Markenradar® Banken 2026: Die Sparkasse ist Deutschlands stärkste Bankmarke

Markenradar® Banken 2026: Die Sparkasse ist Deutschlands stärkste Bankmarke
 

Die Sparkasse schafft den Spagat als stärkste Bankmarke bei Gen Z und Babyboomern, die ING führt bei den 30- bis 61-Jährigen. Neobanken überzeugen bei Attraktivität und KI-Kompetenz, doch allgemein begegnen Kunden KI in Geldfragen mit Skepsis.

Die Sparkasse ist die stärkste Bankmarke in Deutschland, knapp vor der ING und den Volksbanken Raiffeisenbanken. Das zeigt der Markenradar® Banken 2026 des Berliner Marktforschungsinstituts Delphi Research, für den 4.400 Banknutzerinnen und Banknutzer zwischen 16 und 70 Jahren 18 Bankmarken bewertet haben. Im Markenstärke-Index erreicht die Sparkasse 67 Punkte, die ING 66 und die Volksbanken Raiffeisenbanken 65. Stärkste Neobank ist Trade Republic auf Rang vier (52).

Der Spagat der Sparkasse

Die Sparkasse liegt bei der jüngsten und bei der ältesten Generation vorn: in der Gen Z klar mit 78 Punkten, bei den Babyboomern knapp. Bei den 30- bis 61-Jährigen führt dagegen die ING.

„Spannend ist der Spagat der Sparkasse“, sagt Joerg Rech, Leiter der quantitativen Forschung bei Delphi Research. „Wie die beiden Generationen ihre Bankgeschäfte erledigen wollen, unterscheidet sich deutlich: Die Gen Z ist app-affiner und offener für KI, die Babyboomer legen mehr Wert auf persönliche Beratung. Beim Grundbedürfnis sind sich beide aber einig: Sie wollen ihr Geld sicher wissen, bei einer Bank, der sie vertrauen. Beim Einstieg in die Finanzwelt vertrauen die Jungen keiner Bank so sehr wie der Sparkasse. Bei den 30- bis 61-Jährigen genießt dagegen die ING mehr Vertrauen.“

Die etablierten Direktbanken erreichen die Gen Z deutlich schlechter. Die ING, bei den 30- bis 61-Jährigen die Nummer eins, kommt bei den Jüngsten nur auf Platz fünf, hinter Sparkasse, Volksbanken Raiffeisenbanken, Revolut und Trade Republic.

Präsent, aber nicht am attraktivsten

Der Markenstärke-Index verbindet, wie präsent eine Marke ist und wie attraktiv sie auf diejenigen wirkt, die sie kennen. Bei der Präsenz liegt die Sparkasse klar vorn: 89 Prozent der Befragten sind mit ihr vertraut. Bei der reinen Attraktivität liegt sie dagegen im Mittelfeld. Attraktivste Marke ist die ING, gefolgt von Trade Republic, Scalable Capital, Revolut und C24. In der Gen Z kommt für die Sparkasse beides zusammen: Dort gehört sie auch bei der Attraktivität zu den ersten drei.

Ob eine Bank als stark wahrgenommen wird, hängt vor allem damit zusammen, ob man sie für glaubwürdig und fair hält. „Günstig“ landet unter 22 gemessenen Eigenschaften nur auf Platz 15.

KI im Banking: Die Skepsis überwiegt

Die meiste KI-Kompetenz schreiben die Befragten Trade Republic, Revolut und Scalable Capital zu, die klassischen Filialbanken liegen hier hinten. Insgesamt begegnen die Kundinnen und Kunden KI in Geldfragen mit Zurückhaltung: Nur 15 Prozent vertrauen KI-Tools bei Finanzentscheidungen grundsätzlich, 62 Prozent haben Bedenken bei der Sicherheit ihrer Finanzdaten. In der Gen Z vertraut gut jeder Vierte KI bei Finanzentscheidungen, bei den Babyboomern nicht einmal jeder Zehnte. Zwei Drittel sehen es kritisch, wenn KI im Finanzbereich zunehmend Kontrolle über Entscheidungen bekommt.

„KI ist in aller Munde, doch nur gut ein Viertel der Bankkunden traut ihr bessere Finanzentscheidungen zu“, sagt Rech. „Bei Geld wollen die Menschen die Kontrolle behalten. Für Banken heißt das: KI als Flugbegleiter, der unterstützt und erklärt, nicht als Pilot, der entscheidet.“

Zur Studie

Für den Markenradar® Banken 2026 hat Delphi Research im Juli und August 2026 online 4.400 Banknutzerinnen und Banknutzer zwischen 16 und 70 Jahren befragt, repräsentativ nach Alter, Geschlecht, Bildung und Region. Die Gen Z wurde gezielt aufgestockt und anschließend gewichtet. Der Markenstärke-Index verbindet die Präsenz einer Marke (Vertrautheit) mit ihrer Attraktivität, erhoben unter allen, die mit der Marke vertraut sind. Die Befragung fand vor den Berichten über den Datenvorfall bei Revolut statt.

Die Grafik „Markenstärke im Generationenvergleich“ steht zur freien redaktionellen Verwendung mit der Quellenangabe „Markenradar® Banken 2026, Delphi Research“ bereit. Weitere Informationen: www.delphiresearch.de

Über Delphi Research

Delphi Research ist ein Marktforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Der Markenradar® Banken ist eine jährliche Multiclient-Studie, mit der Banken ihre Marke im Wettbewerb einordnen können.

Pressekontakt:

Delphi Research
Joerg Rech
Leiter Quantitative Forschung
Am Borsigturm 27, 13507 Berlin
Telefon: +49 30 89 560 301
E-Mail: joerg.rech@delphiresearch.de
www.delphiresearch.de

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