
– Neue KI-Funktionalität ermöglicht den direkten Zugriff auf Firmware-Sicherheitsdaten in natürlicher Sprache – erste Stufe der KI-Roadmap von ONEKEY
– Jan Wendenburg, CEO von ONEKEY: „Erscheint eine kritische Schwachstelle, zählt jede Stunde. Wer erst suchen muss, wo die betroffene Komponente steckt, verliert wertvolle Zeit.“
Das Düsseldorfer Cybersicherheitsunternehmen ONEKEY hat die erste Version seines ONEKEY AI Agent (https://www.onekey.com/de/feature/ai-agent) veröffentlicht und bringt damit KI-Unterstützung für Kunden direkt in seine Plattform für Firmware- und Produktsicherheit. Der KI-Agent beantwortet Fragen in natürlicher Sprache und deckt sechs Hauptfunktionen ab: Er berücksichtigt den Kontext der jeweils geöffneten Ansicht, unterstützt bei der Untersuchung von Schwachstellen, ermöglicht die Exploration von Software-Stückliste und Komponenten, hilft beim Erstellen von Abfragen in der ONEKEY Query Language (OQL), beantwortet Fragen zur Bedienung der Plattform und ermöglicht Kunden in unterstützten Umgebungen, über eine OpenAI-kompatible API-Schnittstelle ein eigenes KI-Modell anzubinden („Bring Your Own Model“).
Diese Meldung stellt zwei der sechs Funktionen näher vor: die Schwachstellenuntersuchung sowie die SBOM- und Komponentenexploration. Während die Schwachstellenuntersuchung dabei hilft, Sicherheitsrisiken für eine konkrete Firmware zu bewerten, ermöglicht die SBOM-Exploration, Softwarebestandteile und deren Verwendung über verschiedene Firmware-Versionen hinweg nachzuvollziehen.
Fragen wie „Was bedeutet diese Schwachstelle für meine Firmware?“ oder „In welcher meiner Firmware-Versionen steckt die betroffene Komponente?“ lassen sich mit dem ONEKEY AI Agent beantworten.
„Angesichts der Flut neuer Schwachstellen ist es eine immense Hilfe für Sicherheitsteams, wenn sie sofort und ohne großen Aufwand herausfinden können, welche Komponenten in vernetzten Geräten, Maschinen oder Anlagen betroffen sind“, sagt ONEKEY-CEO Jan Wendenburg. „Unser KI-Agent führt sie direkt zur richtigen Antwort.“
Damit löst ONEKEY ein zentrales Problem bei der Softwaresicherheit vernetzter Geräte, Maschinen und Anlagen: Firmware-Sicherheitsdaten sind umfangreich und komplex. Sicherheitsteams müssen wissen, welche Softwarekomponenten in ihren Produkten eingesetzt werden und welche Risiken von bekannten Schwachstellen ausgehen. Dazu müssen sie bislang vieles von Hand zusammentragen: die Beschreibung der Schwachstelle, die betroffene Komponente und Versionen, die Ergebnisse der Firmware-Analyse, Informationen zur Ausnutzbarkeit von Schwachstellen und mögliche Gegenmaßnahmen. Dazu muss die verantwortliche Person wissen, wo sie suchen soll, welche Informationen zusammengehören und wie die Analyseergebnisse zu deuten sind. Der KI-Agent vereinfacht den Zugang zu diesen Informationen erheblich und verringert den Untersuchungsaufwand deutlich.
Schwachstellen schneller untersuchen und einordnen
Mit der KI-gestützten Schwachstellenuntersuchung fragen Anwender direkt im Kontext der analysierten Firmware nach: Was verbirgt sich hinter dieser Schwachstellenmeldung? Ist sie für meine Firmware relevant? Wie schwerwiegend ist sie, und lässt sie sich ausnutzen? Welche Gegenmaßnahmen sollten geprüft werden?
Dabei greifen die Analysefähigkeit der ONEKEY-Plattform und die Dialogfähigkeit des AI Agent ineinander: Zunächst analysiert die Plattform die Firmware und listet alle erkannten Komponenten und Versionen auf. Diese Ergebnisse kann der Anwender anschließend im Detail mit dem AI Agent „besprechen“. Der Agent verbindet verfügbare öffentliche Schwachstelleninformationen mit dem konkreten Firmware- und Analysekontext und unterstützt dabei, Relevanz, Schweregrad, Ausnutzbarkeit und mögliche Gegenmaßnahmen einzuordnen.
„Der KI-Agent nimmt den Teams das mühsame Abgleichen ab“, erklärt Jan Wendenburg. „Sie sehen schneller, welche Schwachstellen wirklich eine genauere Prüfung brauchen und welche nicht.“ So gelangen Sicherheitsverantwortliche zügiger von der Meldung einer Schwachstelle zur Bewertung und Priorisierung, und ein großer Teil der zeitraubenden Recherche im Arbeitsalltag entfällt.
SBOM- und Komponentenexploration: Softwarebestandteile im Dialog erkunden
Eine weitere Kernfunktion des ONEKEY AI Agent ist die Exploration von Software-Stücklisten (Software Bills of Materials, SBOM) und den darin erfassten Komponenten. Stücklisten und Firmware-Analysen enthalten oft eine große Zahl an Komponenten und Versionen. Mit dem KI-Agenten lassen sich Stückliste, Komponenten, Versionen, bekannte Schwachstellen und betroffene Produkte in natürlicher Sprache untersuchen: Welche Komponenten sind vorhanden? Welche Schwachstellen hängen daran? In welchen Produkten wird eine bestimmte Bibliothek eingesetzt?
Grundlage ist die Stückliste, die ONEKEY bei der Analyse automatisiert aus der Firmware erstellt. Die Stückliste selbst erzeugt der Agent nicht; sie stammt aus der Komponentenerkennung der ONEKEY-Plattform. Der KI-Agent macht diese Informationen einfacher zugänglich und ermöglicht es, Komponenten und deren Verwendung auch über verschiedene Firmware-Versionen hinweg nachzuvollziehen, statt nur eine einzelne Firmware zu betrachten.
Besonders wichtig ist diese Funktionalität, wenn eine neue kritische Schwachstelle bekannt wird. „Dann müssen Hersteller sofort wissen, in welchen Produkten und Firmware-Versionen die Komponente steckt“, unterstreicht Jan Wendenburg. „Genau diese Antwort liefert der KI-Agent, und zwar auch für die Firmware von Zulieferern.“ Der Nutzen für die Kunden: Die Frage nach den betroffenen Produkten lässt sich in kurzer Zeit beantworten, auch über die eigene Lieferkette hinweg.
Erst die Belege, dann die KI
Beide Funktionen beruhen auf demselben Grundsatz: Weil der ONEKEY AI Agent in die Plattform integriert ist, arbeitet er auf Basis deterministischer, also reproduzierbarer Analyseergebnisse. Die Plattform erzeugt zunächst verlässliche Firmware-Sicherheitsinformationen durch Firmware-Extraktion, Binäranalyse, Erkennung der Komponenten für die Stückliste, Abgleich mit Schwachstellendaten und Bewertung der Auswirkungen. Dabei ist gewährleistet, dass dieselbe Firmware im selben Analyseprozess stets dieselben Komponenten, Versionen und Schwachstellentreffer ergibt. ONEKEY fasst das Prinzip so zusammen: erst die Belege, dann die KI-gestützte Einordnung. „Die KI erfindet keine Schwachstellen und erklärt keine weg“, betont Jan Wendenburg. „Sie arbeitet mit dem, was unsere Analyse belegt.“
Dieser Ansatz prägt die gesamte KI-Strategie von ONEKEY. „KI allein macht Firmware nicht per se sicher“, sagt Jan Wendenburg. Große Sprachmodelle liefern bei der Schwachstellensuche häufig kaum reproduzierbare Ergebnisse. Vor der Freigabe einer neuen Firmware-Version müssen Entwickler aber unterscheiden können, ob der Code unsicher ist oder nur die Antwort des Modells schwankt. Ergänzt wird die Analyse in der ONEKEY-Plattform durch Automatisierung und kontinuierliche Überwachung über den gesamten Lebenszyklus der Produkte.
Erste Stufe der KI-Roadmap
Mit dem KI-Agenten setzt ONEKEY die erste Stufe seiner vierstufigen KI-Roadmap (https://www.onekey.com/de/press-release/onekey-ai-agent-brings-ai-to-firmware-security) für KI-gestützte Sicherheitsentscheidungen um:
– Stufe 1: Sicherheitswissen in natürlicher Sprache verfügbar machen, wobei die Antworten unmittelbar auf den Analyseergebnissen der Plattform beruhen.
– Stufe 2: Sicherheitsdaten kontrolliert für unternehmenseigene KI-Agenten, Anwendungen und automatisierte Arbeitsabläufe öffnen.
– Stufe 3: Anwender bei Sicherheitsentscheidungen unterstützen.
– Stufe 4: Komplette Sicherheitsabläufe begleiten, etwa bei technischen Berichten oder firmwareübergreifenden Vergleichsanalysen.
Die endgültige Bewertung verbleibt dabei stets beim Menschen.
„Unsere Roadmap zeigt, wie KI-gestützte Sicherheitsentscheidungen Schritt für Schritt Realität werden – als vertrauenswürdige Unterstützung für Menschen, die jeden Tag sicherheitskritische Entscheidungen treffen“, sagt Jan Wendenburg.
ONEKEY (https://www.onekey.com/) ist Europas führender Spezialist für Product Cybersecurity & Compliance Management und Teil des Investmentportfolios von PricewaterhouseCoopers Germany (PwC). Die einzigartige Kombination der automatisierten ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform (OCP) mit Expertenwissen und Consulting Services bietet schnelle und umfassende Analyse, Unterstützung und Management zur Verbesserung der Produkt Cybersecurity und Compliance vom Produkt Einkauf, Design, Entwicklung, Produktion bis zum End-of-Life.
Kritische Sicherheitslücken und Compliance-Verstöße in der Geräte-Firmware werden durch die KI-basierte Technologie innerhalb von Minuten vollautomatisch im Binärcode identifiziert – ohne Quellcode, Geräte- oder Netzwerkzugriff. Durch die integrierte Erstellung von „Software Bills of Materials (SBOMs)“ können Software-Lieferketten proaktiv überprüft werden. „Digital Cyber Twins“ ermöglichen die automatisierte 24/7 Überwachung der Cybersicherheit auch nach dem Release über den gesamten Produktlebenszyklus.
Der integrierte ONEKEY Compliance Wizard deckt bereits heute die Anforderungen nach IEC 62443-4-2, ETSI EN 303 645, UNECE R1 55 und vielen anderen ab. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts CRACoWi (Cyber Resilience Act Compliance Wizard) entwickelt ONEKEY gemeinsam mit 13 europäischen Partnern einen KI-gestützten Assistenten zur automatisierten Umsetzung des EU Cyber Resilience Act (CRA). Dieser unterstützt Unternehmen vom ersten CRA-Scope-Check bis zur Erstellung der notwendigen Declaration of Conformity.
Das Product-Security-Incident-Response-Team (PSIRT) wird durch die integrierte, automatische Priorisierung von Schwachstellen effektiv unterstützt und die Zeit bis zur Fehlerbehebung deutlich verkürzt.
International führende Unternehmen in Asien, Europa und Amerika profitieren bereits erfolgreich von der ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform (OCP) und den ONEKEY Cybersecurity Experten.
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