
Geht man in Rente, hat man endlich Zeit für all die Dinge, die man während des Berufslebens nicht machen konnte. Dafür braucht man allerdings auch ausreichend Geld, das die gesetzliche Rente aber längst nicht mehr abdeckt. Privat vorzusorgen, wird also immer wichtiger. 25 Jahre nach der Einführung der staatlich geförderten Riesterrente, wird diese am 1. Januar 2027 nun vom moderneren Altersvorsorgedepot abgelöst. Genau damit kommen natürlich auch einige Fragen auf. Mario Hattwig hat sich mal für uns schlau gemacht.
Sprecher: Mit der Ablösung der Riesterrente durch das Altersvorsorgedepot soll es künftig leichter werden, staatliche Förderungen zu erhalten. Und zwar nicht nur für Anlagen mit Beitragsgarantien. Man kann dann auch am Kapitalmarkt investieren und die Chance auf höhere Renditen nutzen. Eine wirklich sinnvolle Modernisierung, sagt die Vorsorgeexpertin Katharina Hoge von der DEVK.
O-Ton 1 (Katharina Hoge, 35 Sek.): „Ein großer Vorteil der Reform ist definitiv, dass das Thema Altersvorsorge überhaupt wieder in den Fokus der Menschen gelenkt wird. Bei einer Umfrage haben wir gesehen, dass der überwiegende Teil der Berufstätigen offen für die neuen Möglichkeiten sind und bei den unter 30-Jährigen das Interesse besonders hoch ist. Gerade bei der jüngeren Generation sprechen sich viele dafür aus, stärker am Kapitalmarkt zu partizipieren und die Reform bietet den Vorteil, dass man individuell prüfen kann: möchte ich mehr auf Sicherheiten setzen oder eben lieber mehr auf Renditen.“
Sprecher: Für laufende Riesterverträge ändert sich damit aber erstmal nichts, es sei denn, man wird selbst tätig.
O-Ton 2 (Katharina Hoge, 30 Sek.): „Grundsätzlich hat der Kunde dann drei Möglichkeiten. Entweder er behält seinen Riester-Vertrag und behält auch seine bisherige Förderung oder wechselt in die neue. Variante zwei ist, dass er seinen bisherigen Riester-Vertrag beitragsfrei stellt und ein neues Produkt mit den neuen Förderungen abschließt. Und die Variante drei ist, er schließt ein neues Produkt ab mit der neuen Förderung und überträgt das Kapital, was er in seinem Riester-Vertrag hat, in das neue Produkt.“
Sprecher: Welche Vorsorgevariante die beste ist, hängt von ganz individuellen Faktoren ab – der Risikobereitschaft zum Beispiel, dem Einkommen und dem Sparbeitrag. Genau deshalb sollten sich wirklich alle, die noch nicht im Ruhestand sind, mit dem Altersvorsorgedepot auseinandersetzen und die Möglichkeiten faktenbasiert vergleichen.
O-Ton 3 (Katharina Hoge, 28 Sek.): „Die DEVK bietet dafür einmal einen Online- Vergleichsrechner an. Da kann man gucken, ob die neue oder die alte Förderlogik für einen selber besser geeignet ist. Das ist aber wirklich nur ein erster Einblick und ein erster Überblick. Meiner Meinung nach ist hier die persönliche Beratung das A und O und das gilt sowohl für die Riester- Kunden, die es schon gibt, als auch gerade für Kunden, die noch gar keine Altersvorsorge betreiben.“
Mit der neuen staatlichen Förderung bei der privaten Altersvorsorge kommen nicht nur mehr Möglichkeiten auf den Tisch, sondern auch mehr Unsicherheiten, was nun wirklich die Altersvorsorge ist, die am besten zu einem passt. Den Vergleichsrechner und viele weitere Infos zum Thema finden Sie auf www.devk.de unter dem Reiter „Beruf, Alter & Finanzen“.
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