
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat Autobauer wie VW davor gewarnt, die staatlichen Zuschüsse für den Kauf und das Leasen von Elektroautos auszunutzen. „Wenn die Hersteller die Prämien einfach auf die Preise draufschlagen würden, würden die Leute zurecht sauer – und ich auch“, sagte Schneider im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz, Samstagsausgabe). „Wir fördern nicht die Konzerne, sondern ermöglichen durch die sozial gestaffelten Zuschüsse, dass sich endlich auch Haushalte ein E-Auto kaufen oder leasen können, für die das bisher finanziell noch keine Option war.“
Der SPD-Politiker sprach von einem „Paradigmenwechsel für die Klimapolitik“: Klimaschutz darf nicht den Eliten vorbehalten sein, sondern muss für die „Normalverdiener erschwinglich gemacht werden. Wenn das gelingt, können wir die Polarisierung rund um E-Mobilität überwinden, die Sache nüchtern diskutieren und immer mehr Menschen für den Spaß am elektrischen Fahren gewinnen.“
Mit den Prämien, für die drei Milliarden Euro zur Verfügung stehen und die ab Mai beantragt werden können, will der Minister gezielt der Elektromobilität im Osten zum Aufschwung verhelfen. Die Zurückhaltung dort liege auch daran, dass sich dort „schlicht viel weniger Menschen ein neues Auto leisten (können) als in den meisten Regionen im Westen. Und es gibt auch viel weniger leitende Angestellte, die ein Dienst-E-Auto vor die Tür gestellt bekommen“, sagte Schneider der „noz“. „Aber ich habe schon die Hoffnung, dass die Förderung für Kauf und Leasing von E-Autos auch in Ostdeutschland breit angenommen und genutzt wird. Das ist meine klare Absicht.“
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