Mehr landwirtschaftliche Betriebe geraten in Finanznot

Mehr landwirtschaftliche Betriebe geraten in Finanznot
 

Niedrige Preise und die jüngste Hitzewelle verschärfen die wirtschaftliche Lage vieler Landwirtschaftsbetriebe in Sachsen-Anhalt. „Viele Höfe geraten in Liquiditätsengpässe“, sagte Sachsen-Anhalts Bauernpräsident Olaf Feuerborn der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Freitag-Ausgabe). Das nehme Ausmaße an, die so bislang nur vereinzelt beobachtet wurden.

Zwar habe das feuchte Frühjahr zunächst gute Ertragsaussichten versprochen, doch Trockenheit und Temperaturen von mehr als 30 Grad setzten vielen Kulturen zu. Besonders problematisch sind nach Angaben des Bauernverbandes die niedrigen Marktpreise. Winterweizen wird derzeit für rund 180 Euro je Tonne gehandelt – zu wenig, um die gestiegenen Kosten für Dünger, Energie und Personal zu decken. Gleichzeitig müssen die Betriebe ihre Ausgaben lange vor der Ernte finanzieren, während Einnahmen erst nach dem Verkauf der Erzeugnisse fließen.

Nach außen bleiben die Schwierigkeiten oft verborgen. Viele Höfe werden laut Feuerborn vor einer drohenden Insolvenz verkauft. Dadurch beschleunigt sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft weiter.

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Mitteldeutsche Zeitung
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