren mit den großen Themen “Identitätsfindung”
oder “erwachsen werden” nahegelegt. Auch mediale Themen wie “Klimawandel” oder
ebenso sehr aktuell, das Thema “Inklusion”, sind im Lektüreangebot enthalten.
Mithilfe einer guten Lektüre können solche Themen in der Klasse kritisch, aber
auch empathisch aufgearbeitet werden. Spätestens seit Greta Thunberg ist
Schülerinnen und Schülern der Begriff “Asperger-Autismus” geläufig. Der Roman
“Buenos Días, Laia”, wurde im vergangenen Jahr mit dem spanischen Jugendpreis
“Premio Jordi Sierra y Fabra” ausgezeichnet und wird vom Verlag für den
Spanischunterricht (Niveau B1) empfohlen. Durch eine bewegende Geschichte
erfahren Jugendliche durch die Augen der Protagonistin, wie wichtig die
Anerkennung und die Akzeptanz eines jeden Menschen als Mitglied der Gesellschaft
heutzutage ist, und eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Zum Thema “Lesen im Sprachunterricht” bietet der Verlag kostenfrei, das ganze
Jahr über praxisnahe Online-Seminare mit diversen Schwerpunkten an. Lehrkräfte
erhalten umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Lesereihen, wie sie
diese optimal für ihren Unterricht nutzen können und welcher Titel sich am
besten für ihre Klasse eignet.

Pressekontakt:
Ernst Klett Sprachen GmbH
Adriana Akin

Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
Tel.: +49 711 6672 5012
E-Mail: pr@klett-sprachen.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/72530/4464329
OTS: Ernst Klett Sprachen GmbH

Original-Content von: Ernst Klett Sprachen GmbH, übermittelt durch news aktuell

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