
Der österreichische sozialdemokratische Finanzminister Markus Marterbauer findet, dass grundsätzlich „jede Erbschaft, so wie Arbeitseinkommen, ab dem ersten ersten Euro besteuert werden“ sollte. Bei einer Vermögensteuer ginge es aber auch um die Wirkung auf die Demokratie – weswegen sie wiederum vor allem „die ganz Reichen“ zahlen sollen, erklärt er im Interview mit „nd.Die Woche“ (Freitagsausgabe).
Marterbauer ist Ur-Keynesianer und Verfechter eines starken Sozialstaats. Jetzt soll er Kürzungen durchführen und autoritäre Maßnahmen mittragen, um EU-Vorgaben einzuhalten. Dabei setzt er darauf, soziale Dienste auszuweiten und Leistungen so umzubauen, dass sie jenen helfen, die sie „am dringendsten brauchen“. Trotz der Kürzungen ist er Österreichs beliebtester Regierungspolitiker. Das komme auch von seinen anschlussfähigen Ideen, sagt Marterbauer dem „nd“: „Ich bin der festen Überzeugung, dass linke Wirtschaftspolitik mehrheitsfähig ist, wenn man glaubwürdige Konzepte hat, die die Leute als umsetzbar ansehen.“
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